Knut I. (Schweden)

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Siegel von Knut Eriksson

Knut I. (* um 1160; † 8. April 1196), in Schweden Knut Eriksson genannt, war von 1167 bis 1196 König von Schweden. Er war der Sohn von Erik IX. dem Heiligen.

Knut Eriksson übernahm 1167 den schwedischen Thron von Karl VII. In der Folgezeit hatte er den Thron gegen Kol und Burislev d. Jüngeren, die auch den Königsnamen führten, aber nie das Reich gewannen, zu verteidigen. Sie waren wohl Söhne des getöteten Jarls Jon, des Sohnes von Sverker d. Älteren, möglicherweise aber auch Sverkers Söhne mit seiner zweiten Frau Rikissa von Polen.[1] Burislev scheint 1169 getötet worden zu sein, während Kol nicht vor 1173 fiel, offenbar in der Schlacht bei Bjälbo in Östergötland.[2]

Zwischen 1175 und 1180 schloss er einen Handelsvertrag mit Heinrich dem Löwen von Sachsen. Es wurden auch wieder Münzen geschlagen, erst Pfennige in Lödöse, dann Silbermünzen mit dem Bild seines Vaters in Sigtuna zur Förderung des Heiligenkultes für diesen.[3]

1187 wurde Sigtuna von den Esten geplündert und Erzbischof Johannes getötet. Die Stadt wurde niedergebrannt. Diese Ereignisse führten zum bau vieler Wehrkirchen, die aus dicken runden Türmen bestanden und Obergeschosse hatten, in die sich die Bewohner der Umgebung flüchten konnten. Stockholms Schloss wurde zu dieser Zeit gebaut. Auch das Schloss Kalmar geht zurück auf einen Verteidigungsturm, den Knut Eriksson 1180 erbauen ließ, zum Schutz gegen Piraten und andere Feinde, die von der See her die Stadt bedrohten.[3]

Knut wollte den Thron für seinen ältesten Sohn sichern und erhielt mehrere Jahre vor seinem Tod ein päpstliches Schreiben, dass Erik ihm auf dem Thron folgen sollte. Aber inzwischen war in Schweden das Wahlkönigtum eingeführt worden, und die Adligen kümmerten sich nicht um die Einmischung des Papstes in die Thronfolgefrage.[3]

1196 folgte Sverker II. Knut I. auf dem Thron.

Nachkommen[Bearbeiten]

Eigenartigerweise kennt man den Namen seiner Frau nicht. Möglicherweise war sie eine Schwester von Kol und Burislev, Töchter von Johann Sverker und seine stärksten Feinde. Lange glaubte man aufgrund eines erhaltenen Papstbriefes, dass sich Knut von ihr scheiden lassen wollte. Nach dem Zweiten Weltkrieg tauchte in Spanien ein Dokument auf, dass sie todkrank versprach in ein Kloster zu gehen. Nun wollte der König das Zusammenleben wieder aufnehmen und bat den Papst darum, sie von ihrem Gelübde zu befreien. Leider wird auch dort ihr Name nicht genannt.[3]

Seine Tochter Sigrid Knutsdotter heiratete Knut Birgersson und hatte mit ihm den Sohn Magnus Broka. [4]

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Burislav in Svenskt biografiskt lexikon Band 06 (1926), S. 746
  2. Lagerqvist S. 59 f.
  3. a b c d Lagerqvist S. 61.
  4. Folkungaätten (Nordisk familjebok / Uggleupplagan. 8. Feiss - Fruktmögel)
Vorgänger Amt Nachfolger
Karl VII. König von Schweden
1167–1196
Sverker II.