Krakauer Lajkonik

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Der Krakauer Lajkonik

Der Krakauer Lajkonik bildet – neben der Krakauer Weihnachtskrippe – einen wichtigen Bestandteil des Krakauer Folklore.

Der Ursprung[Bearbeiten]

Die Stadt Krakau wurde in den Jahren 1241 und 1257 von den Mongolen belagert. Mit diesen Ereignissen sind zwei Krakauer Traditionen verbunden: „Hejnał“, das abrupt unterbrochene Trompetensignal von dem Turm der Krakauer Marienkirche, und „Lajkonik“, die Gestalt des mit einem Streitkolben bewaffneten Tatarenreiters.

Lajkonik[Bearbeiten]

Das Krakauer Lajkonik-Fest wird jährlich am 8. Tag nach dem Fronleichnamsfest gefeiert. Die Gestalt des Lajkonik, eines Tatarenreiters, der mit einem Streitkolben in der Hand eine Pferdefigur trägt und vom Norbertanerkloster bis zum Marktplatz herumtanzt, ist im 17. oder 18. Jahrhundert entstanden. Die Äbtissin des Klosters, die das Fest vom Fenster aus beobachtete, zahlte als Erste ein Lösegeld. Der Lajkonik wurde von Volksmusikanten begleitet.

Seit mehr als hundert Jahren trägt der Lajkonik ein von Stanisław Wyspiański entworfenes Kostüm.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lajkonik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien