La Vanguardia (Barcelona)

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La Vanguardia
Erstausgabe vom 1. Februar 1881
Beschreibung Spanische Tageszeitung
Verlag Grupo Godó
Erstausgabe 1881
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage
(OJD Januar 2005)
240.978 Exemplare
Verbreitete Auflage (OJD Januar 2005) 203.703 Exemplare
Chefredakteur José Antich
Herausgeber Javier Godó
Weblink www.lavanguardia.com

La Vanguardia (‚Die Avantgarde‘) ist eine katalanische Tageszeitung mit Sitz in Barcelona. Sie erscheint im Verlag Grupo Godó. Die verkaufte Auflage betrug im Jahr 2006 durchschnittlich 202.161 Exemplare,[1] damit ist sie die meistverkaufte Zeitung in Katalonien. Die Zeitung wird im Berliner Format gedruckt. Chefredakteur ist José Antich. Sie steht politisch der christdemokratisch-regionalistischen Partei Convergència i Unió nahe.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zeitung erschien erstmals am 1. Februar 1881. Bei ihrer Gründung war sie als Kommunikationsmittel der liberalen Partei geplant, um den Stadtrat zu kontrollieren. Bis 1887 blieb sie mit der Partei verbunden. Ab dem 1. Januar 1888, dem ersten Tag der Weltausstellung in Barcelona, erschien sie als unabhängige Tageszeitung mit zwei Ausgaben morgens und nachmittags.

Im Spanischen Bürgerkrieg war die Zeitung nach eigener Aussage wichtigstes Organ der Generalitat bzw. (nach der Verlegung des Regierungssitzes nach Barcelona) auch der republikanischen Regierung. In dieser Zeit schrieben unter anderem Antonio Machado, Bosch i Gimpera, Erenburg, Malraux, Max Aub und Ramón J. Sender für La Vanguardia.[2]

Sitz der La Vanguardia (bis 2004)

Während der Franco-Diktatur wurde La Vanguardia zur meistgelesenen Zeitung Spaniens vor der konservativ-monarchistischen ABC. Politisch passte sie sich den ideologischen Vorgaben des Regimes an und wechselte vorübergehend auch ihren Namen in La Vanguardia Española (‚Die Spanische Avantgarde‘). Dabei vertrat sie allerdings vornehmlich wirtschaftsliberale Positionen und verteidigte deshalb die wirtschaftliche Öffnung nach außen. Ab den frühen siebziger Jahren setzte sie sich für politische Reformen, aber nicht für einen radikalen Regimewechsel ein. Im Verlauf der Transition legte die Zeitung den Namenszusatz wieder ab und unterstützte vor allem die Dezentralisierung Spaniens und den gemäßigten katalanischen Nationalismus. Seitdem verlor sie gegenüber den neu gegründeten Madrider Tageszeitungen El País und El Mundo sowie gegenüber ABC an Leserschaft, hielt sich aber als die meistgelesene Zeitung Kataloniens.

Im April 2004 wurde nach rund 100 Jahren der alte Geschäftssitz in der Carrer Pelai 28 aufgegeben und ein neues Redaktionsgebäude in der Avinguda Diagonal bezogen.[3]

La Vanguardia erscheint in spanischer Sprache und seit dem 1. März 2011 auch in katalanischer Sprache. Zu den Kolumnisten der Zeitung gehört u. a. Quim Monzó. Der Kaufpreis in Spanien beträgt 1,20 Euro (2011), in Deutschland 2,10 Euro.

Im Zeitschriftenarchiv der La Vanguardia können alle Ausgaben seit 1881 kostenlos eingesehen und durchsucht werden.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.introl.es/ojdx4/diarios2.asp, abgerufen am 17. Juni 2007
  2. Grupo Godó: Historia
  3. La Vanguardia - Hemeroteca: Edición del domingo 11 de abril de 2004
  4. Hemeroteca – Lavanguardia.es

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: La Vanguardia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien