Knudsen-Diffusion

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Knudsen-Diffusion (nach Martin Knudsen) bezeichnet Diffusionsprozesse, bei denen Teilchen öfter mit Fließbegrenzungen als mit anderen Teilchen zusammenstoßen.

Dies bedeutet, dass die mittlere freie Weglänge der Teilchen größer ist als eine geometrische Beschränkung. Knudsen-Diffusion tritt also auf, wenn die Knudsen-Zahl sehr viel größer als eins ist:

Kn \gg 1

Dies ist für die Diffusion dünner Gase (Knudsen-Gase) in porösen Medien der Fall.

Der Knudsen-Diffusionskoeffizient D_K (SI-Einheit \mathrm{\frac{m^2}{s}}) ist abhängig von der Porengeometrie, jedoch unabhängig vom Druck und der molaren Masse eines zweiten Gases, in dem die Diffusion stattfindet. Für eine lange, gerade Pore berechnet sich der Knudsen-Diffusionskoeffizient zu:

D_{K,Pore} \approx \frac{2}{3} \cdot r \cdot \sqrt{\frac{8}{\pi} \cdot \frac{R \cdot T}{M}}

mit

Der Knudsen-Diffusionskoeffizient eines Gases in einem porösen Medium lässt sich aus dem Wert für eine einzelne gerade Pore berechnen:

D_{K,Medium} = \frac{\varepsilon}{\tau} \cdot D_{K,Pore}

mit

Belege[Bearbeiten]