Albrecht Wilhelm Roth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Albrecht Wilhelm Roth (* 6. Januar 1757 in Dötlingen; † 16. Oktober 1834 in Vegesack) war ein deutscher Arzt und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Roth“.

Biografie[Bearbeiten]

Der Linnaeus-Obelisk im Park Höpkensruh in Bremen-Oberneuland. Um 1800 zum Gedenken an Roth, Carl von Linné, Albrecht von Haller und Nikolaus Joseph von Jacquin errichtet.

Roth war der ältestes Sohn von elf Kindern des Pastors Gottfried Roth. Nach seiner Schulzeit am Gymnasium zu Oldenburg studierte er Medizin an der Universität Halle. Nach seiner Promotion zum Doktor der Medizin in Erlangen ließ Roth sich mit 21 Jahren als Arzt in seinem Heimatort Dötlingen nieder, siedelte aber bereits 1779 nach Vegesack über, wo er in dem damals etwa 1000 Einwohner zählenden Flecken und dessen Umgebung als einziger Arzt ein sehr weites Betätigungsfeld fand. 1781 wurde er zum Landphysikus ernannt und veröffentlichte einige medizinische Mitteilungen.

Kaum ließ er sich in Vegesack nieder, begann er auch mit einer regen wissenschaftlichen Publikationstätigkeit. Unter anderem veröffentlichte er 1788 Tentamen florae germanicae, eine Systematik aller deutschen Gewächse. Mit Recht konnte der Bremer Arzt und Naturforscher Wilhelm Olbers Focke in einem Artikel über Roth schreiben: „Während des ersten Jahrzehnts des 19. Jahrhunderts gehörte Roth zu den angesehensten deutschen Pflanzenkennern […]“. 1802 fand seine Forschungsreise an die Nord- und die Ostsee statt zur Erkundung von Meeresalgen.

Bremen schenkte Roth 1787 am Steilufer an der Weser in Vegesack, Weserstraße 74, 75, 75c, ein Grundstück, auf dem er sein Haus baute und einen großen Garten anlegte. Mit viel Mühe und Beharrlichkeit hat Roth daraus einen Garten gemacht, der heute als öffentlicher Stadtgarten Vegesack dient. Das hohe Ansehen Roths sowie die eigene Kenntnis von dessen Schriften veranlasste Goethe, Roth 1803 für den Botanischen Lehrstuhl an der Universität Jena und 1810 an der Universität Erlangen vorzuschlagen; er schlug beide Angebote aber aus. 1808 wurde er korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.[1]

Ehrungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Hier eine Auswahl seiner zahlreichen Schriften:

  • Beyträge zur Botanik. 1782–1783.
  • Tentamen florae germanicae. 1788–1800.
  • Catalecta botanica … 1797–1806.
  • Novae plantarum species praesertim Indiae orientalis. 1821.
  • Enumeratio plantarum phaenogamarum in Germania sponte nascentium. 1827.
  • Manuale botanicum. 1830.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rückschau - verstorbene Mitglieder (R), BAdW

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]