Knochenbrecher

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Knochenbrecher (plattdeutsch Knakenbreker) ist eine volkstümliche ostfriesische Bezeichnung für einen traditionellen alternativen Heilkundler. Zu den Kenntnissen eines Knochenbrechers gehören beispielsweise das Einrenken von Gliedmaßen und das Einrücken von Wirbeln – seine Praktiken sind aber traditionell selbst erlernt und stützen sich zuweilen auf eine Gabe. Nicht selten wurde das „Amt“ und die Fähigkeit des Knochenbrechers in der Familie weitergegeben.

Das Behandlungsspektrum beschränkt sich nicht nur auf Menschen, sondern erstreckt sich auch auf Hunde, Katzen, Pferde und andere Tiere. Überregionale Bekanntheit erreichte der auf Pferde spezialisierte Knochenbrecher Tamme Hanken.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Johann Haddinga, Theo Schuster: Das Buch vom ostfriesischen Humor. Band 2, Schuster Verlag, 1983, 49, ISBN 3-796-30188-6
  • Lothar Gall, Andreas Schulz: Wissenskommunikation im 19. Jahrhundert. Franz Steiner Verlag, 2003, 19, ISBN 3-515-08226-3
  • E. Rudolph: Einrichter- Boanrichter- Knakenbreker. Begegnungen mit dörflichen Chiropraktikern im Allgäu, in Ostfriesland und in Osterreich. Curare 6, Saarbrücken 1983, 97-116