Düsseldorf
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | |||||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||||
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf | ||||||
| Landschaftsverband: | Rheinland | ||||||
| Kreis: | Kreisfreie Stadt | ||||||
| Geographische Lage: | 51° 13′ 32″ N, 06° 46′ 58″ O Koordinaten: 51° 13′ 32″ N, 06° 46′ 58″ O | ||||||
| Höhe: | 28,23 bis 165,20 m ü. NN [1] | ||||||
| Durchschn. Höhenlage: | 38 m ü. NN | ||||||
| Fläche: | 217,0 km² | ||||||
| Einwohner: | 578.326 (30. Juni 2007) | ||||||
| Bevölkerungsdichte: | 2665 Einwohner je km² | ||||||
| Postleitzahl: | 40210–40629 (alt: 4000) | ||||||
| Vorwahlen: | 0211, 0203 (Ortsnetz Duisburg), 02104 (Ortsnetz Mettmann) |
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| Kfz-Kennzeichen: | D | ||||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 11 000 | ||||||
| UN/LOCODE: | DE DUS | ||||||
| NUTS-Region: | DEA11 (Düsseldorf) | ||||||
| Stadtgliederung: | 10 Stadtbezirke mit 49 Stadtteilen |
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| Anschrift der Stadtverwaltung: |
Marktplatz 40213 Düsseldorf |
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| Website: | www.duesseldorf.de | ||||||
| Politik | |||||||
| Oberbürgermeister: | vakant | ||||||
| Schuldenstand: | 0 Mio. € 0 € je Einw. (Stand: 12.09.2007) |
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| Gesamtvermögen: | 12 Mrd. € 20.675 € je Einw. (Stand: 1.1.2007) |
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| Eigenkapitalquote: | 69 % 14.275 € je Einw. (Stand: 1.1.2007) |
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| Bevölkerung (Stand: 31. Dezember 2003) | |||||||
| Arbeitslosenquote: | 10,0 % (Stand: Ende Juni 2007) |
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| Ausländeranteil: | 16,8 % | ||||||
| Altersstruktur: |
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| Lage | |||||||
Düsseldorf, am Übergang vom Niederrhein zum Bergischen Land gelegen, bildet als Landeshauptstadt das politische Zentrum des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole am Rhein ist nicht nur wegen der außergewöhnlichen Wirtschaftskraft, sondern auch in den Bereichen Kunst, Kultur und moderner Architektur von internationaler Bedeutung.
Neben dem Sitz der Landesregierung mit ihren vielen Ministerien und der Bezirksregierung Düsseldorf, sind in der Stadt etliche weitere Behörden und Verbände angesiedelt.
Düsseldorf gehört zu den wirtschaftsstärksten Metropolen Europas und ist neben Dresden die einzige schuldenfreie Großstadt Deutschlands. Seit der Industrialisierung wurde Düsseldorf zum Sitz weltweit bedeutender Industrie- und Handelsunternehmen, sowie großer Banken. Zahlreiche Werbeagenturen und Modeateliers machen die Stadt zum wichtigen Standort der Kreativen.
Aufgrund des größten Flughafens der zehn Millionen Einwohner starken Metropolregion Rhein-Ruhr ist Düsseldorf Verkehrsknotenpunkt und internationales Drehkreuz.
Zusammen mit London beheimatet Düsseldorf die größte japanische Kolonie außerhalb Asiens, einschließlich ihrer Firmen und kulturellen Einrichtungen. Zentral und international bedeutend sind zudem die Messe Düsseldorf und die Rheinisch-Westfälische Börse. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist auch der Fremdenverkehr.
Hohes Ansehen genießt Düsseldorf ebenfalls in Sachen Kultur, Kunst und moderner Architektur. So gibt es neben der großen Kunstsammlung NRW, einer Menge weiterer Museen und Galerien, auch die renommierte Kunstakademie Düsseldorf. Bekannte Bühnen sind mit dem Schauspielhaus und dem Kom(m)ödchen in der Stadt vertreten. Aufgrund der vergleichsweise hohen Zahl an modernen Hallen finden viele international bedeutende Veranstaltungen in Düsseldorf statt. Zudem sind einige der populärsten Musiker und Dichter Deutschlands in der Stadt geboren und beheimatet. Weltweit herausragende Architekten haben nicht nur im Medienhafen ihre Projekte verwirklicht.
Als Karnevalshochburg ist Düsseldorf bekannt für rheinisches Brauchtum und für den Umzug an Rosenmontag. Zudem besuchen im Sommer rund vier Millionen Menschen die neuntägige Rheinkirmes, eines der größten Volksfeste der Welt. Berühmt ist neben der Königsallee die Altstadt mit ihren unzähligen Kneipen, Bars und Restaurants, die besonders an Wochenenden stark frequentiert sind. Überregional beliebt sind die Brauereien und Altbierspezialitäten der Stadt. Der in Düsseldorf gesprochene Dialekt ist das Düsseldorfer Platt.
Geographie
Räumliche Lage
Düsseldorf liegt im mittleren Teil des Niederrheinischen Tieflands – überwiegend am rechten Ufer des Rheins auf einer von zahlreichen Rheinarmen durchzogenen Niederterrassenfläche an der Mündung des Flüsschens Düssel, welches der Stadt den Namen gab. Lediglich die Stadtteile Oberkassel, Niederkassel, Heerdt und Lörick liegen am linken Rheinufer. Die Stadt liegt unweit südwestlich des Ruhrgebiets, im Herzen der Metropolregion Rhein-Ruhr und an der Schwelle vom Rheinland zum Bergischen Land.
Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist eine Wirtschaftsregion und ein städtischer Ballungsraum im Westen Deutschlands. Er zählt zu den größten Verdichtungsräumen in Europa und ist der größte in Deutschland. In den 20 kreisfreien Städten und 10 Kreisen leben rund 11 Millionen Einwohner auf knapp 10.000 km² (Stand 2005). Allein im Umkreis von 50 Kilometern um Düsseldorf leben etwa neun Millionen Menschen.
Der höchst gelegene Punkt im Stadtgebiet (der Sandberg im Stadtteil Hubbelrath) misst 165 m, der niedrigste Punkt (die Mündung des Schwarzbachs in den Rhein bei Wittlaer) 28 m ü. NN.
Das Klima in Düsseldorf ist wie am Niederrhein üblich durch milde Winter und mäßig warme Sommer geprägt. So gibt es in Düsseldorf bei einer Jahresmitteltemperatur von 10,5 °C im Mittel rund 770 mm Niederschlag.
Stadtgebiet
Das Stadtgebiet Düsseldorfs besteht heute aus 10 Stadtbezirken, die sich in 49 Stadtteile unterteilen. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung, die 19 Mitglieder hat. Diese werden bei jeder Kommunalwahl neu gewählt. Vorsitzender der Bezirksvertretung ist der Bezirksvorsteher. Die Bezirksvertretungen sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören.
Die zehn Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen:
Siehe: Liste der Stadtbezirke von Düsseldorf | Liste der Stadtteile von Düsseldorf
Nachbarstädte
Die Stadt Düsseldorf grenzt im Norden an die kreisfreie Stadt Duisburg sowie die Stadt Ratingen und im Osten an die Städte Mettmann, Erkrath und Hilden, im Süden an die Städte Langenfeld (Rheinland) und Monheim am Rhein (alle Kreis Mettmann) sowie im Westen an die Städte Dormagen, Neuss und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss).
Geschichte
Siehe auch: Geschichte der Stadt Düsseldorf
Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp stammt aus dem Jahr 1135. Unter Kaiser Friedrich I. Barbarossa wurde die nördlich von Düsseldorf gelegene Ortschaft Kaiserswerth zum gut befestigten Außenposten umgewandelt. Dort wurde von Soldaten das Treiben auf dem Rhein scharf beobachtet. Kaiserswerth wurde 1929 Stadtteil von Düsseldorf.
Am 14. August 1288 erhielt Düsseldorf von Graf Adolf V. von Berg die Stadtrechte und wurde zur Stadt erhoben. Vorangegangen war ein blutiger Machtkampf zwischen dem Grafen und dem Erzbischof von Köln. Dieser Kampf gipfelte in der Schlacht von Worringen, in der die Streitkräfte des Erzbischofs geschlagen wurden. 1385 wurde Düsseldorf die Residenz der Herzöge von Berg, die durch geschickte Heiratspolitik die Herzogtümer Jülich und Kleve mit dem ihren zum gemeinsamen Herzogtum Jülich-Kleve-Berg vereinigten, das insbesondere unter Wilhelm dem Reichen zu einem Zentrum humanistischer Wissenschaft und liberaler Katholizität wurde und 1585 bei der Vermählung des Erbprinzen Johann Wilhelm mit der Markgräfin Jakobe von Baden die wohl prunkvollste dokumentierte Hochzeit des 16. Jahrhunderts ausrichtete, bei der zum ersten Mal ein opernartiges theatralisches Schauspiel mit Gesang und Musik (Titel: „Orpheus und Amphion“) zur Aufführung kam. Wilhelm der Reiche sorgte für den Wiederauf- und Ausbau des Düsseldorfer Schlosses durch den Renaissance-Baumeister Alessandro Pasqualini. Nach dem Aussterben des jülich-bergisch-klevischen Regentenstammes 1609 besetzte der spanische General Ambrosio Spinola als kaiserlicher Kommissar 1614 die Stadt.
Nach der Beilegung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits kam Düsseldorf mit dem Herzogtum Jülich-Berg an das Haus Pfalz-Neuburg. Der Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz (von den Düsseldorfern „Jan Wellem“ genannt) erwählte Düsseldorf zu seiner Hauptresidenz. In dieser Zeit nahm die Stadt eine beachtliche städtebauliche Entwicklung, ebenfalls unter dem Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz, der Schlösser, Sammlungen, Institute gründete und die Carlstadt anlegen ließ. Zu dieser Zeit hatte Düsseldorf seinen Status als Hauptresidenz jedoch bereits an Mannheim und später München verloren, von wo aus Karl Theodor regierte.
Seit 1732 befestigt, wurde die Stadt im Siebenjährigen Krieg 1757 von den Franzosen besetzt und im Juni 1758 vom Herzog Ferdinand von Braunschweig durch Kapitulation eingenommen, jedoch bald wieder verlassen. Im Jahr 1795 wurde sie nach einem heftigen Bombardement durch Kapitulation den Franzosen übergeben und blieb in deren Besitz, bis sie im Frieden von Lunéville 1801 an Bayern zurückgegeben wurde, worauf die Schleifung der Festungswerke erfolgte.
1806 war Düsseldorf Hauptstadt des Großherzogtums Berg und kam mit diesem 1815 an Preußen. Hier wurde die Stadt 1816 Sitz eines Kreises, die Stadt selbst kreisfrei, jedoch bereits 1820 wieder mit dem Landkreis Düsseldorf vereinigt. Der Aufschwung der Stadt Düsseldorf zu heutiger Größe begann im 19. Jahrhundert. 1872 wurde Düsseldorf erneut kreisfrei. Gegen 1880 bestand Düsseldorf aus sechs Stadtteilen: der Altstadt (dem ursprünglichen Düsseldorf) mit engen und unregelmäßigen Straßen sowie den beiden Mündungen der nördlichen und der südlichen Düssel, der Carlstadt, an der Südseite der Altstadt (1767 angelegt), der in einiger Entfernung liegenden Neustadt, die 1690–1716 erbaut wurde, der Friedrichstadt am Südostende, der Königstadt und Pempelfort an der Ostseite. Bei der Volkszählung vom 1. Dezember 1880 lebten in der Stadt auf 49 Quadratkilometer Fläche 95.458 Menschen, im Landkreis Düsseldorf auf 362 Quadratkilometer 52.994.
Am frühen Nachmittag des 8. März 1921 überflogen französische Erkundungsflugzeuge Düsseldorf und die Nachbarstadt Duisburg. Gegen Mittag rückten französische und belgische Truppen in die beiden Städte ein und besetzten sie. Zwei Jahre später begannen sie von ihren Brückenköpfen Duisburg und Düsseldorf aus mit der Besetzung des Ruhrgebiets.
