Kolloidmühle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Kolloidmühle dient zur feinen Zerteilung von in einer Flüssigkeit suspendierten Feststoffen oder zur Reduktion der Partikelgröße einer Suspension einer Flüssigkeit in einer anderen, also zur Erzeugung eines Kolloids.

Kolloidmühlen sind nach dem Rotor-/Stator-Prinzip aufgebaut. Dabei rotiert der Rotor mit einer Drehzahl von 3000 bis 6000 Umdrehungen/Minute. Die dadurch in der Mahlkammer erzeugten starken hydraulischen Drücke sowie Prall- und Schneideffekte zerteilen das Mahlgut und verteilen es in der Suspensionsflüssigkeit. Eine einstellbare Spaltbreite zwischen Rotor und Stator dient dazu, die maximale Partikelgröße festzulegen. [1]

Kolloidmühlen finden eine breite industrielle Anwendung

  • Pharmazeutische Industrie: z.B. Herstellung von Salben und Pasten
  • Kosmetische Industrie: Cremes, Lippenstiftmassen, Nagellack, Handgele
  • Farben- und Lackproduktion: Dispersionsfarben, verschiedenste Farbpigmente
  • Seifenindustrie: Homogenisieren von Waschmitteln
  • Kunststoffindustrie: verschiedenste Dispersionen und Emulsionen
  • Textilindustrie: Druckfarben, Imprägniermittel
  • Papierindustrie: Papierfarbe und -leim
  • Lebensmittelindustrie: Homogensieren von Eiscremes, von Sahne in Milch, Herstellung von Saucen, Mayonnaisen, Pasten und Massen unterschiedlicher Art[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.che.hs-mannheim.de/imv/Kolloid.htm
  2. http://www.ingtec.ch/brogtec/de/produkte/Beschreibung_CV_D.pdf