Lambert Steinwich

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Lambert Steinwich auf einem Ölgemälde
Lambert-Steinwich-Denkmal in Stralsund am Wulflamufer

Lambert Steinwich (* 19. Mai 1571 in Düsseldorf; † 13. August 1629 in Stralsund) war ein deutscher Jurist, Diplomat und Politiker. Er war von 1616 bis 1629 Bürgermeister von Stralsund.

Der in Düsseldorf als Sohn des Rechtslehrers Ludolph Steinwich geborene Lambert kam nach einem Studium der Rechtswissenschaften am 3. Mai 1600 nach Stralsund, wo er das Amt eines Subsyndicus' antrat. Hier heiratete er 1602 Anna Klinow; sie starb im Jahr 1614. Steinwich wurde 1612 nach einem Streit mit dem Pommernfürsten, den er vor dem Reichsgericht des Landfriedensbruchs beschuldigt hatte, suspendiert und war fortan als Jurist tätig.

Ab 1616 war er wieder als Syndicus der Hansestadt tätig und wurde am 6. August dieses Jahres Bürgermeister von Stralsund. 1617 heiratete er Regina Völschow, deren Vater Bürgermeister in Greifswald war. Im Jahre 1619 schlug Steinwich das Angebot aus, in Lübeck das Amt des Hansischen Generalsyndicus als Nachfolger von Johann Domann anzutreten. Als Nachfolger von Thomas Brandenburg vertrat er die Stadt als Landrat im Ausschuss der Landstände.[1]

Während der Belagerung von Stralsund im Dreißigjährigen Krieg 1628 führte er die Verhandlungen mit Albrecht von Wallenstein. Gleichzeitig verhandelte Steinwich heimlich mit Dänen und Schweden, mit deren Hilfe Stralsund verteidigt werden konnte. 1628 begann die Herrschaft der Schweden mit der Unterzeichnung des Allianzvertrages.

Lambert Steinwich starb 1629 an der Pest.

Heute erinnert das von Bildhauer Wilhelm Jacobi geschaffene Lambert-Steinwich-Denkmal am Wulflamufer an ihn. Des Weiteren erinnern an ihn eine Schule und die Lambert-Steinwich-Straße.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lambert Steinwich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gustav Kratz: Die Städte der Provinz Pommern: Abriss ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. A. Bath, Berlin 1865, S. 500 (Google bücher).