Mit Annahme des Dawes-Plans am 1. September 1925 durch die deutsche Regierung wurde die Besatzung des Ruhrgebiets und Düsseldorfs beendet. 1929 ging der Landkreis Düsseldorf größtenteils im neuen Landkreis Düsseldorf-Mettmann auf, der nördliche Teil wurde den Städten Duisburg und Mülheim zugeschlagen. Düsseldorf-Mettmann wurde bei der Kreisreform 1975 in Kreis Mettmann umbenannt.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam es schon am 11. April 1933 in Düsseldorf zur ersten Verbrennung „unerwünschter Literatur“ (unter anderem von Büchern Heinrich Heines) durch die Hitler-Jugend. Am 10. November 1938 wurden in der Reichspogromnacht die Synagogen auf der Kasernenstraße und in Benrath niedergebrannt, die jüdische Bevölkerung der Stadt verfolgt und mindestens acht Personen ermordet. Am 27. Oktober 1941 fuhr der erste Zug mit Düsseldorfer Juden vom Güterbahnhof Derendorf in die deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen. 1944 lebten in den etwa 400 Lagern Düsseldorfs rund 35.000 ausländische Zivilarbeiter, mehrere 1000 Kriegsgefangene sowie KZ-Häftlinge, die in der Stadt Zwangsarbeit leisten mussten.
Im Zweiten Weltkrieg fielen 1940 die ersten Bomben auf Düsseldorf. Die alliierten Luftangriffe forderten bis 1945 mehr als 5.000 Tote unter der Zivilbevölkerung. Etwa die Hälfte der Gebäude wurde zerstört, rund 90 Prozent wurden beschädigt. Alle Rheinbrücken, die meisten Straßen, Hochwasserdeiche, Unter- und Überführungen sowie das städtische Entwässerungsnetz waren größtenteils zerstört worden. Die Trümmermenge wurde auf etwa zehn Millionen Kubikmeter geschätzt. Ab dem 28. Februar 1945 wurde Düsseldorf für 7 Wochen zur Frontstadt mit amerikanischem Dauerbeschuss vom linken Rheinufer her und im März immer mehr eingekreist. Im April versuchten einige Düsseldorfer Bürger des Widerstands um Rechtsanwalt Karl August Wiedenhofen, bei Schutzpolizei-Kommandeur Franz Jürgens die Festsetzung des Polizeipräsidenten Korreng zu erwirken, um die Stadt kampflos an die Alliierten zu übergeben. Der Putschversuch gelang vorerst, wurde dann aber verraten. Nach der Befreiung Korrengs durch loyale Kräfte von Gauleiter Florian, der fünf der Widerstandsmitglieder standrechtlich erschiessen ließ (darunter Jürgens), gelang es den beiden letzten Mitgliedern (Rechtsanwalt Wiedenhofen und Architekt Aloys Odenthal) zu entkommen, die im Osten der Stadt heranrückenden amerikanischen Streitkräfte zu erreichen und die endgültige Zerstörung der Stadt durch einen bereits vorbereiteten großen Luftangriff abzuwenden. Am 17. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen die Stadt nahezu kampflos. Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Stadt.
Die Entwicklung zu einer modernen Handels- und Industriestadt Düsseldorf brachte zwar auch die Ansiedlung von Industrieunternehmen mit sich, aber Düsseldorf wurde mehr eine Stadt der Unternehmensverwaltungen, der „Schreibtisch des Ruhrgebiets“, wie man sagte. Diese und andere Entwicklungen führten dazu, dass Düsseldorf Wirtschaftszentrum und Messestandort (seit 1971), Kulturmetropole (1970 Eröffnung des neuen Schauspielhauses, 1978 der Tonhalle, 1986 der Kunstsammlung NRW) und Universitätsstadt (seit 1965), eine Stadt internationalen Zuschnitts („Klein-Paris“; größte japanische Kolonie Kontinentaleuropas), aber besonders in der Altstadt auch noch provinziell-rheinischen Gepräges und schließlich Hauptstadt von Nordrhein-Westfalen (seit 1946) ist.
Eingemeindungen
Folgende Städte und Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen oder Teile von Gemeinden wurden nach Düsseldorf eingegliedert (die Zahlen hinter den Orten geben den Flächenzuwachs in km² wieder):
- am 1. April 1908: Wersten, Teil der Landgemeinde Himmelgeist 3,57
- am 1. April 1909: Stockum, Teil der Landgemeinde Lohausen 3,72, Rath 14,23, Stadt Gerresheim 5,35, Eller 10,68, Himmelgeist 7,04, Heerdt (einschließlich Wohnplätze Oberkassel, Niederkassel und Oberlörick) 13,52, Teil der Landgemeinde Ludenberg 4,37
- am 1. August 1929: Stadt Kaiserswerth 3,27, Lohausen 10,57, Benrath (einschließlich Wohnplätze Itter, Holthausen, Hassels, Reisholz, Urdenbach) und Garath zusammen 26,63, Teil von Wittlaer 0,41, Teil von Kalkum 0,91, Teil von Eckamp 0,90, Teil von Schwarzbach 0,70, Teil von Ludenberg 4,44, Teil von Erkrath 0,02, Teil von Büderich 0,01
- am 1. Januar 1975: Wittlaer (einschließlich Kalkum) 23,22, Stadt Angermund 8,34, Hubbelrath (mit den Siedlungsbereichen Dorf, Stratenhof, Rotthäuser Weg und Knittkuhl) 12,11, Stadt Monheim (ohne Ortsteil Hitdorf) ¹ 25,81, Teile der Gemeinde Hasselbeck-Schwarzbach 1,71, Ortsteil Unterbach der Gemeinde Erkrath 10,56 und Gebiet Elb der Gemeinde Hilden
- am 1. Januar 1980: Teile der Stadt Ratingen 0,48
¹ der Monheimer Stadtteil Hitdorf wurde nach Leverkusen eingegliedert. Aufgrund des Gesetzes über Gebietsänderungen im Neugliederungsraum Düsseldorf wurde Monheim mit Wirkung vom 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert und zur eigenständigen Stadt erklärt. Lediglich ein kleiner kaum bewohnter Teil der Urdenbacher Kämpe verblieb bei Düsseldorf. Der ehemalige Stadtteil Hitdorf verblieb weiterhin bei Leverkusen.
