Kulturboden

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Der Kulturboden ist diejenige Form des Bodens, die der landwirtschaftlichen Nutzung dient.

Grundsätzliches[Bearbeiten]

Für die Unterscheidung von Kulturböden ist die Korngrösse der Bodenpartikel wichtig. Sandkörner sind relativ gross und ungefähr kugelförmig. Der Boden ist locker, mit viel Platz zwischen den Partikeln. So können sich Wurzeln leicht ausbreiten, aber das Wasser wird schlecht gespeichert. Die blättchenförmigen Tonpartikel von Tonböden sind im Gegensatz dazu weit kleiner. Der Boden ist kompakt und fest, mit wenig Zwischenraum für Wasser und Luft. Lehmböden sind in etwa dazwischen anzusiedeln, Lehm ist eine Mischung Sand, Schluff und Ton.[1]

Wichtige Kulturböden[Bearbeiten]

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Bodeneigenschaften in gut und schlecht einzuteilen ist Unsinn, das hängt davon ab was man damit vorhat.

Wichtige Kulturböden und ihre Vor- und Nachteile sowie landwirtschaftliche Verbesserungsmaßnahmen.

Sandboden[Bearbeiten]

  • Gute Eigenschaften: wird gut durchlüftet und schnell erwärmt; Regenwasser wird gut aufgenommen; der Boden lässt sich bei jedem Wetter bearbeiten.
  • Schlechte Eigenschaften: schnelle Abkühlung, Wasser wird nur schlecht gehalten; Dünger verrottet schnell oder verschwindet im Untergrund; der Boden erfordert sehr viel Gießarbeit.

Humoser Sandboden[Bearbeiten]

  • Gute Eigenschaften: Erwärmung geht schnell und hält lange an; gute Durchlüftung und Bearbeitung; Mineraldünger halten sich befriedigend, die wasserhaltende Kraft ebenso. Mit diesen Eigenschaften zählt der humose Sandboden zu den besten Kulturböden.
  • Schlechte Eigenschaften: Aushagerung bei Trockenheit möglich, sofern er sehr feinkörnig ist. Oberfläche trocknet schnell aus.
  • Verbesserungsmaßnahmen: Rinderdünger eingraben; Mineraldünger nur in kleinen Mengen, dafür jedoch öfter zugeben. Verrotteten Stalldünger oder Torf nur als Bodenabdeckung verwenden.

Lehmiger Sandboden[Bearbeiten]

  • Gute Eigenschaften: Verwendbar für fast alle Kulturen. Durchlüftung ist in etwa gut. Mineraldünger halten sich besser als in Sandboden, auch der Stalldünger wird besser genutzt.
  • Schlechte Eigenschaften: Erwärmt sich langsamer als humoser Sandboden. Feuchtigkeit wird nicht lange gehalten.
  • Verbesserungsmaßnahmen: Eher Rinderdünger verwenden. Bodenabdeckung ist wichtig, um die Austrocknung zu verhindern.

Sandiger Lehmboden[Bearbeiten]

  • Gute Eigenschaften: Für fast alle Kulturen verwendbar; wasserhaltende und wassersteigende Kraft ist gut. Durchlüftung ist ausreichend. Stalldünger wird gut ausgenutzt.
  • Schlechte Eigenschaften: Bei regelmäßiger Humuszufuhr sind keine schlechten Eigenschaften erkennbar.

Lehmboden[Bearbeiten]

  • Gute Eigenschaften: Wasserhaltende und wassersteigende Kraft ist sehr gut; Mineraldünger werden ausreichend festgehalten. Ausnutzung von Stalldünger ist sehr gut. Bei starker Humus-Zufuhr ist er einer der besten Kulturböden.
  • Schlechte Eigenschaften: Durchlüftung nicht besonders gut; die Erwärmung im Frühjahr erfolgt langsam und die Bearbeitung ist relativ schwer, da er viel Hackarbeit verlangt.
  • Verbesserungsmaßnahmen: Bodenabdeckung verhindert das Verschlammen der Oberfläche bei Regen und Gießen. Pferdedünger eingraben und regelmäßiges Kalken mit Ätzkalk macht ihn besser durchlüftbar.

Tonboden[Bearbeiten]

  • Gute Eigenschaften: Nährsalze sind vorhanden
  • Schlechte Eigenschaften: Nährsalze und Wasser kann schlecht von den Wurzeln aufgenommen werden, schlecht durchlüftet, hart (die Bearbeitung ist schwer)

Moorboden[Bearbeiten]

  • Gute Eigenschaften: kann das Wasser gut halten und ist besonders für Moorbeet- und Heidepflanzen geeignet; Mineraldünger werden sehr gut gehalten, Stalldünger ist nicht notwendig.
  • Schlechte Eigenschaften: Schlecht durchlüftet und eher saurer Boden; oft sehr kalt, je nach Torfart nährstoffarm.
  • Verbesserungsmaßnahmen: Je nach Schichtdicke tief rigolen (= Tiefenlockern, Umpflügen bis in 80 cm Tiefe), um einen durchlässigen Untergrund zu erhalten. Viel Kalk beibringen und groben Sand in die obere Schicht einarbeiten. Heute sind Moore gefährdete Lebensräume, sodass Naturschutzaspekte beachtet werden müssen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Boden - Lebendige Erde, dreißig Zentimeter, von denen wir leben Abschnitt Bodenarten, Organisation BIOkybernetisches Zentrum Aachen.