Klippen-Leimkraut

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Klippen-Leimkraut
Silene uniflora (habitus).jpg

Klippen-Leimkraut (Silene uniflora)

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Caryophylloideae
Tribus: Sileneae
Gattung: Leimkräuter (Silene)
Art: Klippen-Leimkraut
Wissenschaftlicher Name
Silene uniflora
Roth

Das Klippen-Leimkraut (Silene uniflora Roth), auch Einblütiges Leimkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Leimkräuter (Silene) in der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Klippen-Leimkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 20 (40) Zentimetern erreicht. Die Pflanze ist lockerrasig und graugrün. Die Blätter sind etwas fleischig und breit lanzettlich. Die Blüten haben eine Breite von bis zu 2,5 Zentimeter. Der Kelch ist stark aufgeblasen, zwanzignervig, kahl und deutlich dunkler netzadrig. Die Kronblätter sind zweispaltig und weiß gefärbt, bei einigen Sorten kommen rosa und gefülltblütige Kronblätter vor.

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Chromosomenzahl ist 2n = 24.

Silene uniflora in Island

Systematik[Bearbeiten]

In Europa werden zwei Unterarten unterschieden:

  • subsp. thorei (Duf.) Jalas (Syn.: Silene thorei Dufour), die in Nordspanien und in West-Frankreich vorkommt und breit-elliptische Blätter hat, die nicht oder kaum blaugrün sind
  • subsp. uniflora, die im übrigen Verbreitungsgebiet vorkommt und blaugrüne lineal-lanzettliche Blätter besitzt

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Klippen-Leimkraut kommt an den Küsten West-Europas von den Azoren und Spanien bis nach Murmansk und Nord-Afrika auf Strandfelsen vor. Auch die nördliche Ostseeküste ist besiedelt. Am dichtesten ist die Verbreitung aber in Island, wo die Art auf den ganzen Insel vorkommt.

Nomenklatur[Bearbeiten]

Der älteste und damit gültige wissenschaftliche Name ist Silene uniflora Roth aus dem Jahr 1794. Jüngere Synonyme sind Silene maritima With. 1796 und Behen vulgaris Moench 1794. Noch älter ist der Name Cucubalus alpinus Lam. 1786. Dieser kann jedoch nicht zu Silene alpina (Lam.) Thomas 1847 kombiniert werden, denn der Name Silene alpina wurde schon 1776 von Pallas für eine andere Art verwendet. Weitere Synonyme sind Behen alpinus (Lam,) Gusuleac, Behenanthe uniflora (Roth) Ikonn., Oberna alpina (Lam.) Ikonn. und Oberna uniflora (Roth) Ikonn.

Nutzung[Bearbeiten]

Das Klippen-Leimkraut wird verbreitet als Zierpflanze in Rabatten genutzt.

Belege[Bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  • Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas Florae Europaeae. Distribution of vascular plants in Europe. Band 7, Seite 60-61. Helsinki 1986. ISBN 951-9108-06-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Klippen-Leimkraut – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien