Kurzzeitwecker

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Kurzzeitwecker
Küchenuhr mit Kurzzeitwecker (1956)
digitale Eieruhr

Ein Kurzzeitwecker, Eieruhr, Küchenwecker oder Signaluhr ist ein Wecker des alltäglichen Gebrauchs, der kurze Zeiträume, typischerweise bis zu 120 Minuten, misst und durch ein akustisches, optisches oder mechanisches Signal anzeigt. Die Anzeige erfolgt als Countdown bis zum Ende eines voreingestellten Zeitraumes oder als vergangene Zeit seit Messungsbeginn.

Verwendung[Bearbeiten]

Ein typischer Anwendungsbereich im Haushalt ist das Überwachen von Kochzeiten, deren Ablauf durch einen Signalton angezeigt wird. Für den Küchengebrauch sind viele dieser Uhren mit einem thematisch passenden Design versehen (Huhn, Paprika oder ähnliches). Kurzzeitwecker können auch mit einem elektrischen Schaltausgang versehen sein. Dies ermöglicht einen Einsatz in Laboraufbauten, als Laboruhr im privaten Fotolabor oder zur Steuerung eines Hobby-Trockenofens.

Sie werden mit einem einfachen, mechanischen Uhrwerk oder mit einem Quarzwerk angeboten. Speziell zum Kochen von Eiern ist die Sanduhr gebräuchlich.

Eieruhr[Bearbeiten]

Der umgangssprachliche Begriff Eieruhr für Kurzzeitmessgeräte geht wohl auf die gebräuchliche Verwendung beim zeitkritischen Kochen (z. B. von Eiern) zurück.

Sanduhren wurden früher mit Quarzsand, der dazu spezieller Aufbereitung bedarf, gefüllt, heute jedoch mit feinkugeligen Glasperlen.

Dass der Begriff Eieruhr, daher stammt, dass relevant oft Eierschalenbrösel durch die Düse im Glaskolben rieselten ist ein Mythos, der sich jedoch am Rande von Büchern über Uhren wiederfindet.[1]

Webbasierte Eieruhren[Bearbeiten]

Der „EggTimer“ berechnet anhand einer mathematischen Formel von Werner Gruber die Garzeit für die gewünschte Konsistenz eines Eies.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Timer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jürgen Abeler: Ullstein-Uhrenbuch. Eine Kulturgeschichte der Zeitmessung. Ullstein, Frankfurt am Main u. a. 1994, ISBN 3-550-06849-2, S. 21.