Einwohnerentwicklung
Siehe auch: Einwohnerentwicklung von Düsseldorf.
Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte in Düsseldorf ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Lag die Einwohnerzahl der Stadt 1834 bei rund 20.000, so überschritt diese schon 1882 die Grenze von 100.000, wodurch Düsseldorf zur Großstadt wurde. 1905 hatte die Stadt 250.000 Einwohner, bis 1933 verdoppelte sich diese Zahl auf 500.000. Im Jahre 1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 705.391 ihren historischen Höchststand. Am 30. Juni 2005 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Düsseldorf nach Fortschreibung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 573.449 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Damit sank die Einwohnerzahl seit 1962 um rund 20 Prozent (131.942 Personen). Seit 1999 steigen die Einwohnerzahlen jedoch wieder leicht.
Religionen
Christlich
Römisch-katholisch
Düsseldorf gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war dem Archidiakonat des Domdechanten unterstellt. Obwohl die Reformation mehrheitlich Fuß fassen konnte, verblieben auch weiterhin Katholiken in der Stadt. Sie gehörten dann bis 1627 zum Dekanat Neuss, bevor Düsseldorf selbst Sitz eines Dekanats wurde. Heute gehören alle katholischen Pfarrgemeinden der Stadt zum Stadtdekanat Düsseldorf, das aus den Dekanaten Nord, Mitte/Heerdt, Ost, Süd und Benrath besteht. In Düsseldorf leben heutzutage etwa 205.000 Katholiken, was einem Bevölkerungsanteil von etwa 36 % entspricht. Der katholische Stadtverband hat seit 2006 im umgebauten Kloster der Maxkirche ein neues Zentralgebäude in der Carlstadt.
Evangelisch-uniert
Die Reformation konnte sich ab 1527 teilweise durchsetzen. Dies wurde vor allem durch den Reformkatholizismus von Herzog Wilhelm V. begünstigt. Neben dem Psalmengesang wurde das Abendmahl in beiderlei Gestalt in der Stiftskirche St. Lambertus eingeführt. Dies war die Gründung der lutherischen Gemeinde. 1571 gab es wieder einen Umschwung am Hofe, demzufolge die Protestanten unterdrückt wurden. Die lutherische Gemeinde und die 1573 gegründete reformierte Gemeinde trafen sich danach heimlich, bis die Unterdrückung ab 1590 beendet wurde. Ab 1609 konnten die Protestanten zunächst ihre Gottesdienste öffentlich abhalten, die Reformierten in ihrem Predigthaus an der Andreasstraße, die Lutheraner an der Berger Straße. 1614 setzte unter dem römisch-katholischen Herrscher Wolfgang Wilhelm wieder die Unterdrückung ein. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts konnten die Protestanten nur heimlich ihre Gottesdienste abhalten. Dann erhielten sie das Recht der freien Religionsausübung. Die erste überlieferte evangelische Predigt in Düsseldorf wurde im Predigthaus an der Bolkerstraße gehalten, das aus dem Jahr 1651 erhalten ist. 1683 konnte sich die reformierte Gemeinde ihre eigene Kirche erbauen, die 1916 den Namen Neanderkirche erhielt. Der Turm wurde 1687 fertiggestellt. Im selben Jahr entstand die lutherische Kirche an der Berger Straße. Gehörte die protestantische Gemeinde Düsseldorfs zunächst zur kölnischen Klasse, später zur Bergischen Synode (1589), so wurde Düsseldorf 1611 Sitz einer eigenen Klasse (Kirchenverwaltungsbezirk).
Nach dem Übergang an Preußen vereinigten sich 1825 die beiden protestantischen Kirchengemeinden zur „Evangelischen Gemeinde Düsseldorf“, die zur Superintendentur Düsseldorf gehörte. Bereits 1815 war Düsseldorf Sitz des preußischen Oberkonsistoriums der Provinz Jülich-Kleve-Berg geworden, doch zog dieses bereits 1816 nach Köln um. 1827 gab es in Düsseldorf eine Synode.
Die protestantische Gemeinde Düsseldorf wuchs ständig und weitere Kirchen wurden gebaut, so etwa die Johanneskirche am Martin-Luther-Platz (1881), die Christuskirche (1899), die Friedenskirche (1899) und die alte Matthäikirche (1899) sowie die Kreuzkirche (1910). 1905 entstand aus Teilen der Gemeinden Urdenbach und Gerresheim die Kirchengemeinde Eller-Wersten. Durch die Eingemeindungen gab es weitere Kirchengemeinden im Stadtgebiet. Am 1. Oktober 1934 wurde der Sitz des Konsistoriums der rheinischen Provinzialkirche Preußens beziehungsweise der Evangelischen Kirche im Rheinland von Koblenz nach Düsseldorf verlegt. Die heutige Kirchenverwaltung ist auf der Hans-Böckler-Straße im Stadtteil Derendorf. Weiterhin gibt es ein „Haus der Kirche“ auf der Bastionstraße in der Carlstadt. 1936 wurde für alle Düsseldorfer evangelischen Gemeinden ein Gesamtverband gegründet. 1948 wurde die Kirchengemeinde Düsseldorf aufgeteilt. Auch in den Außenbezirken gab es Veränderungen in den Kirchengemeinden.
1964 wurde der Kirchenkreis Düsseldorf in die Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann, Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd aufgeteilt, wobei der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann vor allem Kirchengemeinden außerhalb der Stadt Düsseldorf umfasst. Die drei Kirchenkreise im Stadtgebiet bildeten bis Mitte 2007 den Kirchenkreisverband Düsseldorf innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland. Am 16. Juni 2007 trat die Synode des neugebildeten Kirchenkreises Düsseldorf erstmals zusammen. Er ist aus dem Zusammenschluss der Kirchenkreise Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd hervorgegangen und repräsentiert 24 evangelische Gemeinden und damit 123.000 Protestanten der Landeshauptstadt.
Evangelisch-lutherisch
Als Reaktion auf die Zwangsvereinigung der Kirchen der lutherischen und reformierten Tradition zur Evangelischen Kirche der altpreußischen Union entstand die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche Preußens. Die Altlutheraner bestanden auf weiterer Anerkennung des lutherischen Bekenntnisses. Sie forderten uneingeschränkte lutherische Gottesdienste, Verfassung und Lehre. Nach harter Verfolgungszeit seitens des Staates konnten sie sich 1841 unter König Friedrich Wilhelm IV. konstituieren und wurden anerkannt. Ab 1846 wurden in Düsseldorf wieder lutherische Gottesdienste gefeiert in einer Gemeinde aus Lutheranern der Gemeinde vor der Zwangsvereinigung und zugewanderten aus Sachsen und Bayern. 1882 weihte die Gemeinde ein eigenes Gotteshaus in der Kreuzstraße, das am 12. Juni 1943 einem Luftangriff zum Opfer fiel. 1884 wurde die Gemeinde vom preußischen Staat als juristische Person anerkannt. Da das Grundstück in der Kreuzstraße nach dem Krieg aus stadtplanerischen Gründen nicht mehr bebaut werden durfte, erwarb die Gemeinde ihr jetziges Grundstück und weihte am 2. April 1956 in Stockum, in der Eichendorffstraße ihre Erlöserkirche. Die Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchenbezirk Rheinland der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). In dieser Kirchengemeinde ist auch Königin Silvia von Schweden durch Superintendent Nagel konfirmiert worden.
Orthodoxe Kirchen
In Düsseldorf sind neben den beiden großen christlichen Konfessionen auch zahlreiche orthodoxe Kirchen beheimatet. Dies sind die Kommission der Orthodoxen Kirche in Düsseldorf mit Gemeinden der Griechisch-Orthodoxen Kirche Am Schönenkamp in Reisholz, der Russisch-Orthodoxen Kirche, der Rumänisch-Orthodoxen Kirche und der Serbisch-Orthodoxen Kirche, der Koptisch-Orthodoxen Kirche auf dem Pöhlenweg in Grafenberg und der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche.
Freikirchen
In Düsseldorf sind neben den anderen großen christlichen Konfessionen auch zahlreiche Freikirchen beheimatet. Dies sind die Anglikanische Kirche auf der Amsterdamer Straße am Nordpark; die Apostolische Gemeinschaft mit ihrem Deutschlandsitz und der Düsseldorfer Hauptgemeinde auf der Cantadorstraße und drei weiteren Gemeinden in Benrath, Eller und Gerresheim; das Christliche Zentrum Düsseldorf (Pfingstbewegung) auf der Bruchstraße; die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten) auf der Acker-, Luisen- und Christophstraße; die Evangelisch-methodistische Kirche auf der Hohenzollernstraße; die Freie Evangelische Gemeinde auf der Bendemannstraße; die Heilsarmee; die Herrnhuter Brüdergemeine in Heerdt; die Jesus-Haus-Gemeinde (Pfingstbewegung) auf der Grafenberger Allee; die Gemeinde der Altkatholiken auf der Aschaffenburger Straße in Reisholz;
Alle diese Gemeinden sowie die katholische, evangelische und orthodoxe Kirche sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) [2]. 1990 und 2001 veranstalteten die Düsseldorfer Freikirchen einen Freikirchentag im Robert-Schumann-Saal und im BUGA-Gelände.
Sonstige Kirchen
Ferner sind in Düsseldorf auch die Neuapostolische Kirche mit fünf Gemeinden in Benrath, Derendorf, Eller, Flingern und Gerresheim; die Christengemeinschaft, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und die Zeugen Jehovas mit mehreren Gemeinden vertreten.
Jüdisch
Die jüdische Gemeinde Düsseldorf ist mit ca. 7.400 Mitgliedern die drittgrößte in Deutschland. Ihre neue Synagoge wurde 1958 gebaut und liegt auf der Zietenstraße im Stadtteil Golzheim. Sie wird rund um die Uhr von der Polizei bewacht. Die alte Synagoge stand auf der Kasernenstraße in der Carlstadt auf dem heutigen Grundstück des Handelsblattverlages. Sie ist den Novemberpogromen 1938 zum Opfer gefallen.
Die Gemeinde als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist gemäß ihrer Satzung eine Einheitsgemeinde. Das bedeutet, dass alle religiösen Richtungen respektiert werden. Die Gottesdienste entsprechen dem orthodoxen Ritus. Rabbiner ist Julien-Chaim Soussan, einer der jüngsten Gemeinderabbiner in Deutschland. 90% der Gemeindemitglieder stammen aus der ehemaligen Sowjetunion. Zur Gemeinde gehören u. a. ein Kindergarten und eine Grundschule, die Yitzhak-Rabin-Schule. Sie ist eine staatlich anerkannte Grundschule und eine jüdische Konfessionsschule, die für die koschere Ernährung der Kinder sorgt. Kürzlich stellte sich in einer landesweiten Vergleichsarbeit heraus, dass die Schule zu den 25 besten Grundschulen des Landes NRW gehört. Die Gemeinde verfügt auch über einen Sportverein (Makkabi), ein Jugendzentrum und einen Friedhof.
Am 27. Juli 2000 gab es einen Sprengstoffanschlag am S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn, bei dem zehn Menschen verletzt wurden. Da sechs von ihnen jüdischen Glaubens waren, ist ein antisemitisches Motiv nicht auszuschließen. Am 2. Oktober 2000 verübten zwei arabischstämmige Jugendliche einen Brandanschlag auf die Düsseldorfer Synagoge. Das Feuer konnte rechtzeitig gelöscht werden, sodass Schlimmeres verhindert wurde.
Buddhistisch
Im linksrheinischen Stadtteil Niederkassel liegt ein buddhistischer Tempel in der Tradition der Jōdo-Shinshū auf dem Grundstück des japanischen Ekō-Hauses. Er ist im japanischen Stil als Betonkonstruktion errichtet und von einem japanischen Garten umgeben. Dem Ekō-Haus sind außerdem ein traditionelles japanisches Haus für Teezeremonien, eine Bibliothek und ein Kindergarten angeschlossen.
Muslimisch
In der Landeshauptstadt gibt es auch eine Reihe muslimischer Gemeinden. Diese bilden jedoch keinen einheitlichen Verband sondern sind gemäß der nationalen Zugehörigkeit ihrer Mitglieder als türkische, iranische, marokkanische etc. Moscheevereine organisiert. Die größte türkische Vereinigung Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. besitzt in Düsseldorf drei Moscheen. Diese befinden sich in Lörick, Eller und Derendorf.
Politik
An der Spitze der Stadt Düsseldorf standen im 13. Jahrhundert die Schöffen, die bis 1806 die oberste und mächtigste Klasse in der Stadtverwaltung darstellten. Seit 1303 ist ein Bürgermeister genannt, der anfangs ein Schöffe war. Daneben gab es ab 1358 auch einen Rat, der sich teilweise in einen Alten und einen Jungen Rat aufteilte. Die Mitglieder wurden entweder auf Lebenszeit gewählt (Alter Rat), oder aber auch jährlich bestimmt (Junger Rat). Als herzoglicher Vertreter war ferner ein Schultheiß in der Verwaltung der Stadt beteiligt, der den Titel „Amtmann“ führte. Etwa seit dem 15. Jahrhundert gab es neben den genannten Gremien auch einen Gemeindeausschuss von 12 Personen („Zwölfer“), der an der Wahl des Bürgermeisters teilnahm und zu wichtigen Beschlussfassungen herangezogen war, eigentlich aber keine wirkliche Bürgerbeteiligung darstellte. Erst in französischer Zeit gab es einen Munizipalrat, ab 1815 einen Gemeinderat mit 30 Mitgliedern. Seit 1856 waren es die „Stadtverordneten“, später Ratsherren, deren Gesamtzahl sich mehrmals veränderte. Die Leitung der Stadt übernahm in französischer Zeit der Maire, der 3 Beigeordnete hatte. Seit preußischer Zeit trug das Stadtoberhaupt den Titel Oberbürgermeister. 1856 wurde die Rheinische Städteordnung eingeführt.
Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und führte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt von den Bürgern gewählt. Bis heute hatte nur Joachim Erwin dieses Amt inne.
Oberbürgermeister/in seit 1815
Oberstadtdirektoren 1946–1999
- 1946–1946: Walter Kolb
- 1946–1964: Dr. Dr. h.c. Walther Hensel
- 1964–1976: Gilbert Just
- 1976–1987: Dipl.-Kfm. Gerd Högener
- 1987–1994: Karl Ranz
- 1994–1999: Dr. Peter Hölz
Stadtrat – Aktuelle Sitzverteilung
| CDU | SPD | GRÜNE | FDP | Die Linke. | REP | GRAUE | LEMMER-Liste | Gesamt | |
| 2004 | 37 | 25 | 10 | 5 | 2 | 1 | 1 | 1 | 82 |
Wappen
Das ursprüngliche Wappen der Stadt Düsseldorf – nur mit dem Anker – ist zugleich mit der Stadterhebung entstanden. Der Anker weist auf die Beziehung der Stadt und ihrer Bürger zur Rheinschifffahrt hin. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts trat neben dieses einfache Wappen ein zweites, das dem seit Mitte des 16. Jahrhunderts auf Anordnung des Landesherrn verwendeten Siegel des Düsseldorfer Schöffenkollegiums nachgebildet war. Es zeigt den Bergischen Löwen, das Wappentier der bergischen Herzöge, der den Anker in seinen Pranken hält. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte dieses aufwändig gestaltete Bild das ältere, einfache Stadtwappen endgültig verdrängt. Nach zahlreichen Abwandlungen im 19. und 20. Jahrhundert befreite der Heraldiker Prof. Otto Hupp das Wappen 1938 von späteren Zutaten und gab ihm die heute gebräuchliche Form: Im silbernen Schilde der aufgerichtete, doppelgeschwänzte, blaugekrönte und -bewehrte rote Löwe der Herzöge von Berg, der einen gesenkten blauen Anker in seinen Pranken hält. Die zugehörige Stadtflagge ist rot-weiß belegt mit dem Wappen.
Für private und geschäftliche Zwecke entstand im Februar 2002 ein Stadtwappen, das von den offiziellen Stadtfarben abweicht und ohne Genehmigung der Stadtverwaltung benutzt werden kann. In dem rot-weiß geteiltem Schild befindet sich ein silberner doppelgeschwänzter, aufgerichteter, silbernbekrönter und bewehrter Löwe mit gesenktem schwarzen Anker in den Pranken.
Städtepartnerschaften
Reading (Vereinigtes Königreich), seit 1947/1988
Chemnitz (Deutschland, Sachsen), seit 1988
Haifa (Israel), seit 1978/1988
Warschau (Polen), seit 1989
Moskau (Russland), seit 1992
Chongqing (China), seit 2004
Freundschaftliche Beziehung gibt es weiterhin zu:
Lillehammer (Norwegen)
Palma de Mallorca (Spanien)
Belgrad (Serbien)
Toulouse (Frankreich)
Chicago (Vereinigte Staaten, Illinois)
Amman (Jordanien)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Die Deutsche Oper am Rhein zeigt an ihren beiden Standorten Düsseldorf und Duisburg Oper, Operette und Ballett.
- Sehr traditionsreich ist das Düsseldorfer Schauspielhaus, das auf theatralische Veranstaltungen im Jahr 1585 zurückgeht. Das Theater liegt am Gustaf-Gründgens-Platz, der nach dem ehemaligen Intendanten benannt ist.
- Die Tonhalle Düsseldorf bietet Konzerte und sonstige musikalische Veranstaltungen aus den Bereichen Klassik, Jazz, Pop und Kabarett.
- Das Forum Freies Theater besteht aus Juta (Jugendtheater) und Kammerspielen und bietet ein breites Spektrum Bühnenkunst.
- Das Kom(m)ödchen ist das älteste Kabarett der Bundesrepublik. Gegründet wurde es 1946 von Kay und Lore Lorentz. Viele bedeutende Kabarettisten wurden dort ausgebildet.
- Das Theater an der Kö, welches vor allem Komödien und moderne Theaterstücke zu bieten hat, wird von der bekannten Theaterfamilie Heinersdorff geführt.
- Die Komödie Düsseldorf ist ein klassisches Boulevardtheater.
- Das Musiktheater Capitol bietet Musicals in seinem Programm.
- Roncalli's Apollo Varieté unterhalb der Rheinkniebrücke am altstädtischen Rheinufer bietet klassisches Varieté-Theater im Stil des frühen 20. Jahrhunderts.
- Eine weitere Bühne Düsseldorfs ist das Savoy-Theater.
- Das Düsseldorfer Marionetten-Theater besteht seit 1956 und befindet sich im Palais Wittgenstein.
- Das Palais Wittgenstein beheimatet neben dem Düsseldorfer Mariottentheater weitere kulturelle Projekte.
- Das Theateratelier Takelgarn bietet Comedy, Kabarett, Figuren- und Kindertheater.
- In Düsseldorf-Flingern befindet sich das Theater FLIN
- Puppentheater an der Helmholtzstraße
- In Oberkassel gibt es das Theater an der Luegallee.
Museen und Ausstellungsinstitute
- Im Norden der Stadt ist das Aquazoo-Löbbecke-Museum ansässig, wo neben Wasserlebewesen auch Weichtiere und geologische Exponate gezeigt werden
- Das Filmmuseum mit angeschlossenem Kino befindet sich in der Carlstadt.
- Im Ehrenhof-Komplex ist das Forum NRW beheimatet, welches Ausstellungen zu verschiedenen Themen befristet zeigt.
- Das Goethe-Museum befindet sich im innenstädtischen Bereich.
- Dem berühmtesten Sohn der Stadt widmet sich das Heinrich Heine-Institut südlich der Altstadt. Es zeigt u. a. Originaldokumente und -schriften von und über Heine sowie seine Totenmaske.
- Das Hetjens-Museum (Deutsches Keramikmuseum) hat seinen Sitz in der Carlstadt und zeigt Keramikprodukte verschiedener Kulturen aus verschiedenen Epochen.
- Die Kunsthalle Düsseldorf befindet sich gegenüber dem K20 am Grabbeplatz.
- Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen – K20 (Grabbeplatz) und K21 (Ständehaus) – hat sich vor allem auf Kunst des 20. und 21. Jahrhundert spezialisiert.
- Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen wurde 1929 gegründet und organisiert seitdem wechselnde Ausstellungen.
- Das museum kunst palast beinhaltet Graphiken, Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen aus allen Stilepochen von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Neben europäischen Exponaten sind weitere Schwerpunkte der Sammlung der Iran und Japan.
- Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf erinnert an die Opfer der Nazi-Herrschaft im 20. Jahrhundert.
- Das Schifffahrt-Museum im Schlossturm befindet sich im Schlossturm am Rheinufer und zeigt Schiffsmodelle aller Epochen.
- Das Senfmuseum beschäftigt sich mit allem, was mit Senf zu tun hat.
- Das Stadtmuseum in der Altstadt hat eine große Ausstellung, die die Entwicklung der Stadt Düsseldorf historisch-chronologisch nachvollzieht.
- Stiftung Schloss und Park Benrath – Museum für Europäische Gartenkunst
- Theatermuseum
- Das KIT (Kunst im Tunnel) befindet sich am Mannesmannufer und ist ein unterirdischer Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst.
Musik
Das bedeutendste Konzerthaus der Landeshauptstadt ist die Tonhalle Düsseldorf mit mehr als 200 Veranstaltungen im Jahr. Die Tonhalle ist auch der Sitz der Düsseldorfer Symphoniker, die als Konzertorchester der Landeshauptstadt und als Opernorchester der Deutschen Oper am Rhein fungieren. Das Konzerthaus, ein ehemaliges Planetarium, wurde im Jahre 2005 aufwändig saniert und weist seither eine ungewöhnlich gute Akustik auf.
1818 gründete sich der Städtische Musikverein zu Düsseldorf und veranstaltete das erste von vielen niederrheinischen Musikfesten, die im 19. Jahrhundert, auch durch die Mitwirkung von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann, beides Musikdirektoren in Düsseldorf, internationale Bedeutung hatten. Der Städtische Musikverein kann auf eine ungebrochene und musikhistorisch außerordentliche Geschichte von 1818 bis heute verweisen und gilt als der musikalische Botschafter der Stadt in allen großen Konzertsälen Deutschlands und Europas.
1995 gründete sich der „Jazz in Düsseldorf e. V.“, welcher im Auftrag des Kulturamtes Jazz-Konzerte und andere Veranstaltungen anbietet.
Ein weiterer bedeutender Klangkörper der Stadt auf dem klassischen Sektor ist der Figuralchor Düsseldorf e. V.
Die Düsseldorf Mundartband Alt Schuss mit ihrem größsten Hit Die Sterne funkele ist die bekannteste im Großraum Düsseldorf. Daneben existiert noch in diesem Musikgenre die Band Halve Hahn. Die Wurzeln der beiden Gruppen liegen im Unterbacher Karneval, wo Die Sterne funkele das Jahresmotto der Session 1997 war.
Auf dem Sektor der Unterhaltungsmusik war Düsseldorf in den 1970er Jahren ein Zentrum der elektronischen Popmusik. International bekannt waren und sind vor allem Kraftwerk, aber auch Neu! und La Düsseldorf.
Anfang der 1980er war Düsseldorf neben Berlin und Hamburg Hochburg der deutschen Punk- und NDW-Musik. Die wichtigsten Bands waren und sind Die Toten Hosen, Male, Deutsch-Amerikanische Freundschaft, Mittagspause, Fehlfarben, Der Plan, KFC, Tommi Stumpff, Die Krupps und Nachzehrer. Marius Müller-Westernhagen ist in Düsseldorf geboren und zur Schule gegangen (Comenius Gymnasium in Oberkassel). In seinem Titel „Mit 18“ wird der Hühner Hugo aus der Düsseldorfer Altstadt genannt. Neben den Toten Hosen gehört er zu den erfolgreichsten und bekanntesten Musikern Düsseldorfer Herkunft.
Der Volkssänger Heino ist im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk geboren und aufgewachsen.
Aber auch eine Reihe, teils international bekannte, 1980er-Jahre-Metal-Bands stammen aus Düsseldorf, so z. B. Warlock (mit Doro Pesch, die ab 1989 solo unter Doro weiter machte), Stormwind und Warrant.
Beispiele für stilmixende Crossover Formationen der Neunziger Jahre sind Jean Park und Superbilk, die es beide zu einem überregionalen, wenn nicht sogar internationalen Bekanntheitsgrad gebracht haben.
Weiters stammt die Oi!-Band Broilers aus Düsseldorf.
Mittlerweile ist es allerdings relativ selten geworden, dass alle Mitglieder einer Musikgruppe in derselben Stadt wohnen. Bekannte Köln-Düsseldorfer Kooperationen sind zum Beispiel Trance Groove oder Mouse on Mars, die beide seit geraumer Zeit versuchen, den heimischen Software-Musikbaukästen Paroli zu bieten. Der bekannte Saxofonist Jan Klare (Das Böse Ding + Autofab) sah Düsseldorf nur als Durchgangsstation an und siedelt jetzt in Münster (Westf.).
Bildende Kunst
Düsseldorf war immer wieder ein wichtiges Zentrum der Malerei. Unter Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz wurde eine Kunstgalerie angelegt, die mit Werken vor allem von Rubens den Kernbestand der heutigen Alten Pinakothek in München bildet.
Im 19. Jahrhundert hatte die Düsseldorfer Malerschule (Oswald Achenbach) wichtigen Einfluss auf die Malerei.
Zu nennen ist auch die Gruppe Das Junge Rheinland, die in der Weimarer Zeit aktiv war.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Joseph Beuys prägend. Auf Grund seines Einflusses galt in den 1970er und 1980er Jahren Düsseldorf als eine „Weltkunsthauptstadt“. Beuys-Schüler haben noch heute großen Einfluss auf Entwicklungen der internationalen Kunstszene. Auch heute noch wirken und wirkten hier, vor allem an der Kunstakademie Düsseldorf, bedeutende Künstler wie Markus Lüpertz und der kürzlich verstorbene Jörg Immendorff. Der Fotograf Bernd Becher, der 1976 eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf übernahm, bildete zusammen mit seiner Frau Hilla Becher viele fotografische Persönlichkeiten aus, die heute aus internationaler Sicht herausragende Vertreter der deutschen Fotografie sind. Dazu gehören Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Thomas Ruff, Jörg Sasse und Thomas Struth.
Vor allem der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts widmen sich einige Museen in Düsseldorf (siehe Abschnitt Museen und Ausstellungsinstitute).
Bauwerke und Architektur
Die umsatzstärkste Geschäftsstraße und eine der bedeutendsten Einkaufsstraßen Deutschlands ist die Schadowstraße. Wegen ihrer städtebaulichen Anlage und ihrer exklusiven Läden bekannter ist allerdings die Königsallee, kurz „die Kö“. In ihrer Mitte verläuft der Stadtgraben, an dessen Nordende sich als Wahrzeichen der Kö die Tritonengruppe, ein Brunnen aus dem Jahre 1902, befindet.
In der Altstadt findet man alte Häuser, die unter Denkmalschutz stehen. Weitere erhaltene historische Ortskerne können die Stadtteile Kaiserswerth und Gerresheim vorweisen. Der dörfliche Charakter der Ortskerne von Angermund, Kalkum, Oberlörick, Heerdt, Hamm, Himmelgeist und Urdenbach ist weitgehend erhalten geblieben.
Wie im Rheinland insgesamt charakteristisch findet man in Düsseldorf neben einigen architektonischen Highlights auch zahlreiche Bausünden aus den 1950er-1970er Jahren. Baulücken wurden insbesondere in den Gründerzeit-Vierteln nicht stilgerecht genutzt, sondern mit Mietshäusern einfacher Ausstattung gefüllt. Blinde Bäder und Küchen sowie zu groß geratene sog. Wohnküchen gehören zu dem charakteristischen Planungsfehlern dieser Baujahre. Heute resultiert daraus ein hoher Anteil an stark renovierungsbedürftigen Wohnungen und eine allgemeine Knappheit an zeitgemäßen und hochwertigen Wohnungen im Stadtkern.
Nachfolgend werden die bedeutendsten Bauwerke der Stadt (chronologisch nach Baujahren) genannt.
Burgen und Schlösser
- Ruine der Kaiserpfalz Kaiserswerth, 11. Jahrhundert, vermutlich 1193 zur Festung ausgebaut, 1702 von französischen Truppen im spanischen Erbfolgekrieg zerstört
- Schlossturm des Düsseldorfer Schlosses, eines der Wahrzeichen der Stadt, 13. bis 16. Jahrhundert, 1845 von dem Düsseldorfer Architekten Rudolf Wiegmann im Stil der italienischen Neorenaissance umgebaut. Der Turm ist der Rest des Düsseldorfer Schlosses, das durch Brand im Jahr 1872 zerstört wurde.
- Burg Angermund, erbaut 14. Jh.
- Schloss Eller, erbaut 14. Jh., 1826 und 1902
- Schloss Benrath, erbaut 1755 bis 1773, Architekt Nicolas de Pigage
- Schloss Kalkum, erstmals erwähnt im 9. Jahrhundert, 1810 bis 1819 umgebaut
- Schloss Mickeln, Himmelgeist, erbaut 1843
- Schloss Jägerhof, erbaut 1752 bis 1763, Architekt Johann Joseph Couven, heute Goethe-Museum
- Schloss Garath, 16. bis 18. Jahrhundert, spätere Umbauten
- Schloss Heltorf in Angermund, 11. Ja