Kreuzblume

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Dieser Artikel behandelt die gotische Schmuckform der Kreuzblume, zur gleichnamigen Pflanzengattung siehe Kreuzblumen.
Illustration von Viollet-le-Duc, 1856[1]
Kreuzblume am Rathaus in Aachen

Eine Kreuzblume ist ein blumenähnliches Ornament aus Naturstein an gotischen oder neugotischen Bauten. Von oben betrachtet ist sie quadratisch und in seitlicher Ansicht ist sie kreuzförmig.

Sie findet sich als First- oder Giebelblume an Wimpergen, an schmalen Türmchen (Fialen) oder auch Turmpyramiden. Das kreuzförmige und stilisierte Gebilde aus Blätterformen (Krabben) gibt es nicht nur in einfacher Form, sondern auch zweifach übereinander.

Die Kreuzblume wird an gotischen Bauwerken zumeist aus Weichgestein von Steinmetzen geschlagen und ist in der Hochgotik mit mehrfachen Durchbrüchen zwischen den Knospen geformt. Das feingliedrige Bauteil ist besonders der Verwitterung ausgesetzt und kann im fortgeschrittenen Stadium der Verwitterung meist nur rekonstruiert und neu in Stein geschlagen werden.

Die beiden Kreuzblumen auf den Haupttürmen des Kölner Domes haben einen Durchmesser von 4,58 und eine Höhe von gut acht Metern.

Siehe auch: Münzstätte Weimar, Münzmeisterzeichen Kreuzblume des Münzmeisters Johann Christoph Dürr (1677–1684)

Literatur[Bearbeiten]

  • Günther Mehling (Hrsg.): Naturstein-Lexikon: Werkstoff, Werkzeuge und Maschinen, Wirtschaft und Handel, Gestaltung und Techniken von der Antike bis heute. S. 269. Callwey, München 1973. ISBN 3 7667 0281 5

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Eugène Viollet-le-Duc: Dictionnaire raisonné de l’architecture française du XIe au XVIe siècle. 1856 (französisch, Wikisource).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Crockets – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien