Düsseldorf

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Düsseldorf (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Düsseldorf
Düsseldorf
Deutschlandkarte, Position der Stadt Düsseldorf hervorgehoben
51.2255555555566.782777777777838Koordinaten: 51° 14′ N, 6° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 217,41 km²
Einwohner: 598.686 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 2754 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 40210–40629
Vorwahlen: 0211,
0203 (Ortsnetz Duisburg),
02104 (Ortsnetz Mettmann)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: D
Gemeindeschlüssel: 05 1 11 000
Stadtgliederung: 10 Stadtbezirke
mit 50 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 2
40213 Düsseldorf
Webpräsenz: duesseldorf.de
Oberbürgermeister: Thomas Geisel[2] (SPD)
Lage der Landeshauptstadt Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen und im Regierungsbezirk Düsseldorf
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild

Düsseldorf?/i ist die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen und mit rund 600.000 Einwohnern nach Köln die zweitgrößte Stadt des Landes, sowie Behördensitz des gleichnamigen Regierungsbezirkes mit rund fünf Millionen Einwohnern.

Sie liegt am Rhein, in der Mitte der Metropolregion Rhein-Ruhr mit ihren rund zehn Millionen Einwohnern und im Kern des zentralen europäischen Wirtschaftsraumes. Neben Frankfurt am Main, Berlin, Hamburg und München zählt die Stadt zu den fünf wichtigsten, international stark verflochtenen Wirtschaftszentren Deutschlands.[3][4][5][6] Düsseldorf ist Messestadt und Sitz vieler börsennotierter Unternehmen, darunter der am DAX notierten Konzerne E.ON und Henkel. Zudem ist sie der umsatzstärkste deutsche Standort für Wirtschaftsprüfung sowie Unternehmens- und Rechtsberatung,[7][8] Werbung[9] und Kleidermode[10] sowie ein wichtiger Banken- und Börsenplatz.[11]

Düsseldorf besitzt mehrere Rheinhäfen. Sein Flughafen ist das interkontinentale Drehkreuz Nordrhein-Westfalens. Die Stadt ist des Weiteren Sitz von 22 Hochschulen, darunter der renommierten Kunstakademie und der Heinrich-Heine-Universität.[12] Überregionale Bekanntheit genießt Düsseldorf außerdem durch seinen Einkaufsboulevard Königsallee, die Altstadt, den hiesigen Karneval sowie den Fußballverein Fortuna Düsseldorf und den Eishockeyverein Düsseldorfer EG. Weitere Anziehungspunkte sind zahlreiche Museen und Galerien sowie die Rheinuferpromenade. Bemerkenswert ist die große Anzahl ostasiatischer und arabischer Einwohner, darunter die japanische und marokkanische Gemeinde.[13] In nationalen und internationalen Städtevergleichen erreicht Düsseldorf regelmäßig gute bis sehr gute Ergebnisse, insbesondere unter dem Kriterium Lebensqualität (siehe Mercer-Studie, Platz 6 weltweit).

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Räumliche Lage[Bearbeiten]

Siedlungsstruktur Nordrhein-Westfalens, zentral gelegen der Ballungsraum Rhein-Ruhr mit Düsseldorf im Zentrum

Düsseldorf liegt im mittleren Teil des Niederrheinischen Tieflands – überwiegend am rechten Ufer des Rheins auf einer von zahlreichen Rheinarmen durchzogenen Niederterrassenfläche an der Mündung des namensgebenden Flüsschens Düssel. Lediglich die Stadtteile Oberkassel, Niederkassel, Heerdt und Lörick liegen am linken Rheinufer.

Die Stadt ist Teil der prosperierenden Rheinschiene und grenzt südwestlich an das Ruhrgebiet. Sie liegt damit im Herzen der Metropolregion Rhein-Ruhr sowie im Übergangsbereich zwischen dem Niederrhein und dem Bergischen Land, zu dem die Stadt, historisch betrachtet, gehört. Die Metropolregion Rhein-Ruhr ist eine Wirtschaftsregion und ein städtischer Ballungsraum im Westen Deutschlands. Sie zählt zu den größten Verdichtungsräumen innerhalb der europäischen Megalopolis und ist der größte in Deutschland. In den 20 kreisfreien Städten und 10 Kreisen der Region leben rund 11 Millionen Einwohner auf knapp 10.000 km² (Stand 2005). Allein in einem Umkreis von 50 Kilometern um Düsseldorf leben etwa neun Millionen Menschen.

Die zentrale Lage im größten Ballungsraum Deutschlands, die Hauptstadtfunktion für das bevölkerungsreiche Bundesland Nordrhein-Westfalen, die Vielzahl bedeutender Unternehmen sowie die ausbaufähige Ausstattung mit Infrastrukturen[14] und Angeboten aller Art verschaffen der Stadt große Fühlungs- und Agglomerationsvorteile,[15] die ihr Wachstum und die Entstehung innovativer Milieus erheblich begünstigen. Eine Reihe von Agglomerationsnachteilen, etwa ein häufig kollabierendes Verkehrsnetz, ein extrem belastendes Stadtklima oder Immobilienpreise auf europäischem Spitzenniveau, bleiben der Stadt andererseits erspart, weil sie selbst keine Millionenstadt ist, einem polyzentrischen Städtenetz angehört und weil landschaftliche Freiräume sowie Erholungsgebiete sie allseits nah umgeben.

Die Lage am Rhein gibt der Stadt die Möglichkeit, mit ihrer Skyline das Stadtbild im Kontrast zum Fluss, der aufgrund seiner Größe einen weitläufigen Landschaftsraum bildet, imposant zu inszenieren und beides zu einer einprägsamen Stadtlandschaft zu verschmelzen.

Der höchstgelegene Punkt im Stadtgebiet, der Sandberg im Stadtteil Hubbelrath, misst 165 m, der niedrigste Punkt, die Mündung des Schwarzbachs in den Rhein bei Wittlaer, 28 m ü. NN.[16]

Der geografische Mittelpunkt Düsseldorfs befindet sich im Düsseltal, der Punkt ist mit einer Bronzetafel gekennzeichnet.

Düsseldorf liegt im Zentrum der Zone der Mitteleuropäischen Zeit.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima des Düsseldorfer Raumes ist durch die reliefbedingte Öffnung in Richtung Nordsee ozeanisch geprägt. Überwiegend westliche Windströmungen tragen feuchte Luftmassen heran. Die Folgen sind milde, schneearme Winter und mäßig warme und feuchte Sommer. Insgesamt ist die Witterung wechselhaft. So gibt es in der Stadt bei einer Jahresmitteltemperatur von 10,6 °C im Mittel rund 800 mm Niederschlag. Der Raum Düsseldorf gehört zu den Gebieten mit den mildesten Wintern in Deutschland. Im Durchschnitt fällt lediglich an elf Tagen im Jahr Schnee. Mit rund 1550 Sonnenstunden nimmt Düsseldorf in der Liste der sonnenscheinreichen Städte in Deutschland einen der hinteren Plätze ein. Das milde Klima ermöglicht es, dass selbst exotische Pflanzen wie Hanfpalmen und Yuccas im Freien gedeihen.

Düsseldorf 1990-2013
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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6
2
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: http://www.weatheronline.de/weather/maps/city?LANG=de&PLZ=_____&PLZN=_____&WMO=10400&CONT=dldl&R=160&LEVEL=162&REGION=0001&LAND=DL&MOD=tab&ART=SON&NOREGION=0&FMM=1&FYY=1990&LMM=12&LYY=2013
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Düsseldorf 1990-2013
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5,5 6,9 10,9 15,2 19,4 22,1 24,3 24,0 19,8 15,0 9,5 5,7 Ø 14,9
Min. Temperatur (°C) 1,2 1,3 3,3 5,5 9,3 12,0 14,4 14,1 11,2 8,1 4,6 1,7 Ø 7,3
Temperatur (°C) 3,4 4,1 7,1 10,4 14,3 17,0 19,3 19,0 15,5 11,5 7,0 3,7 Ø 11,1
Niederschlag (mm) 61,1 55,7 54,6 50,8 57,6 71,5 77,0 74,5 100,5 65,3 66,1 71,1 Σ 805,8
Sonnenstunden (h/d) 1,8 2,3 3,9 5,4 6,4 6,6 6,5 6,1 4,8 3,7 1,9 1,5 Ø 4,3
Regentage (d) 17,3 15,5 15,9 13,1 13,4 13,9 14,5 13,5 14,2 14,7 17,3 18,5 Σ 181,8
Luftfeuchtigkeit (%) 82 77 75 70 67 70 69 70 76 78 81 82 Ø 74,7
T
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6,9
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3,3
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9,3
22,1
12,0
24,3
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24,0
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11,2
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5,7
1,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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71,5
77,0
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100,5
65,3
66,1
71,1
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Stadtgebiet[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet Düsseldorfs besteht aus zehn Stadtbezirken, die in 50 Stadtteile unterteilt sind. In jedem Stadtbezirk gibt es eine Bezirksvertretung mit 19 Mitgliedern unter Vorsitz eines Bezirksvorstehers. Die Bezirksvertretungen sind zu wichtigen, den Stadtbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören und werden bei jeder Kommunalwahl neu gewählt.

Die Stadtbezirke mit ihren zugehörigen Stadtteilen

Karte der Stadtbezirke und Stadtteile von Düsseldorf

Im Gegensatz zu anderen nordrhein-westfälischen Großstädten haben die Stadtbezirke in Düsseldorf keine eigenen Namen, sondern sind von 1 bis 10 durchnummeriert. Die meisten Einwohner hat der Stadtbezirk 3 mit ca. 109.000 Einwohnern,[17] mit Bilk (rund 37.000 Menschen leben dort) liegt auch der einwohnerreichste Stadtteil im Stadtbezirk 3.[18] Die geringste Bevölkerung hat dagegen der Stadtbezirk 10 mit etwa 25.000 Bewohnern,[19] bei den Stadtteilen weist der Hafen mit 123 Einwohnern die kleinste Bevölkerungszahl auf.[20]

Die Stadtbezirke und Stadtteile sind im Einzelnen:

Weitere Informationen zum Thema befinden sich in der Liste der Stadtbezirke von Düsseldorf und der Liste der Stadtteile von Düsseldorf.

Nachbarstädte[Bearbeiten]

Die Stadt Düsseldorf grenzt im Norden an die kreisfreie Stadt Duisburg und an die Stadt Ratingen, im Osten an die Städte Mettmann, Erkrath und Hilden, im Süden an die Städte Langenfeld (Rheinland) und Monheim am Rhein (alle Kreis Mettmann) sowie im Westen an die Städte Dormagen, Neuss und Meerbusch (alle Rhein-Kreis Neuss).

Geschichte[Bearbeiten]

Von den Anfängen bis zur frühneuzeitlichen Stadt[Bearbeiten]

Fußturnier auf dem Marktplatz, 1585

Die mittelalterliche Stadt Düsseldorf wurde im 12./13. Jahrhundert zwar in der Nähe von frühmittelalterlichen Altsiedlungen gegründet, ging aber als Neugründung – ähnlich wie beispielsweise auch in Alpen oder Kalkar – nicht unmittelbar aus einer dieser Altsiedlungen hervor.[21] Die Siedlung trug ihren Namen nach dem kleinen Fluss Düssel, der südlich der Straße Altestadt in den Rhein mündete. Der Name Düssel entstand wahrscheinlich aus dem germanischen Begriff thusila und bedeutet die Rauschende. Die Landschaft, in der Düsseldorf gegründet wurde, war vor der Entstehung der Grafschaft Berg der Keldachgau, ein Herrschaftsgebiet der Ezzonen.

Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp in einer Schreinskarte kann nicht sicher datiert werden und stammt frühestens aus dem Jahr 1135.[22][23] Am 5. Juni 1288 fand die Schlacht von Worringen statt, in deren Folge Graf Adolf V. von Berg Düsseldorf am 14. August 1288 die Stadtrechte verlieh.[24][25] Die nur 3,8 Hektar große Stadt war bereits früh ein mit einer Stadtmauer und einem Graben gesicherter Ort, der die Westgrenze der Grafschaft Berg markierte.[26][27] 1363 findet sich eine Erwähnung in der Bergischen Ämterverfassung für den Anschluss an die Grafschaft Berg.

1380 wurde Graf Wilhelm II. von König Wenzel in den Reichsfürstenstand erhoben. Noch im selben Jahr beschloss der neue Herzog zum Ausdruck seiner reichspolitischen Funktion und Stellung, die relativ abgelegene Burg an der Wupper als Regierungssitz aufzugeben und das am Rhein gelegene Düsseldorf zur neuen Residenz zu entwickeln.[28] Für die geplante bergische Hauptstadt Düsseldorf wurde erstmals 1382 eine Burg urkundlich erwähnt,[29] die in den folgenden Jahrhunderten zum Düsseldorfer Residenzschloss ausgebaut wurde. Seit 1386 residierten der Herzog und seine Gemahlin Anna dort. Zwischen 1384 und 1394 wurde die Stadt erheblich erweitert;[30] der Bau der backsteingotischen Hallenkirche St. Lambertus und ihre reichhaltige Ausstattung mit Reliquien und Pfründen datieren in dieser Zeit. Durch geschickte Heiratspolitik vereinigten die Herzöge von Berg die Herzogtümer Jülich und Kleve mit dem ihren zum gemeinsamen Herzogtum Jülich-Kleve-Berg. In den Jahren 1538 bis 1543 war Düsseldorf die Hauptstadt eines Verbundes von Territorialstaaten, der neben Jülich-Kleve-Berg auch das Herzogtum Geldern, die Grafschaften Mark, Ravensberg und Zutphen sowie die Herrschaft Ravenstein umfasste. Insbesondere unter Wilhelm dem Reichen wurde die Region zu einem Zentrum humanistischer Wissenschaft und liberaler Katholizität.[31] Gegenüber Juden setzte sich unter seiner Herrschaft mit der Polizeiverordnung von 1554, die die Ausweisung aller Juden verlangte, allerdings eine antijudaische Linie durch. 1585 wurde bei der Vermählung des Erbprinzen Johann Wilhelm mit der Markgräfin Jakobe von Baden die wohl prunkvollste dokumentierte Hochzeit des 16. Jahrhunderts ausgerichtet.[32][33] Unter dem Titel Orpheus und Amphion kam dabei zum ersten Mal ein opernartiges theatralisches Schauspiel mit Gesang und Musik zur Aufführung.[34] Wilhelm der Reiche sorgte für den Wiederaufbau und Ausbau des Düsseldorfer Schlosses durch den Renaissance-Baumeister Alessandro Pasqualini. Nach dem Aussterben des jülich-bergisch-klevischen Regentenstammes 1609 und während eines Erbfolgestreits zwischen Brandenburg und Pfalz-Neuburg[35][36] besetzte der spanische General Ambrosio Spinola als kaiserlicher Kommissar 1614 die Stadt.

Bergische Residenz- und Landeshauptstadt[Bearbeiten]

Idealisierte Stadtansicht von Matthäus Merian um 1647

Nach der Beilegung des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits gehörte Düsseldorf mit dem Herzogtum Jülich-Berg zum damals zunächst noch protestantischen Haus Pfalz-Neuburg[37], einem Zweig des Adelsgeschlechtes der Wittelsbacher. In der ersten Phase der pfälzischen Herrschaft kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen katholisch, lutherisch und reformiert geprägten Beamten bei Hofe und in der Stadt.[38] Unter dem Einfluss seiner Frau, Magdalene von Bayern, konvertierte Erbprinz Wolfgang Wilhelm 1613 zum Katholizismus,[39] wodurch er sich in den politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit die Unterstützung der Katholischen Liga sichern konnte. Mit der Übernahme der Pfalzgrafen- und Herzogswürde im Jahre 1614 führte die Konversion Wolfgang Wilhelms in seinen Territorien zu einer Repression der protestantischen Konfessionen und zu einer Begünstigung der römisch-katholischen Kultur. Bei der nun einsetzenden Gegenreformation hatten die bei Hofe verkehrenden Jesuiten eine Schlüsselrolle.[40]

Johann Wilhelm von der Pfalz, von den Niederfränkisch sprechenden Düsseldorfern „Jan Wellem“ genannt, schon als pfälzischer Erbprinz seit 1679 Regent von Jülich-Berg, seit 1690 schließlich Kurfürst von der Pfalz sowie Herzog von Jülich-Berg, hielt auch als Souverän an Düsseldorf als Hauptresidenz fest, zumal die frühere kurfürstliche Hauptresidenz in Heidelberg durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört worden war.[41] In der Regierungszeit Johann Wilhelms erfuhr Düsseldorf durch die Präsenz des glanzvollen Hofes eine beachtliche wirtschaftliche, kulturelle und städtebauliche Entwicklung, die sich unter Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz fortsetzte, der Schlösser, Sammlungen, Institute gründete und die Carlstadt anlegen ließ. Herausragend und berühmt war die noch von Johann Wilhelm gegründete, unter Karl Theodor ebenfalls geförderte Gemäldegalerie. Allerdings hatte Düsseldorf den Status einer kurfürstlichen Hauptresidenz schon seit 1718 wieder an Heidelberg verloren. 1720 ging diese Funktion dann an Mannheim und 1778 an München über, von wo aus Karl Theodor die Territorien Kurpfalz-Bayern und Jülich-Berg regierte.[42] Eine weitere kurze Blüte der Stadt erfolgte unter dem kurfürstlichen Statthalter Johann Ludwig Franz Graf von Goltstein.[43]

Seit 1732 weiter neuzeitlich befestigt, wurde die Stadt im Siebenjährigen Krieg 1757 von den Franzosen besetzt und nach der Schlacht bei Krefeld 1758 von Herzog Ferdinand von Braunschweig durch Kapitulation eingenommen, jedoch bald wieder verlassen.[44] Im Zuge der durch die Französische Revolution entfesselten Koalitionskriege kapitulierte Düsseldorf im Jahre 1795 der französischen Revolutionsarmee[45] und blieb unter französischer Besetzung, bis es im Frieden von Lunéville 1801 an Kurpfalz-Bayern zurückgegeben wurde.[46][47]

Stadtplan Düsseldorfs aus dem Jahr 1809: Umgestaltung der früheren Stadtbefestigung durch Anlage von Englischen Gärten, Alleen und Promenaden

Daraufhin erfolgte die vertraglich bedingte Schleifung der Festungswerke.[48] Doch bereits infolge eines Gebietstausches, der in dem Vertrag von Schönbrunn und im Vertrag von Brünn zwischen Kurpfalz-Bayern, Preußen und Frankreich festgelegt worden war, gelangte die Stadt ab 1806 wieder unter französischen Einfluss und wurde Landeshauptstadt des Großherzogtums Berg, das auf der Grundlage der Rheinbundakte als souveräner, mit Frankreich alliierter Staat aus dem Heiligen Römischen Reich ausschied und faktisch bis Ende 1813 bestand.[47] Großherzöge waren Joachim Murat bis 1808, sodann Napoleon selbst, schließlich ab 1809 unter Napoleons Regentschaft sein minderjähriger Neffe Napoléon Louis Bonaparte.[49] Unter der neuen Regierung hielten bedeutende soziale und administrative Reformen Einzug. 1810 führte Napoleon den bergischen Code civil ein, der unter anderem den von Heinrich Heine begrüßten Durchbruch in Richtung einer Gleichstellung der Juden mit sich brachte.[50] Anspruchsvolle Maßnahmen zur städtebaulichen Erneuerung und Verschönerung Düsseldorfs wurden vollzogen, insbesondere nach Entwürfen des Landschaftsarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe. So pflanzte man die Neue Allee, die spätere Königsallee, und bepflanzte den Boulevard Napoléon, die spätere Heinrich-Heine-Allee erstmals als elegante Esplanaden; der Hofgarten erfuhr einen weiteren Ausbau zu einem Englischen Landschaftsgarten.[51][52] Gleichwohl war das Großherzogtum für Frankreich im Rahmen seiner imperialistischen Expansion letztlich nur als Satelliten- und Pufferstaat sowie als Ressource für Finanzeinnahmen und Truppenaushebungen von Relevanz. Zudem geriet das Großherzogtum zunehmend in eine schwere Wirtschaftskrise, weil die französischen Zölle, die im Zuge der Kontinentalsperre an seinen westlichen und nördlichen Staatsgrenzen erhoben wurden, es von wichtigen Marktgebieten abschnitten.[53] Die Wende brachte die Völkerschlacht bei Leipzig, in deren Folge die französischen Truppen und Spitzenbeamten das Großherzogtum Berg verließen.

Preußische Provinzstadt und Industrialisierung[Bearbeiten]

Das von den Franzosen verlassene Großherzogtum Berg wurde ab Ende 1813 von Truppen des Königreichs Preußen besetzt und von preußischen Beamten als Generalgouvernement Berg interimistisch verwaltet.[54] Auf der Grundlage der Neuordnung Europas, die in den Jahren 1814 bis 1815 auf dem Wiener Kongress verhandelt worden war, nahm der preußische König Friedrich Wilhelm III. das Territorium und dessen Hauptstadt Düsseldorf am 5. April 1815 schließlich in Besitz. Rechtlich gehörte es ab dem 21. April 1815 zu Preußen.[55] Düsseldorf wurde 1816 Sitz des Landkreises Düsseldorf. Düsseldorf selbst war dabei aber zunächst kreisfreie Stadt, doch schon 1820 wurde die Stadt in den Landkreis Düsseldorf eingegliedert. Am 22. April 1816 nahm die Bezirksregierung Düsseldorf ihre Arbeit auf. Mit der Schaffung der Rheinprovinz wurde Düsseldorf 1822 Sitz eines Landeshauptmanns und 1823 Sitz eines Provinziallandtags.

Durch die Eingliederung in Preußen hatte Düsseldorf nach über 400 Jahren den Status einer Landeshauptstadt und damit sämtliche Behörden der Landesregierung verloren.[56] Düsseldorf war somit nur noch der Mittelpunkt einer Provinz und eine Beamtenstadt, nach Schleifung der Festungswerke von einem geschlossenen Ring ausgedehnter Parks umgeben, dem sich eine erste Stadterweiterung im klassizistischen Stil anschloss. Nach zeitgenössischen Beschreibungen bot die Stadt in der Zeit des Biedermeier insgesamt ein vergleichsweise harmonisches Stadtbild, bemerkte doch etwa Carl Julius Weber: „Das heitere Düsseldorf gefällt doppelt, wenn man aus dem finsteren Cöln herkommt.“[57] Allerdings war die politische und administrative Bedeutung der Stadt aufgrund des Verlustes der Hauptstadtfunktion nicht so hoch wie der Rang des geistigen und künstlerischen Lebens in jener Zeit, aus der Düsseldorfs Ruf als Kunst- und Gartenstadt stammt. In der Zeit des Vormärz und der Deutschen Revolution waren die in der Stadt vertretenen bürgerlichen Milieus mit den Persönlichkeiten Lorenz Cantador, Ferdinand Freiligrath, Ferdinand Lassalle und Hugo Wesendonck ein Brennpunkt der sich formierenden demokratischen und Arbeiterbewegung.

Stich von Düsseldorf um 1850 mit Darstellung der seit 1839 bestehenden Schiffbrücke

Ab Mitte der 1830er Jahre erfasste der durch die Industrialisierung ausgelöste gesellschaftliche und wirtschaftliche Umbruch die kleine preußische Provinzstadt. Die Ablösung des Kölner Stapelrechts durch die Mainzer Akte (1831),[58] die Dampfschifffahrt auf dem zunehmend regulierten Rhein, die Einrichtung eines Freihafens (1831) sowie die Anlage der ersten westdeutschen Eisenbahnstrecken (1838)[59] schufen die Voraussetzungen für die Entwicklung Düsseldorfs zur Industriestadt. Die zwischen Rotterdam und Mannheim verkehrende Dampfschiffahrts-Gesellschaft für den Nieder- und Mittelrhein wurde 1836 in Düsseldorf gegründet. 1837 fand die erste Gewerbeausstellung in der Flinger Straße statt, die Grundlage für die spätere Entwicklung zur Messestadt. Ab 1850 siedelten sich die ersten Stahlwerke unter anderem in Oberbilk an. Es folgten zahlreiche weitere Industriebetriebe wie beispielsweise die Gerresheimer Glashütte. Allerdings dominierte bis 1870 noch das Textilgewerbe.[60] Eine Berufsfeuerwehr hat Düsseldorf seit 1872.[61]

Düsseldorf am Rhein vor 1898

1872 wurde Düsseldorf erneut kreisfrei. Um 1880 bestand es aus sechs Stadtteilen: der Altstadt (dem ursprünglichen Düsseldorf) mit engen und unregelmäßigen Straßen sowie den beiden Mündungen der nördlichen und der südlichen Düssel, der Carlstadt an der Südseite der Altstadt (1767 angelegt), der in einiger Entfernung liegenden Neustadt, die 1690–1716 erbaut wurde, der Friedrichstadt am Südostende, der Königstadt und schließlich Pempelfort im Norden und Nordosten.[62] 1880 fand in Düsseldorf die Rheinisch-Westphälische Gewerbeausstellung statt, die über eine Million Besucher anzog[63][64] und der Stadt weitere Wachstumsimpulse gab. Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1880 lebten in der Stadt auf 49 Quadratkilometern Fläche 95.458 Menschen. Die verkehrsgünstig und wirtschaftsgeografisch zentral gelegene preußische Stadt, die 50 Jahre zuvor aus politischer und wirtschaftlicher Sicht nur wenig Bedeutendes vorzuweisen hatte, stand dank fortschreitender Industrialisierung, ausgebauter Verkehrsinfrastrukturen, rasanten Bevölkerungswachstums und des Fortfalls von Zollschranken, der sich mit der Verwirklichung des Deutschen Zollvereins ab 1834 ergeben hatte, an der Schwelle der Entwicklung zu einer der bedeutenden Groß- und Industriestädte des 1871 gegründeten Nationalstaats Deutsches Reich, dessen bundesstaatlicher Rahmen das Königreich Preußen nunmehr als einen Gliedstaat umfasste. In der Zeit von 1880 bis 1900 stieg die Bevölkerung auf mehr als das Doppelte an, 215.000 Einwohner.[62][65]

Aufstieg zur Wirtschaftsmetropole und Niedergang[Bearbeiten]

Rheinpromenade Düsseldorf um 1909, im Hintergrund die 1898 eröffnete Oberkasseler Brücke

An der Wende zum 20. Jahrhundert war Düsseldorf eine geschäftige und aufstrebende Industriestadt. 1902 wurde eine große Gewerbe-, Industrie- und Kunstausstellung mit über 2500 Ausstellern auf einem 70 Hektar großen Gelände am Rheinufer organisiert, die weltweit Beachtung fand.[66] Eine gute Finanzverfassung, niedrige Steuern und städtebauliche Anreize zogen vermögende Leute und Unternehmen aus dem ganzen Reich an. Dank der Konzentration von Verwaltungen und unternehmensnahen Dienstleistungen sowie dank der Ansiedlung einer Börse, großer Bankhäuser und einer Reihe wichtiger Zusammenschlüsse der Industrie etablierte sich die Stadt schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“. 1909 wurde ein Zeppelinflugfeld auf der Golzheimer Heide eingerichtet. Im gleichen Jahr erfolgten die ersten großen Eingemeindungen seit dem Mittelalter. Dadurch wuchs die Stadt um 62,5 km² und erreichte mit einem Zuwachs von rund 63.000 Einwohnern eine Gesamteinwohnerzahl von 345.000. Ihren neuen Zuschnitt nahm die Stadt zum Anlass, im August 1910 eine Internationale Städtebau-Ausstellung abzuhalten, zu deren Gelingen neben deutschen Großstädten auch Chicago, Boston,[67] London, Zürich, Kopenhagen, Stockholm und Helsinki stadtplanerische Exponate beitrugen.[68] In der 1912 folgenden Städte-Ausstellung Düsseldorf für Rheinland, Westfalen und benachbarte Gebiete wurden Pläne für die „Millionenstadt Düsseldorf“ vorgestellt.[69][70][71] Der US-amerikanische Publizist und Reformer Frederic C. Howe pries Düsseldorfs Stadtentwicklung als vorbildlich. Das Wachstum der Stadt schien den Zeitgenossen unaufhaltsam zu sein. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges traf Düsseldorf vollkommen unvorbereitet.

Am 31. Juli 1914 übernahm das Militär die Exekutive und am folgenden Tag wurde die allgemeine Mobilmachung verkündet. Schon bald veränderte sich das Leben in der Stadt merklich. Die Düsseldorfer Industrie stellte auf Kriegsproduktion um und wurde eine der größten Waffenschmieden des Reiches.[42] Die Stadt wandelte sich zu einem Nachschubzentrum und Lazarettstandort. 1915 waren 46.000 Reservisten in Düsseldorf stationiert, 1917 gab es rund 8000 Lazarettbetten.[72] Durch den wirtschaftlichen Niedergang sank der Hafenumschlag auf unter 30 % des Vorkriegsniveaus. Die Geburtenzahlen verringerten sich um 42 %; es herrschte Mangel an Lebensmitteln und Kleidung; die Sterberaten stiegen massiv an; über 10.000 Soldaten kehrten nicht mehr zurück. Im Juni 1917 kam es wegen des Hungers in der Bevölkerung zu Protesten und zu Plünderungen von Läden.[42] Mehrfach wurde der Belagerungszustand verkündet.[73]

Am 8. November 1918 trugen aus Köln kommende Matrosen die Novemberrevolution in die Stadt. Es bildete sich ein provisorischer Arbeiter- und Soldatenrat, der in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung zunächst die öffentliche Ordnung aufrechterhalten konnte. Infolge des Waffenstillstandes von Compiègne, der Beendigung des Ersten Weltkrieges, besetzten am 4. Dezember 1918 belgische Truppen die linksrheinischen Stadtteile.[74] Himmelgeist und das damals noch selbständige Benrath waren britisch besetzt. Der Rest der Stadt lag in der entmilitarisierten Zone entsprechend Artikel 42, 43 des Versailler Vertrages. Die Soldaten schieden formell aus dem Arbeiter- und Soldatenrat aus, der Arbeiterrat formierte sich neu.

Das in den 1920er Jahren erbaute Wilhelm-Marx-Haus war das erste Hochhaus Westdeutschlands

Vom 7. bis zum 9. Januar 1919 übernahm nach Streiks, Besetzung von Zeitungsredaktionen und einer Massendemonstration gegen die Regierung Ebert-Scheidemann ein Vollzugsrat des Arbeiterrates aus Mitgliedern des Spartakusbundes und linken USPDlern die Macht. Ziel dieser Gruppen war eine Revolution nach russischem Vorbild. Der Hauptbahnhof, das Polizeipräsidium und das Fernsprechamt wurden besetzt. Aus dem Gefängnis Ulmer Höh wurden rund 150 Insassen befreit. Oberbürgermeister Oehler, Regierungspräsident Kruse und einige andere Personen des öffentlichen Lebens konnten sich ins belgisch besetzte Oberkassel retten, andere angesehene Bürger wurden als Geiseln genommen. Aus Protest legten am 10. Januar die städtischen Beamten die Arbeit nieder. Ein Vollzugsrat des Arbeiterrates erklärte die Einsetzung Karl Schmidtchens als Oberbürgermeister. Es kam zu Streiks und blutigen Zusammenstößen mit zahlreichen Toten und Schwerverletzten in der Graf-Adolf-Straße. Nach fünf Wochen, am 28. Februar 1919, wurde die Stadt vom Freikorps Lichtschlag erobert und der Vollzugsrat abgesetzt.[75] Dennoch kam es bis Mitte April 1919 immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Spartakisten und den reaktionären Freikorpstruppen,[76] insbesondere während der Generalstreiksbewegung an der Ruhr vom 8. bis zum 13. April. Heftig umkämpft war der Stadtteil Oberbilk, der nur mit Artillerieunterstützung erobert werden konnte.[77] Bis 1933 blieb Düsseldorf in weiten Teilen dennoch eine „rote Stadt“ in Preußen, das 1918 durch den Sturz der Hohenzollern-Monarchie als Freistaat Preußen eine Republik im Deutschen Reich geworden war.

Am 8. März 1921 rückten gegen Mittag französische und belgische Truppen in Düsseldorf und anderen Ruhrgebietsstädten ein und besetzten sie.[78] Hintergrund war die Weigerung der Reichsregierung, Reparationszahlungen aus dem Versailler Vertrag in Höhe von 269 Milliarden Goldmark anzuerkennen. Zwei Jahre später begannen die Franzosen von ihren Brückenköpfen Duisburg und Düsseldorf aus mit der Besetzung des Ruhrgebiets. Mit Annahme des Dawes-Plans am 1. September 1925 durch die deutsche Regierung endete die Besetzung. Aus diesem Anlass kam Reichspräsident Paul von Hindenburg nach Düsseldorf und hielt im Rheinstadion vor rund 50.000 Zuhörern eine patriotische Rede.

1926 fand mit der GeSoLei die mit 7,5 Millionen Besuchern größte Messe der Weimarer Republik im und am dafür konzipierten Ehrenhof statt.

1929 ging der Landkreis Düsseldorf größtenteils im neuen Landkreis Düsseldorf-Mettmann auf, der nördliche Teil wurde den Städten Duisburg und Mülheim zugeschlagen. Düsseldorf-Mettmann wurde bei der Kreisreform 1975 in Kreis Mettmann umbenannt.

Am 13. April 1931 begann in Düsseldorf der Strafprozess zu einem der spektakulärsten Kriminalfälle der Weimarer Republik. Zu Gericht saß der schon von 1894 bis 1921 und seit 1925 wieder in Düsseldorf wohnende Serienmörder Peter Kürten, den die Boulevardpresse wegen seiner Vorliebe für das Blut seiner zahlreichen Opfer den „Vampir von Düsseldorf“ nannte. Der Prozess, der auch große internationale Beachtung fand – an die neunzig Auslandskorrespondenten hatten sich angesagt –, führte am 21. April 1931 zu einem Todesurteil, das am 2. Juli 1931 in Köln vollstreckt wurde. In Deutschland löste das Ereignis eine erneute Debatte über die Zulässigkeit der Todesstrafe aus.[79][80] Der Kriminalfall inspirierte den Regisseur Fritz Lang zu seinem Streifen M – Eine Stadt sucht einen Mörder, einem der ersten Tonfilme.

Die Zeit des Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten kam es schon am 11. April 1933 in Düsseldorf zur ersten Verbrennung „unerwünschter Literatur“ durch die Deutsche Studentenschaft, unter anderem von Büchern Heinrich Heines. Der NSDAP-Gauleiter Friedrich Karl Florian initiierte das massenwirksame Gedenken an Albert Leo Schlageter sowie die personelle Umstrukturierung von Stadtverwaltung und Behörden. Der bisherige Polizeipräsident Hans Langels (Zentrumspartei) wurde abgesetzt und durch den SS-Gruppenführer Fritz Weitzel ersetzt. Zahlreiche Regimegegner wurden verhaftet, misshandelt oder getötet. Düsseldorf war als NSDAP-Gauhauptstadt während der NS-Zeit Sitz zahlreicher NS-Verbände und sicherheitspolizeilicher Institutionen: der Staatspolizeileitstelle Düsseldorf, des Höheren SS- und Polizeiführers West (ab 1938), des Inspekteurs der Sicherheitspolizei und des SD, des SS-Oberabschnitts West, des SD-Oberabschnitts West, der SA-Gruppe Niederrhein, der 20. SS-Standarte, eines HJ-Banns (Nr. 39, Obergebiet West, Gebiet Ruhr-Niederrhein), ab 1936 einer Heeresstandortverwaltung und eines Wehrbezirkskommandos der Wehrmacht. Zu den kulturpolitischen „Höhepunkten“ zählten die Propagandaschauen Reichsausstellung Schaffendes Volk (1937) und Entartete Musik (1938).

Am 10. November 1938 wurden in der Pogromnacht die Synagogen auf der Kasernenstraße und in Benrath niedergebrannt, die jüdische Bevölkerung der Stadt wurde verfolgt und mindestens 18 Personen wurden ermordet.[81] Für die Deportation von fast 6000 Juden aus dem gesamten Regierungsbezirk war das „Judenreferat“ der Staatspolizeileitstelle Düsseldorf verantwortlich. Am 27. Oktober 1941 fuhr der erste Zug mit insgesamt 1003 Düsseldorfer und niederrheinischen Juden vom Güterbahnhof Derendorf in die deutschen Konzentrationslager im besetzten Polen (siehe Juden in Düsseldorf).[82] Über 2200 Düsseldorfer Juden wurden ermordet. 1944 lebten in den etwa 400 Lagern Düsseldorfs rund 35.000 ausländische Zivilarbeiter, mehrere tausend Kriegsgefangene sowie KZ-Häftlinge, die Zwangsarbeit leisten mussten.[83]

An die Opfer des Nationalsozialismus in Düsseldorf erinnert seit 1987 die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf im ehemaligen Polizeipräsidium an der Mühlenstraße (Stadthaus). Es gibt darüber hinaus zahlreiche Düsseldorfer Gedenkorte für Opfer des Nationalsozialismus.

Im Zweiten Weltkrieg fielen 1940 die ersten Bomben auf Düsseldorf. Die alliierten Luftangriffe forderten bis 1945 mehr als 5000 Tote unter der Zivilbevölkerung.[83][84] Etwa die Hälfte der Gebäude wurde zerstört, rund 90 Prozent wurden beschädigt. Alle Rheinbrücken, die meisten Straßen, Hochwasserdeiche, Unter- und Überführungen sowie das städtische Entwässerungsnetz waren größtenteils zerstört.[85] Die Trümmermenge wurde auf etwa zehn Millionen Kubikmeter geschätzt. Ab dem 28. Februar 1945 wurde Düsseldorf für sieben Wochen zur Frontstadt mit amerikanischem Dauerbeschuss vom linken Rheinufer und im März immer mehr eingekreist.[83]

Im April versuchten einige Düsseldorfer Bürger des Widerstands um Rechtsanwalt Karl August Wiedenhofen bei Schutzpolizei-Kommandeur Franz Jürgens die Festsetzung des Polizeipräsidenten August Korreng zu erwirken, um die Stadt kampflos an die Alliierten zu übergeben. Der Putschversuch gelang zunächst, wurde dann aber verraten.[86] Nach der Befreiung Korrengs durch loyale Kräfte von Gauleiter Friedrich Karl Florian, der fünf der Widerstandsmitglieder standrechtlich erschießen ließ (darunter Jürgens), gelang es den beiden letzten Mitgliedern Rechtsanwalt Wiedenhofen und Architekt Aloys Odenthal zu entkommen, die im Osten der Stadt heranrückenden amerikanischen Streitkräfte zu erreichen und die endgültige Zerstörung der Stadt durch einen bereits vorbereiteten großen Luftangriff abzuwenden.[87][88]

Hauptartikel: Aktion Rheinland

Wiederaufbau und Entwicklung zur Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens[Bearbeiten]

Das Düsseldorfer Schauspielhaus und im Hintergrund das Dreischeibenhaus sind beispielhafte Bauten der 1950er und 1960er Jahre

Am 17. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen, im Zuge der Militäroperation Ruhrkessel von Mettmann kommend, Düsseldorf nahezu kampflos. Nur noch etwa die Hälfte der Bewohner lebte in der in weiten Teilen zerstörten Stadt, die im Zuge der Einteilung Deutschlands in Besatzungszonen unter britische Militärverwaltung kam. Die britische Militärregierung setzte bereits im Juni 1945 eine deutsche Kommunalverwaltung ein. Zum Ende der Kampfhandlungen befanden sich noch etwa 235.000 Menschen in Düsseldorf, zum Jahresende 1945 lebten bereits wieder 394.765 Einwohner in der Stadt.[89] Nach Vorentscheidungen in London gründeten die Briten am 23. August 1946 als einen Nachfolgestaat des nur noch de jure existierenden Freistaats Preußen das Land Nordrhein-Westfalen mit Düsseldorf als Hauptstadt, um die bedeutenden industriellen Ressourcen des Landes der politischen Einflussnahme der Sowjetunion und Frankreichs zu entziehen. Die geografische Zentralität, insbesondere die gewachsene Funktion als wirtschaftliches Entscheidungszentrum („Schreibtisch des Ruhrgebiets“), und das Bestehen unzerstörter Verwaltungsbauten gaben den Ausschlag für die Bestimmung Düsseldorfs zum politischen Zentrum des neuen Landes.[90] Mit Wohnungsnotprogrammen konnten bis 1947 etwa 70.000 Wohnungen zur Verfügung gestellt werden.[91] 1947 fand bereits wieder eine erste Messe in Düsseldorf statt.[92] 1949, dem Gründungsjahr der Bundesrepublik Deutschland, erreichte die Einwohnerzahl Düsseldorfs schon fast wieder Vorkriegsniveau, der systematische Wiederaufbau setzte Anfang der 1950er Jahre ein.[93] Von 1949 bis 1952 war Düsseldorf Sitz der Internationalen Ruhrbehörde, einer Vorläuferin der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl. Dank des Marketingverbundes Igedo und wegen der Nähe zur Textilindustrie konnte sich das Messe- und Ausstellungsgelände am Ehrenhof in dieser Zeit mit der Verkaufs- und Modewoche Düsseldorf als neuer deutscher Standort des Modehandels durchsetzen.[94]

Mit dem Neuordnungsplan von 1950 wurden die Grundlagen für die weitere Stadtentwicklung der nächsten Jahrzehnte geschaffen, die das Stadtbild und die Verkehrsführung entscheidend verändern sollte, weitgehend nach dem Leitbild der Autogerechten Stadt. Zahlreiche Straßen wurden verbreitert und zerstörte Gebäude um zwei bis drei Geschosse höher wieder aufgebaut. Ab Mitte der 1950er Jahre entstanden die ersten Hochhäuser.[95] Düsseldorf entwickelte sich zur Verwaltungsstadt. Dennoch blieb Düsseldorf bis in die 1980er Jahre ein bedeutender Industriestandort. Aufgrund der Nähe zum Ruhrgebiet sowie zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn ließen sich zahlreiche Verbände und Interessensvertretungen aus dem Stahlbereich in der Stadt nieder. Die 1960er und 1970er Jahre brachten große Veränderungen. Die Stadt hatte in dieser Zeit den höchsten Bevölkerungsstand ihrer Geschichte. Ab 1961 entstand mit Garath ein völlig neuer Stadtteil in Form einer Trabantenstadt am südlichen Stadtrand.[96][97] 1965 wurde Düsseldorf Universitätsstadt.[98] Es folgten 1970 die Eröffnung des neuen Schauspielhauses[99], 1971 der Neuen Messe[100] und 1978 der neuen Tonhalle.[101] 1975 erfolgte die größte Eingemeindung seit 1929. Es entstanden zwei neue Rheinbrücken und es wurde mit dem Bau einer U-Stadtbahn begonnen, deren erste Strecke 1981 eingeweiht werden konnte.[102]

In den 1980er Jahren wurde mit weiteren städtebaulichen Projekten das Stadtbild abermals nachhaltig verändert, dem Neubau des Landtages, der Entwicklung des Medienhafens und dem Bau des Rheinufertunnels, dessen Fertigstellung sich bis in die 1990er Jahre hinzog.[103] Seit 1993 fließt der Autoverkehr unterirdisch und die Altstadt ist mit der Rheinuferpromenade wieder an den Rhein gerückt. In den 1990er Jahren entwickelte sich im Medienhafen ein neues Büro-, Geschäfts- und Freizeitviertel.[104] 1996 vernichtete ein Großbrand ein Terminal des Düsseldorfer Flughafens.[104] Der Flughafen und die Anbindung an die Stadt wurden komplett umgeplant. Die Arbeiten waren 2003 abgeschlossen.[105]

Bei einem Sprengstoffanschlag am Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn wurden am 27. Juli 2000 zehn Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt, eine schwangere Frau verlor ihr ungeborenes Kind. Nach einem Brandanschlag auf die Neue Synagoge in Düsseldorf am 2. Oktober 2000 wandte sich der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder mit einem Appell an die bundesdeutsche Öffentlichkeit, in dem er zum „Aufstand der Anständigen“ aufforderte. Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Seitens der städtischen Verwaltung wird Düsseldorf als schuldenfrei erklärt, was jedoch vom Land NRW und dessen Statistikamt in Frage gestellt wird. Die unterschiedlichen Auffassungen ergeben sich aus unterschiedlichen Bewertungen und sind auch parteipolitisch auf Landes- und Stadtebene motiviert. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 hatte die Stadt Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 383 Millionen Euro. Damit ist Düsseldorf allerdings die am wenigsten verschuldete kreisfreie Stadt Nordrhein-Westfalens.[106]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Folgende Städte, Gemeinden und Gemeindeteile wurden nach Düsseldorf eingegliedert[107][108] (die Zahlen hinter den Orten geben den Flächenzuwachs in Quadratkilometern an):[109]

  • am 1. April 1908: Wersten, Teil der Landgemeinde Himmelgeist 3,57
  • am 1. April 1909: Stockum, Teil der Landgemeinde Lohausen 3,72, Rath 14,23, Stadt Gerresheim 5,35, Eller 10,68, Himmelgeist 7,04, Heerdt (einschließlich Wohnplätze Oberkassel, Niederkassel und Oberlörick) 13,52, Teil der Landgemeinde Ludenberg 4,37
  • am 1. August 1929: Stadt Kaiserswerth 3,27, Lohausen 10,57, Benrath (einschließlich Wohnplätze Itter, Holthausen, Hassels, Reisholz, Urdenbach) und Garath zusammen 26,63, Teil von Wittlaer 0,41, Teil von Kalkum 0,91, Teil von Eckamp 0,90, Teil von Schwarzbach 0,70, Teil von Ludenberg 4,44, Teil von Erkrath 0,02, Teil von Büderich 0,01
  • am 1. Januar 1975: Wittlaer (einschließlich Kalkum) 23,22, Stadt Angermund 8,34, Hubbelrath (mit den Siedlungsbereichen Dorf, Stratenhof, Rotthäuser Weg und Knittkuhl) 12,11, Stadt Monheim (ohne Hitdorf)¹ 25,81, Teile der Gemeinde Hasselbeck-Schwarzbach 1,71, Ortsteil Unterbach der Stadt Erkrath 10,56 und Gebiet um den Elbsee der Stadt Hilden
  • am 1. Januar 1980: Teile der Stadt Ratingen 0,48

¹ Der Monheimer Stadtteil Hitdorf wurde nach Leverkusen eingegliedert. Aufgrund des Gesetzes über Gebietsänderungen im Neugliederungsraum Düsseldorf wurde Monheim mit Wirkung vom 1. Juni 1976 wieder ausgegliedert und zur eigenständigen Stadt erklärt. Lediglich ein kleiner kaum bewohnter Teil der Urdenbacher Kämpe verblieb bei Düsseldorf. Der ehemalige Stadtteil Hitdorf verblieb weiterhin bei Leverkusen.

Panoramabild der markanten Düsseldorfer Skyline mit Altstadt, Rheinturm und Rheinkniebrücke.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Grafik der Einwohnerentwicklung

Am 31. Dezember 2012 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Düsseldorf nach Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011 593.682 Einwohner.[110] Davon waren 308.014 Frauen (51,88 %) und 285.668 Männer (48,11 %). Der Ausländeranteil betrug 16,55 %, d. h. 98.235 Einwohner.[111] Nach Zählung der Stadt stellten 2006 die Türken mit 15.191 Personen die größte Gruppe der Nichtdeutschen, gefolgt von den Griechen mit 10.591 und den Italienern mit 6890 Personen. Von den außereuropäischen Herkunftsländern stellen die Asiaten (ohne Türken) mit 14.639 die größte Gruppe, darunter Japaner mit 4951, Iraner mit 1419, Chinesen mit 1375 und Koreaner mit 1003 Personen.[112] Stark ansteigend ist die Zahl chinesischer Einwohner der Landeshauptstadt infolge der Ansiedlung von etwa 300 chinesischen Unternehmen (Stand 2011).[113] Zum Stichtag 31. Dezember 2010 hatten mehr als 35 Prozent der Düsseldorfer einen ausländischen Migrationshintergrund, darunter 31.772 einen polnischen.[114]

Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte in Düsseldorf ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Lag die Einwohnerzahl der Stadt 1834 bei rund 20.000, so überschritt sie schon 1882 die Grenze von 100.000, wodurch Düsseldorf zur Großstadt wurde. 1905 hatte die Stadt 250.000 Einwohner, bis 1933 verdoppelte sich diese Zahl auf 500.000. Im Jahre 1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 705.391 ihren historischen Höchststand. In den folgenden Jahren sank die Einwohnerzahl jedoch wieder stark. Dieser Trend konnte auch durch die kommunale Neugliederung in den 1970er Jahren, in dessen Folge einige umliegende Gemeinden nach Düsseldorf eingegliedert wurden, nicht gedreht werden. Der Wegzug in die Umlandgemeinden führte dazu, dass sich die Einwohnerzahlen in den 1980er und auch 1990er Jahren bei 570.000 Einwohnern einpendelten. Erst zur Jahrtausendwende kehrte sich der Trend um. So betrug am 30. Juni 2005 die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Düsseldorf nach Fortschreibung des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen 573.449 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

Am 20. Juli 2014 wurde die 600.000 Einwohnerin Düsseldorfs geboren. Erstmals seit 1978 gibt es wieder mehr als 600.000 Einwohner in Düsseldorf. Das hat das Amt für Statistik ermittelt. Für das Jahr 2030 werden 611.970,[115] 623.600[116] bzw. 645.000 Einwohner[117] prognostiziert. Bei der Bevölkerungsdichte rangiert Düsseldorf unter den Städten Nordrhein-Westfalens hinter Herne und vor Oberhausen auf Platz 2 (Stand: 31. Dezember 2012).[118]

Mundart[Bearbeiten]

Hauptartikel: Düsseldorfer Platt

Der in Düsseldorf nur noch in wenigen Milieus gesprochene Dialekt zählt zum Limburgischen, das durch die Benrather Linie (maache-maake-Grenze) zum auch in Teilen Düsseldorfs gesprochenen Ripuarischen abgegrenzt wird. Durch die Uerdinger Linie (isch-ick-Grenze) im Norden wird es vom Nord-Niederfränkischen unterschieden. Platt wird heutzutage zumeist nur noch von der älteren Generation gesprochen bzw. verstanden. Anstelle des Originalen Düsseldorfer Platt wird in neuerer Zeit häufig ein so genannter Regiolekt benutzt, Rheinisches Deutsch genannt.[119]

Religionen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

St. Lambertus mit Apollinarisschrein
Neanderkirche

Eine Übersicht der Kirchengemeinden und -gebäude findet sich in der Liste von Sakralbauten in Düsseldorf.

Römisch-katholisch[Bearbeiten]

Düsseldorf gehörte von Anfang an zum Erzbistum Köln und war dem Archidiakonat des Domdechanten unterstellt. Obwohl die Reformation anfangs mehrheitlich Fuß fassen konnte, verblieben auch weiterhin Katholiken in der Stadt. Sie gehörten bis 1627 zum Dekanat Neuss, ehe Düsseldorf selbst Sitz eines Dekanats wurde.[120] Der frühzeitige Untergang des Großherzogtums Berg im Jahre 1813 verhinderte die von Napoléon angeregte Gründung eines Bistums Düsseldorf.[121] Ein solches hatte bereits Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg für seine Hauptresidenz angestrebt. Heute gehören alle katholischen Pfarrgemeinden der Stadt zum Stadtdekanat Düsseldorf, das aus den Dekanaten Nord, Mitte/Heerdt, Ost, Süd und Benrath besteht. In Düsseldorf leben heute etwa 191.000 Katholiken, was einem Bevölkerungsanteil von etwa 32 % entspricht.[122] Der katholische Stadtverband hat seit 2006 im umgebauten Kloster der Maxkirche ein neues Zentralgebäude in der Carlstadt.[123]

Seit 1394 wird Apollinaris von Ravenna, dessen Reliquien im Apollinarisschrein der Stadtkirche St. Lambertus ruhen, als Schutzheiliger und Stadtpatron Düsseldorfs verehrt. Die Größte Kirmes am Rhein ist das Stadtfest zu seinem Namenstag (23. Juli).

Evangelisch-uniert[Bearbeiten]

Die Reformation konnte sich ab 1527 teilweise durchsetzen[124], begünstigt vor allem durch den Reformkatholizismus von Herzog Wilhelm V. Neben dem Psalmengesang wurde die Kommunion in beiderlei Gestalt in der Stiftskirche St. Lambertus eingeführt. Dies war die Gründung der lutherischen Gemeinde.[125] 1571 gab es einen erneuten Umschwung am Hofe, dem zufolge die Protestanten unterdrückt wurden. Die lutherische und die 1573 gegründete reformierte Gemeinde trafen sich danach heimlich, bis die Unterdrückung ab 1590 beendet wurde[126] Ab 1609 konnten die Protestanten zunächst ihre Gottesdienste öffentlich abhalten: die Reformierten in ihrem Predigthaus an der Andreasstraße, die Lutheraner an der Berger Straße. 1614 setzte unter dem römisch-katholischen Herrscher Wolfgang Wilhelm wieder die Unterdrückung ein.[127] Bis Mitte des 17. Jahrhunderts konnten die Protestanten nur heimlich ihre Gottesdienste abhalten. Dann erhielten sie das Recht zur freien Religionsausübung.[128] Die erste überlieferte evangelische Predigt in Düsseldorf wurde im Predigthaus an der Bolkerstraße gehalten, das aus dem Jahr 1651 erhalten ist. 1683 konnte sich die reformierte Gemeinde ihre eigene Kirche bauen, die 1916 den Namen Neanderkirche erhielt. Der Turm wurde 1687 fertiggestellt.[129] Im selben Jahr entstand die lutherische Kirche an der Berger Straße. Gehörte die protestantische Gemeinde Düsseldorfs zunächst zur kölnischen Klasse, später zur Bergischen Synode (1589), so wurde Düsseldorf 1611 Sitz einer eigenen Klasse (Kirchenverwaltungsbezirk).

Nach dem Übergang an Preußen vereinigten sich 1825 (→ über die Vereinigung zur Union in Preußen: Agendenstreit) die beiden protestantischen Kirchengemeinden zur „Evangelischen Gemeinde Düsseldorf“, die zur Superintendentur Düsseldorf gehörte. Bereits 1815 war Düsseldorf Sitz des preußischen Oberkonsistoriums der Provinz Jülich-Kleve-Berg geworden, doch zog dieses schon 1816 nach Köln um. 1827 gab es in Düsseldorf eine Synode.

Die protestantische Gemeinde Düsseldorfs wuchs ständig und weitere Kirchen wurden gebaut, so etwa die Johanneskirche am Martin-Luther-Platz (1881), die Christuskirche (1899), die Friedenskirche (1899) und die alte Matthäikirche (1899) sowie die Kreuzkirche (1910). 1905 entstand aus Teilen der Gemeinden Urdenbach und Gerresheim die Kirchengemeinde Eller-Wersten. Durch Eingemeindungen gab es weitere Kirchengemeinden im Stadtgebiet. Am 1. Oktober 1934 wurde der Sitz des Konsistoriums der rheinischen Provinzialkirche Preußens beziehungsweise der Evangelischen Kirche im Rheinland von Koblenz nach Düsseldorf verlegt. Die heutige Kirchenverwaltung ist in der Hans-Böckler-Straße im Stadtteil Golzheim. Weiterhin gibt es ein „Haus der Kirche“ in der Bastionstraße in der Carlstadt. 1936 wurde für alle Düsseldorfer evangelischen Gemeinden ein Gesamtverband gegründet. 1948 wurde die Kirchengemeinde Düsseldorf aufgeteilt. Auch in den Außenbezirken gab es Veränderungen in den Kirchengemeinden.

1964 wurde der Kirchenkreis Düsseldorf in die Kirchenkreise Düsseldorf-Mettmann, Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd aufgeteilt, wobei der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann vor allem Kirchengemeinden außerhalb der Stadt Düsseldorf umfasst. Die drei Kirchenkreise im Stadtgebiet bildeten bis Mitte 2007 den Kirchenkreisverband Düsseldorf innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland. Am 16. Juni 2007 trat die Synode des neugebildeten Kirchenkreises Düsseldorf erstmals zusammen. Er ist aus dem Zusammenschluss der Kirchenkreise Düsseldorf-Nord, Düsseldorf-Ost und Düsseldorf-Süd hervorgegangen und repräsentiert 24 evangelische Gemeinden und damit 116.550 Protestanten der Landeshauptstadt, die rund 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen.[130]

Evangelisch-lutherisch[Bearbeiten]

Als Reaktion auf die Vereinigung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preußen und einiger reformierter Gemeinden zur unierten Evangelischen Kirche in Preußen durch Kabinettsorder von König Friedrich Wilhelm III. 1817 und 1830 bildete sich die Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche Preußens. Die Altlutheraner bestanden auf die Anerkennung des lutherischen Bekenntnisses. Sie forderten uneingeschränkte lutherische Gottesdienste, Verfassung und Lehre. Nach harter Verfolgungszeit seitens des Staates und unter Billigung der neuen evangelischen Kirche der Union konnten sie sich 1841 unter König Friedrich Wilhelm IV. konstituieren und wurden anerkannt. Ab 1844 wurden in Düsseldorf wieder lutherische Gottesdienste gefeiert in einer Gemeinde aus Lutheranern der Gemeinde vor der Zwangsvereinigung sowie Zugewanderten aus Sachsen und Bayern.[131] 1882 weihte die Gemeinde ein eigenes Gotteshaus in der Kreuzstraße, das am 12. Juni 1943 einem Luftangriff zum Opfer fiel. 1884 wurde die Gemeinde vom preußischen Staat als juristische Person anerkannt. Da das Grundstück in der Kreuzstraße nach dem Krieg aus stadtplanerischen Gründen nicht mehr bebaut werden durfte, erwarb die Gemeinde ihr jetziges Grundstück und weihte am 2. April 1956 in der Eichendorffstraße in Stockum ihre Erlöserkirche. Die Kirchengemeinde gehört heute zum Kirchenbezirk Rheinland der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). In dieser Kirchengemeinde wurde auch Silvia Sommerlath, die nachmalige Königin Silvia von Schweden, durch Superintendent Nagel konfirmiert.

Orthodoxe Kirchen[Bearbeiten]

In Düsseldorf sind zahlreiche orthodoxe Kirchen beheimatet. Es sind dies die Kommission der orthodoxen Kirche in Düsseldorf mit Gemeinden der griechisch-orthodoxen Kirche Am Schönenkamp in Reisholz, der georgisch-orthodoxen Kirche in der Fährstraße in Düsseldorf-Hamm, der russisch-orthodoxen Kirche, der rumänisch-orthodoxen Kirche und der serbisch-orthodoxen Kirche, der koptisch-orthodoxen Kirche auf dem Pöhlenweg in Grafenberg und der ukrainisch-orthodoxen Kirche.

Anglikaner und Alt-Katholiken[Bearbeiten]

Die Anglikanische Kirche, die mit der alt-katholischen Kirche in voller Kirchengemeinschaft (full communion) steht, ist mit einer Gemeinde in der Rotterdamer Straße am Nordpark ansässig. Die Pfarrkirche der alt-katholischen Gemeinde Düsseldorf ist die Thomaskirche, die vormalige Klarenbachkapelle in der Steubenstraße in Reisholz.

Freikirchen[Bearbeiten]

Apostolische Gemeinde
Königreichsaal Zeugen Jehovas

In Düsseldorf sind neben den anderen großen christlichen Konfessionen auch zahlreiche Freikirchen beheimatet: die Apostolische Gemeinschaft mit ihrem Deutschlandsitz und der Düsseldorfer Hauptgemeinde in der Cantadorstraße sowie der Gemeinde in Eller (Klein Eller); das Christliche Zentrum Düsseldorf (Pfingstbewegung) in der Bruchstraße; die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten) in der Acker-, Luisen- und Christophstraße; die Evangelisch-methodistische Kirche in der Hohenzollernstraße; die Freie evangelische Gemeinde in der Bendemannstraße; die Heilsarmee; die Herrnhuter Brüdergemeine in Heerdt; die Jesus-Haus-Gemeinde (Pfingstbewegung) in der Grafenberger Allee. Außerdem gibt es die Mosaik-Gemeinde, derzeit in Derendorf. 1990 und 2001 veranstalteten die Düsseldorfer Freikirchen einen Freikirchentag im Robert-Schumann-Saal und auf dem früheren BUGA-Gelände.

Alle bis hier genannten Kirchen, also die beiden katholischen, die evangelische, einige orthodoxe und die Freikirchen sind Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).[132]

Sonstige Kirchen und Gemeinschaften[Bearbeiten]

Ferner sind in Düsseldorf die Christengemeinschaft, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Neuapostolische Kirche mit fünf Gemeinden in Benrath, Derendorf, Eller, Flingern und Gerresheim sowie die Zeugen Jehovas mit mehreren Gemeinden vertreten. Daneben gibt es in Düsseldorf die russischsprachige jüdisch-messianische Gemeinde Beit Hesed, die auch die deutschsprachige Zeitschrift Kol Hesed herausgibt.

Judentum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Juden in Düsseldorf

Die jüdische Gemeinde Düsseldorf ist mit ca. 7500 Mitgliedern die größte in Nordrhein-Westfalen und die drittgrößte in Deutschland. Ihre neue Synagoge wurde 1958 gebaut und liegt in der Zietenstraße im Stadtteil Golzheim. Sie wird rund um die Uhr von der Polizei bewacht. Die alte Synagoge stand in der Kasernenstraße in der Carlstadt auf dem heutigen Grundstück des Handelsblattverlages. Sie ist den Novemberpogromen 1938 zum Opfer gefallen.[133]

Die Gemeinde als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist gemäß ihrer Satzung eine Einheitsgemeinde. Das bedeutet, dass alle religiösen Richtungen respektiert werden. Die Gottesdienste entsprechen dem orthodoxen Ritus. Rabbiner war bis Juli 2011 Julien Chaim Soussan, einer der jüngsten Gemeinderabbiner in Deutschland. 90 % der Gemeindemitglieder stammen aus der ehemaligen Sowjetunion. Zur Gemeinde gehören u. a. ein Kindergarten und eine Grundschule, die Yitzhak-Rabin-Schule. Sie ist eine staatlich anerkannte Grundschule und eine jüdische Konfessionsschule, die für die koschere Ernährung der Kinder sorgt. Kürzlich stellte sich in einer landesweiten Vergleichsarbeit heraus, dass die Schule zu den 25 besten Grundschulen des Landes Nordrhein-Westfalen gehört. Die Gemeinde verfügt auch über einen Sportverein (Makkabi), ein Jugendzentrum und einen Friedhof.

Islam[Bearbeiten]

In der Landeshauptstadt gibt es auch eine Reihe muslimischer Gemeinden. Diese bilden jedoch keinen einheitlichen Verband, sondern sind gemäß der nationalen Zugehörigkeit ihrer Mitglieder als türkische, bosnische, marokkanische und sonstige Moscheevereine organisiert. Die größte türkische Vereinigung, die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V., besitzt in Düsseldorf drei Moscheen. Sie befinden sich in Lörick, Eller und Derendorf. Insgesamt gibt es in Düsseldorf rund 20 Moscheen. Die Freitagsgebete werden nach Angaben der verschiedenen Trägervereine von rund 4000 Gläubigen besucht, wobei die beiden größten Moscheen in Derendorf und Flingern bis zu 1000 Teilnehmern Platz bieten. Gepredigt wird u. a. auf Türkisch, Arabisch, Berberisch, Bosnisch, Albanisch, Romani und Deutsch.[134]

Buddhismus[Bearbeiten]

Ekō-Haus

Im linksrheinischen Stadtteil Niederkassel liegt der einzige buddhistische Tempel in der Tradition der Jōdo-Shinshū Europas, auf dem Grundstück des japanischen Ekō-Hauses. Er ist im japanischen Stil als Betonkonstruktion errichtet und von einem japanischen Garten umgeben. Dem Ekō-Haus sind außerdem ein traditionelles japanisches Haus für Teezeremonien, eine Bibliothek und ein Kindergarten angeschlossen.

Ferner gibt es eine Anzahl buddhistischer Zentren in Düsseldorf aller namhaften Traditionen des Buddhismus. Eine Auswahl: Rigpa (tibetischer Buddhismus, Lehrer Sogyal Rinpoche), Amitabha-Stiftung (ebenfalls tibetischer Buddhismus) sowie Kanzeon Sangha (Zen-Tradition) und Diamantweg-Buddhismus (Lama Ole Nydahl) sowie weitere buddhistische Gruppen und Zentren. Somit offerieren die buddhistischen Gruppen in Düsseldorf ein großes Angebot in Nordrhein-Westfalen.

Politik[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadt Düsseldorf standen im 13. Jahrhundert die Schöffen, die bis 1806 die oberste und mächtigste Klasse in der Stadtverwaltung darstellten.[135] Seit 1303 ist ein Bürgermeister genannt, der anfangs ebenso ein Schöffe war. Daneben gab es ab 1358 auch einen Rat, der sich teilweise in einen Alten und einen Jungen Rat aufteilte. Die Mitglieder wurden entweder auf Lebenszeit gewählt (Alter Rat), oder aber auch jährlich bestimmt (Junger Rat). Als herzoglicher Vertreter war ferner ein Schultheiß an der Verwaltung der Stadt beteiligt, der den Titel „Amtmann“ führte.[136] Etwa seit dem 15. Jahrhundert gab es neben den genannten Gremien auch einen Gemeindeausschuss von 12 Personen („Zwölfer“), der an der Wahl des Bürgermeisters teilnahm und zu wichtigen Beschlussfassungen herangezogen wurde, eigentlich aber keine wirkliche Bürgerbeteiligung darstellte.[137] Erst in französischer Zeit gab es einen Munizipalrat, ab 1815 einen Gemeinderat mit 30 Mitgliedern. Seit 1856 waren es die „Stadtverordneten“, später Ratsherren, deren Gesamtzahl sich mehrmals veränderte. Die Leitung der Stadt übernahm in französischer Zeit der Maire, der von drei Beigeordneten unterstützt wurde. Seit preußischer Zeit trug das Stadtoberhaupt den Titel Oberbürgermeister. 1856 wurde die Rheinische Städteordnung eingeführt.

Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und führte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnete. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1999 wurde die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wurde 1999 erstmals direkt von den Bürgern gewählt.[138]

Oberbürgermeister/in seit 1815[Bearbeiten]

Thomas Geisel amtierender Oberbürgermeister von Düsseldorf (2014).

Oberstadtdirektoren 1946–1999[Bearbeiten]

Verschuldung[Bearbeiten]

Die Gesamtsumme der Verschuldung der Stadt Düsseldorf (des öffentlichen Bereichs) belief sich zum Jahresende 2012 auf 872,2 Millionen Euro. Das sind 1478 Euro pro Einwohner.[139] Von den 103 kreisfreien Städten in Deutschland lag Düsseldorf damit auf Platz 100 bei der Pro-Kopf-Verschuldung; das heißt, nur in drei anderen kreisfreien Städten war die Pro-Kopf-Verschuldung geringer.

Stadtrat[Bearbeiten]

Stadtratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 49,2 %
 %
40
30
20
10
0
36,7
29,3
13,8
7,0
5,2
3,0
5,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-5,9
+6,0
-0,8
-3,2
± 0,0
+3,0
+1,2
Aktuelle Sitzverteilung im Stadtrat
       
Von 82 Sitzen entfallen auf:

Im Juni 2010 erklärte das bisherige Ratsmitglied der Republikaner seinen sofortigen Parteiaustritt und gehörte dem Rat kurzfristig als fraktions- und parteiloses Mitglied an. Ende Juni 2010 schloss er sich der Gruppe der Freien Wähler im Rat der Stadt Düsseldorf an, sodass sich die Freien Wähler gemäß § 56 GO NRW, der in kreisfreien Städten mindestens drei Mitglieder zur Gründung einer Ratsfraktion vorschreibt, als sechste Fraktion im Rat der Stadt Düsseldorf konstituieren konnten.[140]

Die Linksfraktion des Düsseldorfer Stadtrates schloss im April 2011 den Ratsherrn Frank Laubenburg aus ihrer Fraktion aus, der daraufhin als fraktionsloser Abgeordneter im Stadtrat verblieb.[141]

Seit der Kommunalwahl 2014 besteht der Stadtrat aus fünf Fraktionen (CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke) und aus zwei Gruppen (AfD, Freie Wähler/Tierschutzpartei). Piratenpartei und Republikaner entsenden je einen Ratsherrn.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Düsseldorf
Beschreibung:

Das ursprüngliche Wappen der Stadt Düsseldorf – nur mit dem Anker – ist zugleich mit der Stadterhebung entstanden. Der Anker weist auf die Beziehung der Stadt und ihrer Bürger zum Rhein und zur Rheinschifffahrt hin. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts trat neben dieses einfache Wappen ein zweites, das dem seit Mitte des 16. Jahrhunderts auf Anordnung des Landesherrn verwendeten Siegel des Düsseldorfer Schöffenkollegiums nachgebildet war. Es zeigt den Bergischen Löwen, das Wappentier der bergischen Herzöge, der den Anker in seinen Pranken hält. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts hatte dieses aufwendig gestaltete Bild das ältere Stadtwappen endgültig verdrängt. Nach zahlreichen Abwandlungen im 19. und 20. Jahrhundert befreite der Heraldiker Otto Hupp das Wappen 1938 von späteren Zutaten und gab ihm die heute gebräuchliche Form: Im silbernen Schilde der aufgerichtete, doppelgeschwänzte, blaugekrönte und -bewehrte rote Löwe der Herzöge von Berg, der einen gesenkten blauen Anker in seinen Pranken hält. Die zugehörige Stadtflagge ist rot-weiß, belegt mit dem Wappen.

Wappenzeichen[Bearbeiten]

Wappenzeichen für Jedermann

Für private und geschäftliche Zwecke entstand im Februar 2002 ein Stadtwappen, das von den offiziellen Stadtfarben abweicht und ohne Genehmigung der Stadtverwaltung benutzt werden kann. In dem rot-weiß geteiltem Schild befindet sich ein silberner doppelgeschwänzter, aufgerichteter, silbernbekrönter und bewehrter Löwe mit gesenktem schwarzen Anker in den Pranken.

[Bearbeiten]

Stadtlogo

Die Stadt Düsseldorf verwendet in offiziellen Schreiben und Publikationen ein Logo, welches in einem Quadrat in der linken Hälfte die Rheinschleifen im Düsseldorfer Stadtgebiet andeutet und im rechten oberen Quadranten den Bergischen Löwen mit Anker zeigt. Das Stadtlogo wird in verschiedenen Farben verwendet, wobei jedem der derzeit acht Dezernate jeweils ein Farbton zugeordnet ist.

Dachmarke[Bearbeiten]

2011 startete die Stadt zur Verbesserung ihres Marketings und ihrer öffentlichen Wahrnehmung einen Prozess der Entwicklung einer Dachmarke. Nach einer Markenkernanalyse folgte ein öffentlicher Wettbewerb, der über 2000 Foto-, Video- und Textbeiträge ergab. Im März 2012 begann ein Verfahren der Interessenbekundung zu einem Wettbewerb von Kreativagenturen.[142] Den sich anschließenden Wettbewerb zur Entwicklung der Dachmarke gewann die Agentur BBDO Proximity,[143] die das Logo der neuen Dachmarke, das Emoticon :D, am 26. November 2012 der Öffentlichkeit vorstellte. Das Düsseldorfer „smiling :D“ ist in Rot, der Farbe des Bergischen Löwen, und in der Schriftart Helvetica ausgeführt. Es hat insbesondere die Aufgabe, „das emotionale, sympathische Düsseldorf“ zu transportieren.[144] Die Verfahren bei der Einführung der neuen Dachmarke und ihres Logos waren begleitet durch eine öffentliche Kontroverse.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Düsseldorf unterhält sechs klassische Städtepartnerschaften:[145]

Freundschaftliche Beziehung gibt es weiterhin zu:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neuer Zollhof im Medienhafen von Düsseldorf
Das Ständehaus mit Park

Ansehen genießt Düsseldorf ebenfalls hinsichtlich Kultur, Kunst und moderner Architektur. So gibt es neben der großen Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und einer Menge weiterer Museen und Galerien auch die international renommierte Kunstakademie Düsseldorf, die im 19. Jahrhundert die Düsseldorfer Malerschule und im 20. Jahrhundert die Düsseldorfer Photoschule hervorgebracht hat. Bekannte Bühnen sind mit dem Schauspielhaus und dem Kom(m)ödchen in der Stadt vertreten. Zudem sind einige der populären Musiker und Dichter Deutschlands in der Stadt geboren oder waren dort beheimatet. Bedeutende Architekten haben nicht nur im Medienhafen ihre Projekte verwirklicht.

Theater[Bearbeiten]

Klassisches und modernes Sprechtheater[Bearbeiten]

Düsseldorf hat eine Theatertradition, die sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Die ersten theatralischen Veranstaltungen werden auf das Jahr 1585 datiert. Das heutige Düsseldorfer Schauspielhaus mit seiner modernen geschwungenen Architektur wurde 1970 fertiggestellt. Es ist am Gustaf-Gründgens-Platz, der nach dem ehemaligen Intendanten benannt ist, gelegen. Die größte Düsseldorfer Bühne hat einen hohen Bekanntheitsgrad im deutschsprachigen Raum.

Weitere größere Theater in der nordrhein-westfälischen Metropole sind das Forum Freies Theater, bestehend aus Juta (Jugendtheater) und Kammerspielen, welches ein breites Spektrum an Bühnenkunst bietet, die Komödie Düsseldorf, ein klassisches Boulevardtheater, das Theater an der Kö, welches vor allem Komödien und moderne Theaterstücke zu bieten hat und von der bekannten Theaterfamilie Heinersdorff geführt wird, das Theater an der Luegallee in Oberkassel, das Theater FLIN in Flingern sowie das Savoy-Theater. Im JUTA gastiert häufig das Theater der Klänge. Es ist ein seit 1987 bestehendes Tourneetheater, das unter der Leitung von Jörg Udo Lensing jährlich mit einer Neuproduktion auf zumeist kurze Tourneen geht.

Für Kinder ist das Theateratelier Takelgarn mit Comedy, Kabarett, Figuren- und Kindertheater besonders interessant. Das Puppentheater an der Helmholtzstraße richtet sich ebenso wie das Düsseldorfer Marionetten-Theater an Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Letzteres wurde 1956 gegründet und befindet sich im Palais Wittgenstein, welches daneben noch weitere kulturelle Projekte beheimatet.

Oper, Musiktheater und Varieté[Bearbeiten]

Sehr traditionsreich ist auch die Deutsche Oper am Rhein. Sie zeigt an ihren beiden Standorten Düsseldorf und Duisburg Oper, Operette und Ballett.

Roncalli’s Apollo Varieté unterhalb der Rheinkniebrücke am carlstädtischen Rheinufer bietet klassisches Varieté-Theater im Stil des frühen 20. Jahrhunderts.

Die 1925 als Planetarium errichtete Tonhalle Düsseldorf ist Veranstaltungsort für Konzerte und sonstige musikalische Veranstaltungen aus den Bereichen Klassik, Jazz, Pop und Kabarett.

Das Capitol Theater ist das größte Theater der Landeshauptstadt und bietet eine renommierten Bühne für wechselndes Musical- und Live-Entertainment.

Kabarett[Bearbeiten]

Das Kom(m)ödchen ist die älteste noch bestehende Kabarettbühne Deutschlands.[147] Gegründet wurde es 1946 von Kay und Lore Lorentz.[148] Viele später bedeutende Kabarettisten konnten sich hier erstmals bewähren.

Museen, Ausstellungsinstitute und Bibliotheken[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über ein vielfältiges Ausstellungsangebot. Allein die 18 städtischen Museen zogen seit 2001 jährlich regelmäßig über eine Million Besucher an, im Jahr 2006 waren es 1,34 Millionen Menschen.[149] Daneben locken mehrere private Museen, Sammlungen und zahlreiche Galerien Besucher an. Meistbesuchtes Museum ist der Aquazoo im Nordpark.

Kunstmuseen[Bearbeiten]

Düsseldorf hat eine lange Tradition als Kunststadt. Die erste große Gemäldesammlung legten bereits der Kurfürst Johann Wilhelm zu Pfalz-Neuburg, kurz Jan-Wellem, und seine Frau Anna Maria de Medici an. Untergebracht wurde die Sammlung in der 1709 bis 1714 errichteten Gemäldegalerie Düsseldorf, einem der frühesten selbständigen Museumsbauten der Welt. Unter Kurfürst Maximilian IV., dem späteren König Maximilian I. Joseph, wurde die Sammlung 1805 zum großen Teil nach München verbracht und bildete dort den Grundstock zur Alten Pinakothek.

Die Kunstakademie Düsseldorf erlangte bereits im 19. Jahrhundert unter dem Begriff Düsseldorfer Malerschule als eine der wichtigsten Ausbildungsstätten von Landschafts- und Genremalern Bedeutung. Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen wurde im Jahre 1829 gegründet, um den in Düsseldorf ausgebildeten Malern eine Möglichkeit der Präsentation ihrer Werke in wechselnden Ausstellungen zu bieten.

Einige in Düsseldorf verbliebenen Exponate der kurfürstlichen Gemäldegalerie sowie etliche Werke der Düsseldorfer Malerschule wurden in das Museum Kunstpalast übernommen. Es beinhaltet darüber hinaus Graphiken, Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen aus allen Stilepochen von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Neben europäischen Exponaten sind weitere Schwerpunkte der Sammlung japanische Holzschnitte und Netsuke. Es ist im Ehrenhof-Komplex integriert, der auch das NRW-Forum beheimatet.

Der zweite Höhepunkt in der Entwicklung Düsseldorfs als Kunststadt folgte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als u. a. Joseph Beuys an der Kunstakademie unterrichtete. Als Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens beherbergt Düsseldorf die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Sie ist gegliedert in das K20 am Grabbeplatz, das K21 im Ständehaus und das Schmela-Haus in der Mutter-Ey-Straße. Sie hat sich vor allem auf Kunst des 20. und 21. Jahrhundert spezialisiert, entsprechend der Namensgebung der Teilsammlungen aufgeteilt auf die Standorte. Die Kunsthalle Düsseldorf befindet sich gegenüber dem K20 am Grabbeplatz und hat ihren Schwerpunkt auf zeitgenössischer nationaler und internationaler Gegenwartskunst. Einen sehr ungewöhnlichen Standort hat hingegen das KIT (Kunst im Tunnel), das der Kunsthalle Düsseldorf angegliedert ist. Es befindet sich am Mannesmannufer und ist ein unterirdischer Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst.

Museen zu Literatur, Theater und Film[Bearbeiten]

Zwei Düsseldorfer Museen widmen sich Dichtern. Mit Johann Wolfgang von Goethe befasst sich das Goethe-Museum, das sich im Schloss Jägerhof im nordöstlichen Teil des Hofgartens befindet. Die sehr umfangreiche, inzwischen deutlich erweiterte Sammlung aus Privatbesitz ist in mehreren Stockwerken untergebracht. Sie enthält unter anderem die Originalreinschrift von Goethes bekanntem Gedicht Gingo biloba.

Heinrich Heine, dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt, gilt das Heinrich-Heine-Institut in der Carlstadt. Es zeigt u. a. Originaldokumente und -schriften von und über Heine, Stücke aus seinem Nachlass sowie seine Totenmaske.

Ebenfalls in der Carlstadt gelegen ist das Filmmuseum mit seinem angeschlossenem Kino. Das Theater-Museum mit dem Dumont-Lindemann-Archiv befindet sich im Hofgärtnerhaus im Hofgarten.

Naturkunde und Gartenkunst[Bearbeiten]

Das meistbesuchte Museum Düsseldorfs, mit über 400.000 Besuchern pro Jahr, ist der Aquazoo. Es befindet sich seit den späten 1980er Jahren im Norden der Stadt im Nordpark. Zuvor war es in einem Bunker gegenüber dem Zoopark untergebracht.[150] Neben Wasserlebewesen werden dort auch Weichtiere und geologische Exponate gezeigt. Der Zoologische Garten Düsseldorf wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wiederaufgebaut.

Eine weitere Attraktion des Nordparks ist der von der japanischen Gemeinde gestiftete Japanische Garten, der 1976 eröffnet wurde. Allerdings bekam Düsseldorf bereits 1904 als erste deutsche Stadt einen Japanischen Garten, der sich etwa an der Stelle des ebenfalls am Rhein gelegenen Ehrenhofs befand.[151]

Auf das ganze Stadtgebiet verteilt, ist Düsseldorf von Gartenanlagen durchzogen, was auf das Leitbild der Stadtentwicklung während der Industrialisierung zurückzuführen ist, die wiederum die gärtnerischen Anlagen des 18. und 19. Jahrhundert weiterentwickelte und Düsseldorfs Ruf als Gartenstadt begründete. Dem trägt das Museum für Europäische Gartenkunst Rechnung, welches zur Stiftung Schloss und Park Benrath gehört, ebenso wie das Naturkundliche Heimatmuseum, in dem in Dioramen die verschiedenen Lebensräume der Region, vom Rhein bis zur Lösshochfläche, dargestellt werden. Im Jahre 1987 fand die Bundesgartenschau (BUGA) in Düsseldorf statt, deren Gelände heute den Südpark bildet.

Geschichtliche Dauerausstellungen[Bearbeiten]

Das Stadtmuseum in der Altstadt besitzt eine große Ausstellung, die die Entwicklung der Stadt Düsseldorf historisch-chronologisch nachvollzieht. Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf erinnert an die Opfer der Naziherrschaft im 20. Jahrhundert. Sie befindet sich in historischen Räumen, die in der NS-Zeit als Büros, Vernehmungsräume und Haftzellen der Polizei genutzt wurden, und beinhaltet die Dauerausstellung „Verfolgung und Widerstand in Düsseldorf 1933–1945“.

Brauchtum, Technik und Alltägliches im Museum[Bearbeiten]

Sänger Campino als Motiv beim Rosenmontagszug

Zum klassischen Brauchtum in Düsseldorf gehört der Karneval. Ihm widmet sich im Haus des Karnevals das Karnevalmuseum in der Altstadt. Ebenfalls in der Altstadt gelegen ist das Schifffahrtsmuseum im Schlossturm. Es befindet sich im Schlossturm am Rheinufer und zeigt die Entwicklung der Rheinschifffahrt von der Antike bis in die Neuzeit. Das Senfmuseum würdigt die Tradition der fast 300-jährigen Senfherstellung. Das Hetjens-Museum (Deutsches Keramikmuseum) hat seinen Sitz im Palais Nesselrode in der Carlstadt und zeigt als einziges Institut weltweit Keramikprodukte verschiedener Kulturen aus sämtlichen Epochen in einer Dauerausstellung. Im Ehrenhof-Komplex ist das NRW-Forum beheimatet, welches Ausstellungen zu verschiedenen Themen befristet zeigt, insbesondere fotografische Werke.

Quadriennale[Bearbeiten]

Zum dritten mal findet vom 5. April bis 10. August 2014 die Quadriennale statt. Unter dem Leitmotiv Über das Morgen hinaus präsentieren mehrere Kulturinstitute ein Kulturfestival mit Sonderausstellungen und Begleitprogramm.[152]

Bibliotheken[Bearbeiten]

Die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Düsseldorf entstand 1965 bis 1969 aus der Bibliothek der Medizinischen Akademie und wurde 1970 gegründet. Die ULB verfügt über eine Zentralbibliothek und fünf weitere Standorte, die insgesamt rund 2,4 Millionen Medien vorhalten. Es gibt rund 23.000 regelmäßige Nutzer.[153]

Die Stadt Düsseldorf unterhält eine Stadtbücherei mit einer Zentralbibliothek, 14 Stadtteilbibliotheken und einer Autobücherei. Insgesamt werden rund 800.000 Medien angeboten. Die über 1,4 Millionen Besucher liehen im Jahr über 4,7 Millionen Medien aus.[154]

Musik[Bearbeiten]

Düsseldorf hat eine reichhaltige Musiktradition, die bereits vor dem 19. Jahrhundert einsetzte. Bedeutende Musiker wie Johann Hugo von Wilderer, Friedrich August Burgmüller, Felix Mendelssohn Bartholdy und das Ehepaar Clara und Robert Schumann hatten zeitweise ihre Wirkungsstätte in der Stadt gefunden.

Aber auch im 20. Jahrhundert hatte Düsseldorf in so unterschiedlichen Stilrichtungen wie dem Jazz, der Neuen Deutschen Welle oder dem Punkrock eine führende Rolle.

Klassische Musik[Bearbeiten]

Das bedeutendste Konzerthaus der Landeshauptstadt ist die Tonhalle Düsseldorf mit mehr als 200 Veranstaltungen im Jahr. Die Tonhalle ist auch der Sitz der Düsseldorfer Symphoniker, die als Konzertorchester der Landeshauptstadt und als Opernorchester der Deutschen Oper am Rhein fungieren. Das Konzerthaus, ein ehemaliges Planetarium, wurde im Jahre 2005 aufwändig saniert und weist seither eine gute Akustik auf.

Bereits die Düsseldorfer Höfe des 16., 17. und 18. Jahrhunderts brachten ein reges musikalisches Leben hervor. Es ist verbunden mit den Namen Martin Peudargent, Giacomo Negri, Egidio Hennio, Giovanni Battista Mocchi, Georg Andreas Kraft, Sebastiano Moratelli, Stefano Pallavicini, Valeriano Pellegrini, Giorgio Maria Rapparini, Agostino Steffani und Francesco Maria Veracini.[155] Seit 1807 wirkte in Düsseldorf die Familie des Musikers Friedrich August Burgmüller, die mit Friedrich und Norbert Burgmüller zwei bekannte Komponisten der Romantik hervorbrachte. 1818 gründete sich der Städtische Musikverein zu Düsseldorf[156][157] und veranstaltete das erste von vielen Niederrheinischen Musikfesten, die im 19. Jahrhundert, auch durch die Mitwirkung von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann, beides Musikdirektoren in Düsseldorf, internationale Bedeutung hatten. Der Städtische Musikverein kann auf eine ungebrochene und musikhistorisch außerordentliche Geschichte von 1818 bis heute verweisen und gilt als der musikalische Botschafter der Stadt in allen großen Konzertsälen Deutschlands und Europas. In Düsseldorf komponierte Felix Mendelssohn Bartholdy 1833 den Vespergesang, 1834 bis 1836 das Oratorium Paulus, 1850 Robert Schumann seine berühmte 3. Sinfonie („die Rheinische“).

Außerdem gibt es in Düsseldorf eine lebendige und breitgefächerte Chorszene, darunter sind beispielsweise der Bachverein Düsseldorf mit einer ebenfalls langen Tradition[158] oder Chöre und Chorschule an St. Margareta in Gerresheim.[159]

Jazz[Bearbeiten]

Die Jazz-Schmiede, im Hintergrund der Salzmannbau

Einer der bekanntesten Jazz-Musiker mit Wurzeln in Düsseldorf ist Klaus Doldinger, der auch als Komponist von Filmmusik (Das Boot, Tatort) bekannt ist. Seit einigen Jahren ist er Schirmherr der Düsseldorfer Jazz-Rally.

1995 gründete sich der Jazz in Düsseldorf e. V., der den modernen Jazz durch Konzerte in der Jazz-Schmiede mit Musikern aus der ganzen Welt präsentiert. Mit der Jazz-Schmiede hat der Jazz wieder einen festen Veranstaltungsort in Düsseldorf. Zu den Hofgarten-Konzerten der Jazz-Schmiede im Sommer an vier Samstagen kommen jedes Jahr viele hundert Besucher.

Unterhaltungsmusik[Bearbeiten]

Der Volkssänger Heino ist im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk geboren und aufgewachsen.

Auf dem Sektor der Unterhaltungsmusik war Düsseldorf in den 1970er Jahren ein Zentrum der elektronischen Popmusik. International bekannt waren und sind vor allem Kraftwerk, deren historisches Kling-Klang-Studio in der Düsseldorfer Friedrichstadt liegt, aber auch Neu! und La Düsseldorf. In ihrem Titel Trans-Europ-Express und dem dazugehörigen Musikvideo[160] thematisiert die Gruppe Kraftwerk auf avantgardistische Weise das Lebensgefühl Düsseldorfer Geschäftsleute, die dank transnationaler Eisenbahnnetze einen Lebensstil mit wechselnden Aufenthalten in europäischen Metropolen genießen. In der Tradition dieser 'Düsseldorfer Schulen' der Siebziger Jahre steht heute noch die international viel beachtete Band Kreidler. Im Sektor Elektropop macht derzeit die im Raum Düsseldorf beheimatete Band Susanne Blech auf sich aufmerksam,[161] im Genre Deep House der Düsseldorfer Künstler Loco Dice, im Indie-Rock die Band PDR. Ein bekannter DJ aus Düsseldorf ist Lukas Langeheine, alias DJ Rafik.

Anfang der 1980er Jahre war Düsseldorf neben West-Berlin und Hamburg Hochburg der deutschen Punk- und NDW-Musik. Die wichtigsten Bands waren und sind Die Toten Hosen, Broilers, Deutsch Amerikanische Freundschaft, Propaganda, Rheingold, Die Krupps, Fehlfarben, Der Plan, KFC, Male, Mittagspause, Tommi Stumpff, Family 5 und Nachzehrer.

Marius Müller-Westernhagen ist in Düsseldorf geboren und zur Schule gegangen (Humboldt-Gymnasium). In seinem Titel Mit 18 wird der Hühner-Hugo aus der Düsseldorfer Altstadt genannt. Neben Heino, den Toten Hosen und Kraftwerk gehört er zu den erfolgreichsten und bekanntesten Musikern Düsseldorfer Herkunft.

Eine Reihe teils international bekannter Metal-Bands stammt ebenfalls aus Düsseldorf, so z. B. Warlock (mit Doro Pesch, die ab 1989 solo unter Doro weiter machte), Stormwind, Callejon, Warrant und Falkenbach.

Die Düsseldorfer Mundartband Alt Schuss ist eine der bekannten im Großraum Düsseldorf. Ebenfalls zu diesem Musikgenre gehört die Band Halve Hahn. Die Wurzeln beider Gruppen liegen im Unterbacher Karneval.

Mit Farid Bang, Blumio, NMZS, Toony, Al-Gear und vielen anderen hat Düsseldorf eine bedeutende Szene des deutschsprachigen Rap (Gangsta-Rap, Hip-Hop) hervorgebracht. Im Album Asphalt Massaka 2 erwies Farid Bang seiner Heimatstadt mit dem Titel Ich bin Düsseldorf die besondere Ehrerbietung.[162] Auch sein Kollege Kollegah, bekannt durch seinen „Zuhälter-Rap“, ist in Düsseldorf zuhause.[163] Im Sektor des Elektro-Rap ist JayJay ein bekannter, im Milieu Düsseldorfer Fortunafans beheimateter Künstler, der im Titel Knüppel Klopp seinen Sprechgesang weitgehend auf Düsseldorfer Rheinisch darbietet. Tbo und Glenn A. von D.I.U gehen über das Schema des Gangsta-Rap hinaus, indem sie soziale Probleme wie Diskriminierung, Gewalt, Hass, Armut, Ungerechtigkeit, Arbeitslosigkeit, Materialismus und Stigmatisierung differenziert behandeln.[164] DTC (D-Town Chillaz) vertreten eine englischsprachige Variante des Düsseldorf Rap. Nabil M. mixt in seinem Rap Deutsch, Arabisch und Französisch. Wurzeln des deutschsprachigen Rap liegen unweit in Ratingen-West, wo die Gruppe Fresh Familee mit Ahmet Gündüz um 1990 den ersten Rap-Song in deutscher Sprache kreierte und in den Handel brachte.

Thematisiert wurde die Stadt 1968 im Schlager und Evergreen Wärst du doch in Düsseldorf geblieben, mit dem die deutsch-dänische Sängerin Dorthe Kollo eine Goldene Schallplatte gewann.

Am 10., 12. und 14. Mai 2011 fand der Eurovision Song Contest in der ESPRIT arena statt. Es war die 56. Ausgabe dieses Liedwettbewerbs, der zum dritten Mal seit Bestehen in Deutschland ausgetragen wurde.

Bildende Kunst[Bearbeiten]

Die Stadt Düsseldorf war als Aufenthaltsort und Studienort für Künstler ebenso beliebt wie als Standort für Kunstsammlungen und Museen. Vor allem der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts widmen sich einige Museen in Düsseldorf.


Begründung der Kunsttradition durch die kurfürstliche Sammlung[Bearbeiten]

Die vorhandene kleine kurfürstliche Gemäldesammlung in Düsseldorf wurde unter Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz und seiner Ehefrau Anna Maria Luisa de’ Medici zu einer berühmten Kunstgalerie ausgebaut.[165] Im frühen 19. Jahrhundert wurde die Sammlung, darunter bedeutende Werke von Rubens, jedoch nach München abtransportiert, wo sie den Kernbestand der heutigen Alten Pinakothek bildet.

Von der Düsseldorfer Schule zum Malkasten[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert hatte die Düsseldorfer Malerschule, aus der u. a. Oswald Achenbach hervorging, wichtigen Einfluss auf die Malerei. Gegründet wurde die Akademie 1810 von Peter von Cornelius, der sie zunächst leitete; ab 1826 war Wilhelm von Schadow Direktor. Die Akademie diversifizierte sich und brachte insbesondere sozialkritische Genremalerei und bedeutende Landschaftsmaler hervor. Ihre Schüler kamen nicht nur aus dem Rheinland, aus Westfalen und Altpreußen, sondern auch aus den übrigen deutschen Ländern sowie Polen, Russland, den skandinavischen Ländern und den Vereinigten Staaten von Amerika. In der finnischen Kunst gibt es eine eigene Düsseldorfer Epoche.[166]

Nach der Revolution von 1848 fanden Künstler und Gelehrte im Kunstverein Malkasten in Düsseldorf zusammen. 1846[167] wurde der Verein zur Errichtung einer Gemäldegalerie zu Düsseldorf, der vor allem Werke der Düsseldorfer Malerschule ankaufte, gegründet. Aus der Initiative dieses Verein ging schließlich das Museum Kunstpalast hervor.

Vom Rheinischen Expressionismus zum Zentrum der Moderne[Bearbeiten]

Nach dem Ersten Weltkrieg war die Gruppe Das Junge Rheinland die aktivste Künstlergruppe in der Stadt. Zu ihr gehörten u. a. Otto Dix, Max Ernst und Walter Ophey. Den Mittelpunkt der Künstlergruppe bildete die Altstadt-Galerie Junge Kunst – Frau Ey, die von der noch heute in Düsseldorf bekannten Mutter Ey geführt wurde.[168] Viele der Künstler der Vereinigung waren dem Rheinischen Expressionismus verbunden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Joseph Beuys prägend und Düsseldorf galt, nicht nur auf Grund seines Wirkens an der Kunstakademie Düsseldorf, in den 1970er und 1980er Jahren als eine „Weltkunsthauptstadt“. Heute haben einige Beuys-Schüler wie Katharina Sieverding und Anselm Kiefer Einfluss auf Entwicklung der internationalen Kunstszene. Der Fotograf Bernd Becher, der 1976 eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf übernahm, bildete zusammen mit seiner Frau Hilla Becher viele fotografische Persönlichkeiten aus, die heute aus internationaler Sicht herausragende Vertreter der deutschen Fotografie sind. Zu dieser „Düsseldorfer Photoschule“[169] zählen insbesondere Boris Becker, Laurenz Berges, Elger Esser, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Simone Nieweg, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth und Peter Wunderlich.

Kunst im Öffentlichen Raum[Bearbeiten]

Neben traditionellen Denkmälern und Statuen, wie der Mariensäule oder dem Schadow-Denkmal, hat Düsseldorf zahlreiche weitere Kunstobjekte im Öffentlichen Raum zu bieten. So beherbergt der Südpark viele künstlerische Brunnen, Skulpturen und sonstige Kunstobjekte, von denen das bekannteste das Zeitfeld von Klaus Rinke sein dürfte.[170] Auffällig sind in der Innenstadt auch die so genannten Säulenheiligen, Plastiken realistisch nachgebildeter Alltagsbürger auf Litfaßsäulen von Christoph Pöggeler.[171] Einige Kunstwerke waren lange umstritten, beispielsweise das Heine-Monument von Bert Gerresheim.[172] Zur Kunst im Öffentlichen Raum werden auch die Bahnhöfe der im Bau befindlichen Wehrhahn-Linie beitragen, die jeweils eine eigene künstlerische Gestaltung erhalten.[173]

Bauwerke und Architektur[Bearbeiten]

Die umsatzstärkste Geschäftsstraße und eine der bedeutendsten Einkaufsstraßen Deutschlands ist die Schadowstraße. Ihrer städtebaulichen Anlage und ihrer exklusiven Läden wegen bekannter ist allerdings die Königsallee, kurz „die Kö“. In ihrer Mitte verläuft der Stadtgraben, an dessen Nordende sich als Wahrzeichen der Kö die Tritonengruppe, ein Brunnen aus dem Jahre 1902, befindet.

In der Altstadt findet man viele Häuser, die unter Denkmalschutz stehen. Weitere erhaltene historische Ortskerne können die Stadtteile Kaiserswerth und Gerresheim vorweisen. Der dörfliche Charakter der Ortskerne von Angermund, Kalkum, Oberlörick, Heerdt, Hamm, Himmelgeist und Urdenbach ist weitgehend erhalten geblieben.

Burgen und Schlösser[Bearbeiten]

Das möglicherweise älteste Gebäude im Stadtgebiet ist die Ruine der Kaiserpfalz in Kaiserswerth. Sie geht auf eine Burg zurück, die im Jahr 1016 errichtet wurde. Diese wiederum ist auf ein Kloster zurückzuführen, das um das Jahr 700 entstand.[174] Um 1193 zur Festung ausgebaut, wurde sie 1702 von französischen Truppen im Spanischen Erbfolgekrieg zerstört.

Ebenfalls sehr alt ist das ursprüngliche Schloss Kalkum. Die Burg entwickelte sich aus einem Fronhof, der erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt wurde.[175] Sie wurde 1810 bis 1819 umgebaut. Die Ursprünge des Schlosses Heltorf in Angermund sollen auf das 11. Jahrhundert zurückgehen.[176] Ein Umbau erfolgte in den Jahren 1822 bis 1827.

Der Schlossturm am Burgplatz in der Altstadt war ursprünglich Teil des Düsseldorfer Schlosses, eines der Wahrzeichen der Stadt, das im 13. Jahrhundert errichtet und bis ins 16. Jahrhundert immer weiter ausgebaut wurde. Der Turm wurde 1845 von dem Düsseldorfer Architekten Rudolf Wiegmann im Stil der italienischen Neorenaissance umgebaut. Der Turm ist der einzige noch stehende Rest des Düsseldorfer Schlosses, das durch einen Brand im Jahr 1872 zerstört wurde.

Im 14. Jahrhundert wurden die Burg Angermund als nördlichste Bastion der Grafen von Berg ebenso wie der Vorgänger des Schlosses Eller erbaut.[177] Das heutige Schloss Eller hingegen wurde 1826 errichtet und 1902 um- und ausgebaut.

Die Zeitalter des Barock und des Rokoko haben in Düsseldorf im Gartenbau sowie in Form von Schlössern ihre Spuren hinterlassen. Zu Beginn des Barock-Zeitalters entstand Schloss Garath. Sein Bau erfolgte im 16. Jahrhundert, Umbauten und Ergänzungen erfolgten bis ins 18. Jahrhundert. Nördlich des Hofgartens entstand zwischen 1752 und 1763 das Schloss Jägerhof.[42] Es wurde erbaut von dem Architekten Johann Joseph Couven. Heute beherbergt es das Goethe-Museum. Einen ähnlichen Baustil hat auch das Hofgärtnerhaus vorzuweisen, das sich im Hofgarten befindet und das Theatermuseum beinhaltet. Architekt des Hofgärtnerhauses war Nicolas de Pigage.

Ebenfalls auf de Pigage geht das Schloss Benrath zurück. Erbaut wurde es 1755 bis 1773 im Auftrag von Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz.[178] Das denkmalgeschützte Ensemble von Lustschloss, Jagdpark, Weihern und Kanalsystem gilt als bedeutsamstes architektonisches Gesamtkunstwerk von Düsseldorf und wurde von der Stadt zur Aufnahme in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes vorgeschlagen.

Das 1843 errichtete Schloss Mickeln in Himmelgeist hingegen wurde nach dem Vorbild von Renaissance-Villen erbaut.

Eigentlich nicht zum Stadtgebiet zählt hingegen das Haus Unterbach, Urzelle des Ortsteiles Unterbach. Es liegt aufgrund kurioser Grenzbestimmung im Zuge der kommunalen Neugliederung im Jahre 1975 um Bürgersteigbreite auf Erkrather Gebiet.

Historische Kirchen[Bearbeiten]

Altstadt und Carlstadt[Bearbeiten]
Altstadtpanorama mit St. Lambertus und Schlossturm

Innerhalb der Düsseldorfer Altstadt ist St. Lambertus am Stiftsplatz 1 die älteste Kirche. Erbaut wurde sie 1288 bis 1394 im gotischen Stil, die Kirchweihe war am 13. Juli 1394.[179] Seit 1974 ist St. Lambertus päpstliche Basilica minor.[180] Wesentlich jünger ist die Kreuzherrenkirche in der Ursulinengasse, welche von 1445 bis 1455 erbaut wurde.[181]

Die ebenfalls katholische Kirche St. Andreas in der Andreasstraße ist hingegen ein Barockbau, der im Zuge der Gegenreformation zwischen 1622 und 1629 als Hof- und Jesuitenkirche entstanden ist.[182] Die erste Kirche der Lutherischen Gemeinde in Düsseldorf war die Berger Kirche in der Berger Straße, die von 1683 bis 1687 errichtet wurde.[129] Zur selben Zeit baute die Reformierte Gemeinde ihre erste Kirche in Düsseldorf, die Neanderkirche in der Bolkerstraße 36. Katholisch ist hingegen St. Maximilian, meist kurz „Maxkirche“ genannt, in der Schulstraße, Ecke Citadellstraße, erbaut in den Jahren 1735 bis 1743.

Im übrigen Stadtgebiet[Bearbeiten]

Die ältesten Kirchen der Stadt befinden sich nicht in der Altstadt, sondern in den alten Stadtteilen Bilk und Kaiserswerth: Als älteste Kirche Düsseldorfs gilt die im 12. Jahrhundert erbaute Pfarrkirche Alt St. Martin in Bilk[183][184], auch Alte Bilker Kirche genannt. Entsprechend ihrer Errichtungszeit ist sie im romanischen Stil erbaut. Alt St. Martin war auch die Pfarrkirche des Dorfes Düsseldorf vor der Errichtung von St. Lambertus. Als zweitälteste Kirche kann St. Suitbertus in Kaiserswerth, erbaut 11. bis 13. Jahrhundert[185][186], gelten, seit 1967 päpstliche Basilica minor.[187] St. Suitbertus ist eine romanische Kirche mit zwei gotischen Erweiterungen, der Apsis und dem seitlichen Eingang. Ebenso alt ist St. Nikolaus in Himmelgeist, ebenfalls erbaut 11. bis 13. Jahrhundert.[185] Die Basilika St. Margareta in Gerresheim ist seit 1982 die dritte päpstliche Basilica minor in Düsseldorf. Errichtet wurde sie 1220 bis 1240 als Stiftskirche des Gerresheimer Stifts. Das Stiftsgebäude stammt aus derselben Epoche.[188] Bei beiden Kirchen handelt es sich ebenfalls um Beispiele romanischer Architektur.

Die größte protestantische Kirche im Stadtgebiet ist die evangelisch-lutherische Johanneskirche in der Stadtmitte. Sie wurde in den Jahren 1875 bis 1881 im neugotischen Stil erbaut.

Linksrheinisch ist die katholische Kirche St. Antonius in Oberkassel mit ihrem neoromanischen Stil besonders interessant, erbaut wurde sie 1909 bis 1911.[189] Architekturgeschichtlich interessant ist ebenfalls die evangelische Oberkasseler Auferstehungskirche von 1913–14 in rheinischer Backsteinarchitektur mit Jugendstilelementen.[190]

Zentral auf dem Kirchplatz gelegen ist St. Peter (kath.) in Friedrichstadt. Diese Kirche hat neugotische und neoromanische Elemente. Erbaut wurde sie zwischen 1887 und 1898.[191]

Weitere interessante Kirchen finden sich in vielen Stadtteilen, so zum Beispiel St. Paulus (kath.) in Düsseltal, St. Maria Rosenkranz (kath.) von 1908 in Wersten und die St.-Josef-Kirche in Oberrath, alle im neoromanischen Stil errichtet. St. Paulus und St. Josef gehen auf den Düsseldorfer Architekten Josef Kleesattel zurück, ebenso St. Blasius in Hamm, die Häuserzeilenkirche St. Elisabeth und St. Vinzenz in der Stadtmitte, Heilig Geist in Pempelfort, Herz Jesu in Derendorf und St. Ursula in Grafenberg.[192] Weitere neuromanische Kirchen im Stadtgebiet entwarfen die Architekten Caspar Clemens Pickel (z. B. St. Adolfus und St. Apollinaris)[193], Paul und Wilhelm Sültenfuß. Aus älteren Zeiten stammen St. Agnes in Angermund, St. Hubertus in Itter, St. Lambertus in Kalkum und St. Cäcilia in Hubbelrath.[194]

Als architektonische Besonderheiten aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg sind zwei Kirchen hervorzuheben: die Bunkerkirche Sankt Sakrament in Heerdt, die in einem Luftschutzbunker errichtet wurde, und die Rochuskirche in Pempelfort. Die Rochuskirche war bis zu ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg eine sehr große und prächtige neoromanische Kirche, die 1897 von Josef Kleesattel errichtet worden war. Nach verheerenden Bombardierungen war sie eine Ruine. 1950 wurde entschieden, nur den Turm zu retten, das Kirchenschiff jedoch durch einen Neubau zu ersetzen. Dieser hat die Form eines Kuppeldachs und wurde von Paul Schneider-Esleben entworfen.[195] Weitere herausragende Beispiele moderner Kirchenarchitektur sind die katholischen Kirchen St. Bruno, St. Franziskus Xaverius, St. Matthäus, die Altenheimkapelle St. Hildegardis und die im parabolischen Grundriss angelegte Katharinenkirche in Gerresheim aus den 1960er Jahren sowie die evangelische Matthäikirche aus der Zwischenkriegszeit der Weimarer Republik.[196]

Sonstige historische Gebäude (vor 1945)[Bearbeiten]

Von Burgen und Kirchen abgesehen, finden sich die ältesten Gebäude Düsseldorfs in der Altstadt: Das älteste Profangebäude der Stadt ist das Löwenhaus in der Liefergasse in der Altstadt. Es stammt aus dem Jahr der Stadterhebung 1288.[197] Das Düsseldorfer Rathaus hingegen geht auf das 16. Jahrhundert zurück. Der älteste Teil wurde 1570 bis 1573 durch Heinrich Tussmann erbaut. In späteren Jahrhunderten kamen weitere Gebäudetrakte hinzu. Vor dem Rathaus erstreckt sich der Marktplatz mit dem Jan-Wellem-Reiterstandbild, welches 1712 von Gabriel de Grupello gegossen wurde.[198]

An der Grenze der Altstadt wurde 1811 bis 1815 das Ratinger Tor durch Adolph von Vagedes errichtet. Südlich der Altstadt, zwischen Carlstadt, Friedrichstadt und Unterbilk gelegen, befindet sich das Ständehaus. Es wurde 1876 bis 1880 von Julius Raschdorff erbaut und diente zunächst dem Preußischen Provinzialparlament als Sitz, von 1949 bis 1988 beherbergte es dann den Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen. Heute befindet sich dort die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21.

Die Expansion und der ökonomische Aufstieg der Stadt bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten auch zu Kaufhausgründungen, so dass mit Kaufhof an der Kö, ehem. Leonhard Tietz AG, erbaut 1906 bis 1908 von Joseph Maria Olbrich[199], und dem Carsch-Haus, erbaut von 1914 bis 1916 durch Otto Engler, zwei heute noch genutzte Kaufhäuser, entstanden.[200]

Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Mannesmannröhren-Werke AG am Mannesmann-Ufer wurde 1912 durch den Architekten Peter Behrens erbaut.[201]

Direkt daneben am Rheinufer errichtete der Architekt Hermann vom Endt zwischen 1909 und 1911 im Auftrag des Rheinischen Provinzialverbandes das Landeshaus und die nach dem späteren Landeshauptmann benannte Villa Horion.

Eines der ersten Hochhäuser Deutschlands ist das an der heutigen Heinrich-Heine-Allee befindliche Wilhelm-Marx-Haus, das zwischen 1922 und 1924 durch Wilhelm Kreis errichtet wurde.[202] Ebenfalls von Kreis stammt der Ehrenhof-Komplex einschließlich der ursprünglich als Planetarium gedachten Tonhalle und auch die in der Nähe gelegene Rheinterrasse.[203] Der Ehrenhof ist heute Heimstatt mehrerer Museen und Ausstellungsinstitute, u. a. des NRW-Forums und des Museum Kunstpalast. Errichtet wurde der Komplex im Rahmen der Großen Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen, kurz „GeSoLei“ im Jahre 1926. Die Skulptur „Aurora“ über dem Nordportal stammt von Arno Breker.[204]

Der Hauptbahnhof wurde 1932 bis 1936 von den Architekten Krüger und Eduard Behne errichtet, nachdem der zentrale Eisenbahnhaltepunkt der Stadt vom Graf-Adolf-Platz weg zu einer am Rande der innerstädtischen Bezirke gelegenen Stelle verlegt worden war.

Moderne und postmoderne Gebäude[Bearbeiten]

Düsseldorf wurde nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise wiederaufgebaut, an vielen Stellen entschied man sich jedoch für moderne Bauten.

Als Planungsdezernent wirkte Friedrich Tamms maßgeblich an der Neugestaltung der Stadt in den 1950er bis 1960er Jahren mit[205] und war u. a. für die Neuanlage der Berliner Allee verantwortlich.[206] Architektonisch ragt hier einerseits das Hochhaus der Stadtsparkasse Düsseldorf heraus[207], andererseits das Ensemble aus dem Thyssen-Hochhaus („Dreischeibenhaus“), erbaut 1957 bis 1960 von den Architekten Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg[208], dem Düsseldorfer Schauspielhaus, errichtet 1965 bis 1970 durch den Architekten Bernhard Pfau, und den im April 2013 abgerissenen Tausendfüßler. Die Neuordnung des innerstädtischen Bereichs war seinerzeit hoch umstritten, die Personalpolitik des Dezernenten Tamms führte zudem zum Düsseldorfer Architektenstreit.[209] Heute wird der Bereich wieder überplant, in seinem Zentrum befindet sich nunmehr der Kö-Bogen von Daniel Libeskind.

Mitprägend für das Stadtbild an der Rheinfront wurde das Mannesmann-Hochhaus in der Carlstadt, erbaut 1956 bis 1958 durch Paul Schneider-Esleben, der ebenfalls für die Haniel-Garage, Deutschlands erste Hochgarage nach dem Krieg, erbaut 1949–1950, sowie auch das inzwischen wieder abgerissene ARAG-Terrassenhaus in Mörsenbroich verantwortlich zeichnet.[210]

Neben den historischen Gebäuden, den Schrägseilbrücken und dem Mannesmann-Hochhaus formen weitere Gebäude die Rheinfront, deren Gesamtbild einen hohen Wiedererkennungswert aufweist. Besonders markant sind dabei der Rheinturm (erbaut 1979 bis 1982) des Architekten Harald Deilmann, mit 240,5 m höchstes Wahrzeichen der Stadt[211] und das Landtagsgebäude Nordrhein-Westfalen (erbaut 1980 bis 1988). Die Zeitanzeige des Rheinturms gilt als weltweit größte Digitaluhr.[212] An den Rheinturm schließt seit den 1990er Jahren der Rheinpark Bilk an. Hinter dem Rheinpark entstand ab dieser Zeit unter der Bezeichnung Medienhafen im vorderen Teil des alten Rheinhafens an der Lausward eine städtebauliche und architektonische Collage aus Neubauten und umgebauten Altbauten,[213] von denen der Neue Zollhof mit den drei Gehry-Bauten, benannt nach ihrem Architekten Frank Gehry (erbaut 1996 bis 1999),[214] sowie das Colorium, ein 17-geschossiges Bürogebäude (fertiggestellt 2001), besonders ins Auge fallen.[215] Das so entstandene Gesamtensemble, das durch maßstäbliche Sprünge, Formen- und Materialvielfalt sowie funktionale und ästhetische Gegensätze gekennzeichnet ist, bildet nicht nur einen begehrten Büro- und Hotelstandort in der Landeshauptstadt, sondern fungiert auch als neue Tourismus-Destination.

Medienhafen mit Rheinkniebrücke im Hintergrund

Der Neubau des Sendehauses und Landesstudios des Westdeutschen Rundfunks an der Stromstraße ist ein weiteres markantes postmodernes Gebäude, das an den Rheinpark angrenzt. Die Stromstraße führt dann weiter über den Tunnel Gladbacher Straße, über dem das international ausgezeichnete Stadttor thront, welches u. a. als Sitz der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei dient.

Weiter Richtung Innenstadt fällt am Graf-Adolf-Platz die ovale Hochhausarchitektur des 89 m hohen GAP 15 ins Auge, welches 2005 nach Plänen der Architekten J. S. K. erbaut wurde. In der Nähe des Graf-Adolf-Platzes, an der Friedrichstraße, befindet sich das DRV-Hochhaus. Es ist 120 m hoch und hat eine typische 1970er-Jahre-Architektur (Fertigstellung: 1978). Verantwortlicher Architekt war Harald Deilmann.[216] Die Fassade wurde 2006/2007 neu gestaltet. Einen vollständigen Umbau erlebte hingegen das Gebäude der WestLB am Kirchplatz, Ecke Fürstenwall/Friedrichstraße. Der ursprüngliche Bau aus den späten 1960er Jahren, erbaut für die Bausparkasse Rheinprovinz, überragte die Kirche St. Peter[217], sein Nachfolger hingegen hat eine geringere Traufhöhe. Das andere in der Nähe befindliche Gebäude der WestLB ist ein Hochhauskomplex, dessen Ausführung für die 1970er Jahre typisch ist.

Nördlich der Oberkasseler Brücke erscheint hinter dem neoklassizistischen Oberlandesgericht deutlich der Victoria-Turm als höchstes Gebäude im postmodernen Gebäude-Komplex der Versicherungsgesellschaft an der Fischerstraße.

Im Norden der Stadt setzte die ARAG-Versicherung ihre Zeichen. Das sogenannte Mörsenbroicher Ei war und ist umgeben von Gebäuden dieser Gesellschaft. Das alte Stufenhaus von Paul Schneider-Esleben musste dem 1998 bis 2000 erbauten, 125 m hohen ARAG-Turm des Architekten Sir Norman Foster weichen, welcher das höchste Verwaltungsgebäude im Stadtgebiet darstellt.[211]

Weichen musste ebenfalls das 1968 bis 1975 erbaute Rheinstadion. An seiner Stelle steht nun die ESPRIT arena. Sie wurde zwischen 2002 und 2004 nach Plänen der Architekten J.S.K. erbaut. Ebenfalls im Norden der Stadt, in Rath, befindet sich der ISS-Dome. Erbaut wurde er in den Jahren 2005 bis 2006 von den Architekten Rhode Kellermann Wawrowsky (RKW).

Im Süden Düsseldorfs ist das Kuppelgewächshaus im Botanischen Garten Düsseldorf noch erwähnenswert. Die Heinrich-Heine-Universität selbst ist in einer für 1960er und 1970er Jahren typischen Bauweise mit etlichen Hochgebäuden für die Institute in Sichtbeton mit großen Glasfenstern, Hörsaalgebäuden mit Sichtbeton und teilweise roter Verklinkerung und weiteren teils rot verklinkerten, teils mit Sichtbeton errichteten Gebäuden gebaut worden. Etwas untypisch ist die verstreute Lage der Gebäude entlang einer geschwungenen Hauptachse des Geländes.

Düsseldorfer Brückenfamilie[Bearbeiten]

Die Düsseldorfer Brückenfamilie war ursprünglich ein Sammelbegriff für die drei zentralen Schrägseilbrücken Theodor-Heuss-Brücke, Oberkasseler Brücke und Rheinkniebrücke,[218] die die Entwicklung dieses Brückentyps weltweit für viele Jahre maßgeblich beeinflusst hatten.[219]

Die zwischen Golzheim und Niederkassel liegende Theodor-Heuss-Brücke, früher auch Nordbrücke genannt, gilt als die erste Schrägseilbrücke Deutschlands.[220] Sie wurde 1952 im Auftrag des Düsseldorfer Stadtplanungsamtes unter Leitung des Architekten Friedrich Tamms von einer Gruppe um den Bauingenieur und Tragwerksplaner Fritz Leonhardt entworfen. Ihre schlanken, freitragenden Pylonstiele und die harfenförmige, parallele Anordnung der Seile wurden von Tamms veranlasst.[221] Bald nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1957 beauftragte Tamms auch die Planung der Oberkasseler Brücke und der Rheinkniebrücke, wobei Fritz Leonhardt für die Rheinkniebrücke, Hans Grassl für die Oberkasseler Brücke federführend war.[222]

Die ein kleines Stück weiter südlich stehende Oberkasseler Brücke zwischen der Innenstadt und Oberkassel war die älteste und lange auch die einzige Düsseldorfer Straßenbrücke. Sie ersetzte ab 1898[223] die Pontonbrücke von 1839,[224] welche bis dahin die einzige Verbindung mit dem linken Rheinufer darstellte, und wurde 1924[225] erweitert. Nach der Zerstörung 1945 wurde ab 1948[226] erneut eine Behelfsbrücke errichtet. Aus verkehrstechnischen Gründen konnte erst 1973 die von Hans Grassl entworfene Schrägseilbrücke neben ihr errichtet werden.[227] 1976 erfolgte der vielbeachtete endgültige Verschub der neuen Brücke an die historische Stelle.[228] Sie leistet die Verbindung von der Altstadt nach Oberkassel und trägt die Stadtbahnlinien, die von der Heinrich-Heine-Allee ins Linksrheinische führen.

Die noch weiter südlich stehende Rheinkniebrücke verbindet die Friedrichstadt mit Oberkassel. Sie musste aus verkehrstechnischen Gründen vor dem Neubau der Oberkasseler Brücke gebaut werden. Sie wurde zwischen 1965 und 1969 nach den Plänen von Leonhardt errichtet und ist genauso wie die Theodor-Heuss-Brücke und die nach ihr gebaute Oberkasseler Brücke eine Schrägseilbrücke.[229]

Diese drei Schrägseilbrücken zeichnen sich durch die gleichen Stilelemente aus – ein flaches stählernes Brückendeck, schlanke senkrechte Pylone und wenige, harfenförmig angeordnete Schrägseile. Aufgrund ihrer Lage in kurzer Entfernung voneinander konnten sie außerdem schon vor ihrer Fertigstellung in Modellen und Zeichnungen gemeinsam dargestellt werden. Die Düsseldorfer Brückenfamilie wurde 2007 für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert.

Weiter südlich verbinden drei ganz anders konstruierte Brücken Düsseldorf mit der Nachbarstadt Neuss. Zunächst kommt von Nord nach Süd vorgehend die Hammer Eisenbahnbrücke, eine an einem Stahlbogen abgehängte Fachwerkbrücke, deren Vorgänger aus dem Jahre 1870 stammt.[230] Reste dieser alten Brücke sind in Form der Türme an den Ufern noch zu sehen. Die heutige Brücke wurde 1987 direkt neben der historischen Trasse im Zuge des Baues der Ost-West-S-Bahnlinie S 8 errichtet. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger trägt sie vier Eisenbahngleise. Einen Fuß- oder Radweg gibt es ebenso wenig wie eine Fahrbahn für Autos.

In Sichtweite steht die Josef-Kardinal-Frings-Brücke, vormals Südbrücke, ein Neubau der Jahre 1950 bis 1951[231], nachdem die alte Brücke von 1929 im letzten Kriegsjahr 1945 zerstört worden war. Sie ist die erste Hohlkasten-Balkenbrücke, die in Schweißtechnik ausgeführt wurde. Über die Josef-Kardinal-Frings-Brücke führen die Bundesstraße 1 und zwei Straßenbahnlinien.

Die südlichste Düsseldorfer Rheinbrücke ist die Fleher Brücke, eine Schrägseilbrücke mit dem höchsten Brückenpylon in Deutschland und einer Vielzahl von fächerförmig angeordneten Seilen. Erbaut wurde sie von 1976 bis 1979.[232] Auf ihr verläuft die Bundesautobahn 46.

Im Norden der Stadt steht die Flughafenbrücke, eine Schrägseilbrücke mit zu Dreiecken verkürzten Pylonen, die von Düsseldorf-Stockum nach Meerbusch führt und dabei den Verlauf der Bundesautobahn 44 vorgibt. Sie ist die jüngste Düsseldorfer Rheinbrücke, sie wurde zwischen 1998 und 2002 gebaut.[233]

Parks und Grünflächen[Bearbeiten]

Düsseldorf, das oft den Beinamen Gartenstadt erhält, verfügt heute über 1238 Hektar öffentliche Grünflächen, davon 641 Hektar Parks, die sich über das Stadtgebiet verteilen. Der Rhein bildet mit seinen in großen, in weiten Teilen unbebauten Uferzonen ein grünes Band, welches verschiedene Parks in nord-südlicher Richtung miteinander verbindet. Am östlichen Stadtrand befinden sich zudem mit 2180 Hektar ausgedehnte Stadtwaldflächen.[234]

Der Hofgarten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hofgarten (Düsseldorf)

Der Ruf als Gartenstadt geht auf die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. 1769 ließ der Statthalter des Kurfürsten Karl-Theodor den „Alten Hofgarten“ als ersten Volksgarten Deutschlands nach den Plänen von Nicolas de Pigage im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen anlegen.[235] Die Anlage wurde richtungsweisend für ähnliche Parks in anderen Städten. Nach der Schleifung der Festungswerke 1801 wurde der Park durch Maximilian Friedrich Weyhe umgestaltet und in Form einer offenen Gartenlandschaft weiterentwickelt. Dieser „Neue Hofgarten“ mit seinen Gartenlokalen und Unterhaltungsangeboten war gesellschaftlicher Treffpunkt und eine Besonderheit Düsseldorfs. Der Hofgarten blieb bis 1875 die einzige Grünfläche innerhalb des bebauten Stadtgebietes.

Die Gärten der Großstadt[Bearbeiten]

Die durch die Industrialisierung hervorgerufene starke städtische Expansion lieferte die Grundlage für die Anlage neuer Parks. So entstanden in privater Initiative 1875 der Florapark und 1876 der Zoologische Garten, beide mit durch die Düssel gespeisten Teichanlagen. Einen großen Einfluss auf die Gestaltung der Grünflächen hatte H.F.A. Hillebrecht, der von 1879 bis 1910 Stadtgärtner von Düsseldorf war. Seit Mitte der 1880er Jahre verfolgte die Stadt Düsseldorf das Ziel, Grundstücke für die Anlage von Parks und Erholungsflächen zu erwerben. 1892 wurde der Oberbilker Volksgarten, heute Teil des Südparks, angelegt. Es folgte 1898 der Ostpark. 1903 übernahm die Stadt den Florapark und 1905 den Zoologischen Garten.[236]

Ausstellungsgärten[Bearbeiten]

1904 fand die große Gartenbau-Ausstellung in Düsseldorf statt, in deren Fokus die Reform des Gartenbaus hin zu einer architektonischen Gestaltung stand. Verfechter dieser Reformen waren Peter Behrens und Walter von Engelhardt aus dem Umfeld der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule. Nach ihren Ideen plante Reinhold Hoemann den Kaiser-Wilhelm-Park am Rhein. Im Rahmen der GeSoLei 1926 wurden Teile der Rheinufers aufgeschüttet und gärtnerisch gestaltet. Aus dem Kaiser-Wilhelm-Park und den neuen, aufgeschütteten Flächen wurde der heutige Rheinpark Golzheim, der über den Komplex des Museum Kunstpalast mit dem Hofgarten verbunden ist. Im Rahmen der Reichsausstellung Schaffendes Volk entstand zwischen Rheinufer und der Kaiserswerther Straße der Nordpark. Der Volksgarten und der Südpark waren Teil des Geländes der Bundesgartenschau 1987. Südlich hiervon befindet sich der Botanische Garten.

Herrensitze[Bearbeiten]

Die Parks mehrerer Schlösser und Herrensitze, die heute zum Stadtgebiet gehören, sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Der bekannteste ist der Park von Schloss Benrath im Süden der Stadt. Ferner sind dies in den südlichen Stadtteilen der Park Elbroich sowie die Parks der Schlösser Eller, Mickeln und Garath. Im Norden der Stadt liegen der Park von Schloss Kalkum sowie der Lantz’sche Park. Zwischen der Carlstadt und der Friedrichstadt liegen der Ständehauspark mit dem Spee’schen Graben, Kaiserteich und Schwanenspiegel. In Pempelfort schließt sich an den Hofgarten das Gelände des Künstlervereins Malkasten mit dem Jacobigarten an.

Liste der Düsseldorfer Parks[Bearbeiten]

Japanischer Garten Im Nordpark

Von den Düsseldorfer Parkanlagen wurden allein neun wegen ihrer Qualität und Bedeutung 2004 in die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen. Sie sind in der folgenden Liste durch * hervorgehoben.

Landschafts- und Naturschutzgebiete[Bearbeiten]

Bäume in der Urdenbacher Kämpe

Düsseldorf hat im Stadtgebiet 43 Naturdenkmäler und zwölf Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 1435 Hektar.[237]

In der Vergangenheit erstreckte sich im Südosten der Stadt durch das Mäandern des Rheins zwischen dem Altrhein und dem heutigen Flussverlauf ein großes Sumpf- und Moorgebiet, das große Teile der heutigen Stadtbezirke 8, 9 und 10 sowie der Nachbarstadt Hilden als auch einige der dort gelegenen Wälder umschloss. Viele der heutigen Naturschutzgebiete gingen aus den verschiedenen Ausprägungen dieses Sumpfes hervor. Der sandtragende Teil dieses In den Benden genannten Gebietes wurde inzwischen ausgekiest und hinterließ den Unterbacher See (vormals Bendensee), Elbsee, Menzelsee und Dreiecksweiher in Unterbach. Nässegebiete blieben die Urdenbacher Kämpe, der Eller Forst und der Himmelgeister Rheinbogen, die ebenso wie Teile des Elbsees und Dreiecksweiher unter Naturschutz gestellt wurden.[238] Durch die Konzentration des Wassers konnten große Flächen des Sumpfgebietes unter Anderem durch Torfbruch trockengelegt und kultiviert werden. Zuvor umging der historische Mauspfad dieses Gebiet als Höhenweg über die ersten Ausläufer des Bergischen Landes am Übergang zur niederrheinische Ebene.

Die Urdenbacher Kämpe bildet heute als Flussauenlandschaft mit einer Fläche von 316 ha das größte Naturschutzgebiet in Düsseldorf.[239] Sie ist durch die in der Niederrheinregion häufigen Streuobste im Auwald geprägt und FFH-Gebiet.[239] Im Osten der Stadt, übergehend in den Landkreis Mettmann, befindet sich das Rotthäuser Bachtal, welches ebenfalls FFH-Gebiet ist und in dem Teiche und Hecken sowie wiederum Auwälder die hügelige Landschaft prägen.[240] Das dritte FFH-Gebiet ist die Überanger Mark im Nordosten Düsseldorfs, das vor allem aus Erlen- und Hainbuchenbewaldung besteht.[241]

Die übrigen Naturschutzgebiete innerhalb der Düsseldorfer Stadtgrenzen sind:

Naherholungsgebiete und Freizeitparks[Bearbeiten]

Beliebtestes Naherholungsgebiet der Stadt ist der Unterbacher See. Er ist an der Stadtgrenze zu Erkrath und Hilden gelegen und grenzt an den Eller Forst. An ihm sind zahlreiche Freizeit- und Sportmöglichkeiten von Segeln und Tretbootfahren bis Minigolf und Schwimmen möglich. Darüber hinaus existieren zwei Campingplätze. Das Gebiet um den See herum steht unter Naturschutz.[242] Außerdem dient der Düsseldorfer Stadtwald als Teil der grünen Lunge zur Naherholung.

Die Stadt hat drei Freizeitparks für Kinder und Familien in den 1970er und 1980er Jahren eingerichtet, die seitdem modernisiert wurden. Es handelt sich um den Freizeitpark Ulenbergstraße in Bilk[243], den Freizeitpark Heerdt[244] im linksrheinischen Heerdt und den Freizeitpark Niederheid, der zudem einen Kinderbauernhof enthält.[245]

Interkulturelle Bezüge, internationale Kultur[Bearbeiten]

In Düsseldorf leben insgesamt rund 110.000 Ausländer[246] und es haben sich etwa 5000 ausländische Unternehmen angesiedelt, die die Stadt prägen. Unter anderem führen die Unternehmensniederlassungen zu einem außergewöhnlich hohen Anteil japanischer Einwohner, sowie zahlreicher Niederländer, US-Amerikaner, Briten, Franzosen, Chinesen und Koreaner. Daneben gibt es, wie in anderen vergleichbaren Städten, große türkische, griechische, marokkanische, serbische, italienische und polnische Gemeinden. In der Stadt befinden sich zahlreiche kulturelle und religiöse Einrichtungen der verschiedenen Nationalitäten und Glaubensrichtungen. 40 von 71 der in Nordrhein-Westfalen angesiedelten konsularischen Vertretungen und Zweigstellen lagen Anfang 2013 in Düsseldorf. Hinzu kommen 33 ausländische Handelskammern und Außenhandelsorganisationen.[247] Anlässlich des Staatsbesuchs des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Nordrhein-Westfalen am 29. März 2014 wurde offiziell mitgeteilt, dass die Volksrepublik China ihr viertes Generalkonsulat in Deutschland in Düsseldorf eröffnen werde.[248][249]

Düsseldorf hat eine englischsprachige internationale Schule im Norden der Stadt mit 950 Schülern aus 44 Nationen, im benachbarten Neuss befindet sich eine weitere internationale Schule. Im Stadtteil Düsseltal befindet sich eine französische Schule mit ca. 430 Schülern, linksrheinisch eine japanische internationale Schule mit ca. 650 Schülern und ein griechisches Lyzeum mit ca. 820 Schülern. Die Yitzhak-Rabin-Schule ist eine der wenigen jüdischen Grundschulen in Deutschland.

Als Kulturorganisationen sind u. a. das seit 1950 in Düsseldorf bestehende Institut français und das Instytut Polski zu erwähnen. Der Japanische Club ist mit 5000 Mitgliedern einer der größten Vereine der Stadt. An der Heinrich-Heine-Universität ist ein Konfuzius-Institut angesiedelt.

Der jährlich stattfindende Japantag, wie auch das Frankreichfest im Juli, gehören zu den kulturellen Höhepunkten im Stadtleben. Außerdem werden alle vier Jahre die jüdischen Kulturtage im Rheinland mit unterschiedlichen Sparten durchgeführt.

Im Stadtteil Gerresheim gibt es einige Straßenzüge, die sehr stark süditalienisch geprägt sind[250], die griechische Gemeinde ist in Düsseldorf ebenfalls stark. Rund um die Ellerstraße in Oberbilk hat sich in den letzten Jahren ein marokkanisch-arabisches Viertel gebildet. In Düsseldorf sind christliche Heimatgemeinden u. a. aus Südkorea, Polen und Vietnam verankert, die Russisch-Orthodoxe Kirche[251] unterhält in Düsseldorf ein Patriarchat. Die Koptisch-Orthodoxe Kirche ist mit einer Gemeinde und einer Kirche in der Stadt vertreten.[252]

Gastronomie[Bearbeiten]

Die Düsseldorfer Altstadt wird wegen ihrer vielen Kneipen als die „längste Theke der Welt“ bezeichnet. Die Formulierung geht auf den Werbeschaffenden Carl Schweik in den 1960er Jahren zurück. Neben der Altbierkneipe Uerige gibt es die Häuser „Brauerei im Füchschen“, „Brauerei Schumacher“, „Brauerei Zum Schlüssel“ und viele weitere. Es finden sich Hunderte Bars, Restaurants, Diskos und Kneipen auf einem erstaunlich engen Areal. Das Gebiet umfasst im Wesentlichen den historischen Teil der Altstadt, im Norden begrenzt von der Ratinger Straße, im Westen von der Rheinpromenade, im Osten von der Heinrich-Heine-Allee und im Süden vom Carlsplatz.[253] Im November 2009 ist die bisher geltende Sperrstunde in der Altstadt aufgehoben worden.[254]

Die Bolkerstraße in der Altstadt

Konkurrenz bekommt die Altstadt durch den modernen Medienhafen mit den architektonisch bedeutsamen Gehry-Bauten und den interessanten Clubs und Diskotheken, in denen oft auch Prominente verkehren.[255]

Beliebt in gastronomischer Hinsicht ist auch die linke Rheinseite mit den Stadtteilen Oberkassel und Niederkassel. In Bilk hat sich in den letzten Jahrzehnten zaghaft eine studentische Kneipenkultur entwickelt. In den Stadtteilen Derendorf, Flingern und Pempelfort ist eher Szene-Publikum unterwegs. Insbesondere in Pempelfort hat sich im Umfeld der Tußmannstraße und des ehemaligen Geländes des Güterbahnhofes Derendorf eine rege Kneipen- und Gastronomie-Szene entwickelt. In den genannten Vergnügungszentren und in den zahlreichen Kneipen der Stadtteile wird in erster Linie das obergärige Altbier ausgeschenkt. Fast alle Kneipen bieten aber auch andere Biersorten an. Neben dem Altbier gelten der Senf („Mostert“) der Marken Löwensenf und ABB-Senf sowie der Beerenlikör Killepitsch als weitere Spezialitäten der lokalen Gastronomie.

Eine beliebte Flaniermeile ist die Königsallee (Kö). „Sehen und gesehen werden“ heißt hier das Motto. Die zahlreichen Straßencafés des Boulevards laden zudem zum Verweilen ein. Auch die Rheinuferpromenade, die den Medienhafen mit der Altstadt verbindet, bietet eine Fülle an Cafés und Restaurants mit Außengastronomie.

Brauchtum[Bearbeiten]

Die wichtigsten Elemente des Düsseldorfer Brauchtums sind der Karneval mit dem Rosenmontagszug als Höhepunkt, die Schützenfeste in den Stadtteilen und im Juli das große Düsseldorfer Schützenfest mit der größten Kirmes am Rhein. Der St.-Sebastianus-Schützenverein besteht seit spätestens 1435, geht aber vermutlich auf das 14. Jahrhundert zurück.[35] Eine alte Tradition ist auch das Radschlagen. Für „Eene Penning“ führten die Düsseldorfer Radschläger – meist schulpflichtige Knaben – ihre Kunst vor. Weniger touristisch und wirtschaftlich bedeutsam, für die Kinder Düsseldorfs aber umso wichtiger, sind die Martinsumzüge in der Altstadt und in den Stadtteilen. Zu Ehren des Heiligen Martin von Tours ziehen sie in der ersten November-Hälfte mit selbst gebastelten Laternen singend hinter einem den Hl. Martin darstellenden Reiter her. Im Anschluss an die Umzüge „gripschen“ sie Süßigkeiten in Geschäften und an Haustüren als Gegenleistung für ein Ständchen. Neben den Karnevals- und Schützenvereinen pflegt der Heimatverein der Düsseldorfer Jonges in besonderem Maße Brauchtum und Tradition.

Sport[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sport in Düsseldorf

Rund 112.000 Menschen in Düsseldorf betreiben Breitensport in 369 Vereinen, deren Dachorganisation der Stadtsportbund Düsseldorf darstellt.[256] 36 Vereine sind in ihrer jeweiligen Sportart mindestens in der Regionalliga vertreten und repräsentieren den Leistungssport.[257] Die bekanntesten Düsseldorfer Profivereine sind im Fußball Fortuna Düsseldorf und im Eishockey die Düsseldorfer EG.[258] Vor dem Hintergrund der letztlich erfolglosen Olympiabewerbung Düsseldorf/Rhein-Ruhr für das Jahr 2012 hat die Stadt Düsseldorf massiv in den Bau neuer Sportstätten sowohl für den Profi-, als auch den Breitensport investiert. Dem Stadtmarketing wurde eine Sportagentur angegliedert, die unter dem Slogan „Sportstadt Düsseldorf“ nationale und internationale Sportereignisse in die Stadt zieht und vermarktet. Seit dem 1. Juli 2009 heißt die LTU Arena ESPRIT Arena.[259]

Fußball[Bearbeiten]

Bekanntestes sportliches Aushängeschild der Stadt ist der Traditionsverein Fortuna Düsseldorf. Die größten sportlichen Erfolge sind der Gewinn der Deutschen Fußballmeisterschaft 1933, die DFB-Pokalgewinne 1979 und 1980 sowie der Finaleinzug im Europapokalturnier der Pokalsieger 1979. Fortuna Düsseldorf spielte seit der Saison 2009/10 in der 2. Fußball-Bundesliga und stieg am 15. Mai 2012 erneut in die 1. Bundesliga auf und am letzten Spieltag der Saison 2012/2013 nach einem Jahr in der 1. Liga wieder ab.

Weitere bekannte Fußballvereine der Stadt sind die Fußballabteilung von TuRU Düsseldorf, die von der Saison 2004/2005 bis zur Saison 2007/08 in der Oberliga Nordrhein spielte, der BV 04 Düsseldorf, der seit 1963 regelmäßig zu Ostern ein internationales Junioren-Fußball-Turnier (U19 Champions Trophy) ausrichtet, sowie der VfL Benrath, der 1957 Deutscher Amateurmeister wurde und in den 1930er Jahren die beiden deutschen Nationalspieler Karl Hohmann und Josef Rasselnberg stellte.

Eishockey[Bearbeiten]

Genauso bekannt wie die Fußballmannschaft von Fortuna sind die Düsseldorfer EG. Als achtfacher Deutscher Meister seit 1967 gehört die DEG zu den erfolgreichsten Clubs in Deutschland. 2006 wurden außerdem erstmalig der Deutsche Pokalsieg und die Vizemeisterschaft errungen. Erneut wurde die Vizemeisterschaft in der Saison 08/09 geholt.

Im Eisstadion an der Brehmstraße, Spielort der DEG von 1935 bis 2006, fanden mehrere europäische Eishockey-Wettbewerbe und Weltmeisterschaftsspiele statt. Seit September 2006 werden die Spiele der DEG im ISS-Dome ausgetragen.

Seit dem Ausstieg des Hauptsponsors 2012 hat die DEG mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Trotzdem konnte der Verbleib in der DEL in der Spielzeit 2012/2013 und auch 2013/2014 durch lokale Kooperationen gesichert werden.

American Football[Bearbeiten]

Der älteste American-Football-Verein Düsseldorfs sind die Düsseldorf Panther, die seit ihrer Gründung 1978 sechsmal die deutsche Meisterschaft der German Football League gewannen, damit bis 2008 über lange Jahre deutscher Rekordmeister waren und als das älteste noch existierende deutsche American-Football-Team gelten.

Die Düsseldorf Bulldozer, gegründet 1979, blicken auch auf eine lange Tradition zurück und haben in den Anfangsjahren der deutschen Ligen ebenfalls in den oberen Klassen mitgespielt.

Die Mannschaft von Rhein Fire gehörte von 1994 bis zur Auflösung 2007 zu den sportlichen Glanzlichtern Düsseldorfs. Rhein Fire war 2006, wie schon 1999, 2002, 2004 und 2005, Gastgeber des World Bowls und konnte diesen nach fünf Finalteilnahmen auch in den Jahren 1998 und 2000 gewinnen.

Tischtennis[Bearbeiten]

Der Tischtennisverein Borussia Düsseldorf war zuletzt 2014 Deutscher Meister und hat neben 26 nationalen Meistertiteln auch 22-mal den Deutschen Pokalsieg errungen. Die Borussia holte sechsmal den Europapokal der Landesmeister sowie zweimal den ETTU-Pokal und gewann 2000, 2009, 2010 und 2011 die Champions League im Tischtennis. Hinzu kommt ein 3. Platz bei der ersten Weltmeisterschaft für Vereinsmannschaften.

Der 1949 gegründete Lokalkonkurrent TuSa 06 Düsseldorf wurde zwischen 1962 und 1967 fünfmal Deutscher Mannschaftsmeister der Herren sowie von 1964 bis 1966 dreimal in Folge Deutscher Pokalmeister. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Tischtennis-Bundesliga, in der er bis 1971 verblieb.

Mit Eberhard Schöler, Jörg Roßkopf, Dimitrij Ovtcharov und Timo Boll spiel(t)en vier der erfolgreichsten deutschen Tischtennisspieler lange Jahre in Düsseldorf.

Außerdem finden in Düsseldorf jedes Jahr die "Kids Open" statt, das größte Tischtennis-Jugendturnier Europas.

Tennis[Bearbeiten]

Der erfolgreichste Tennisclub der Stadt sind die Herren des Rochusclubs in der 1. Bundesliga, bei den Damen hingegen erzielt der TC Benrath in der 1. Bundesliga die meisten Erfolge. Die Mannschaftsweltmeisterschaft World Team Cup wurde zwischen 1978 und 2012 jedes Jahr im Mai auf dem Gelände des Düsseldorfer Rochusclubs ausgetragen.

Trampolinturnen[Bearbeiten]

Der TV Unterbach 1905 wurde fünfmal zwischen 1978 und 1984 in der olympischen Disziplin Trampolinturnen deutscher Mannschaftsmeister. Dazu kamen viele Teilnahmen und Titel in den Einzelmeisterschaften auf Deutschland-, Europa- und Weltebene. Zudem stellte der Verein über Jahrzehnte einen Großteil der deutschen Nationalmannschaft und die Leitung der Trampolin-Bundesliga. Internationale Pionierarbeit leistete der Verein mit der Veranstaltung des Unterbach-Cup als erstem und höchststehendem europaweiten Wettkampf für Jugendliche, zuletzt mit weltweiter Beteiligung. Weiter gehört der Turnerbund Hassels 1925 zu den wenigen Sportvereinen, die in Düsseldorf Trampolinturnen anbieten.

Tanzsport[Bearbeiten]

Tanzveranstaltung auf der Rheinwerft

Das Ehepaar Anneliese und Siegfried Krehn betrieb über Jahrzehnte eine der ersten Tanzschulen in Düsseldorf. In den 1950er und 1960er Jahren errangen sie zahllose vordere Plätze bei Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften, zunächst als Amateure für den Boston Club Düsseldorf[260], später als Profis.[261] Unter anderem gewannen sie die deutschen Meisterschaften in den Standardtänzen siebenmal in Folge[262] sowie in den lateinamerikanischen Tänzen dreimal in Folge[263] Außerdem sicherten sie sich in diesen beiden Disziplinen gleichzeitig die Vize-Weltmeistertitel des Jahres 1966.[264][265] Im Zuge dieser Erfolge standen sie und ihre Tanzschule im Mittelpunkt des ersten Tanzunterrichts im Deutschen Fernsehen.[266]

Basketball[Bearbeiten]

Das bekannteste Düsseldorfer Basketballteam sind die Gloria Giants Düsseldorf, die in der zweiten Basketball-Bundesliga ProA spielen. In den 1980er Jahren war die Mannschaft DJK Agon 08 Düsseldorf im deutschen Basketball der Damen dominierend (neunmal deutscher Meister in Folge von 1980 bis 1988, außerdem 1975 sowie in den Jahren 1990 und 1991) und auch in den europäischen Wettbewerben erfolgreich vertreten (zwei Finalteilnahmen 1983 und 1986). Außerdem wurde DJK Agon 08 Düsseldorf noch siebenmal Deutscher Pokalsieger der Damen.

Handball und weitere Sportarten[Bearbeiten]

TuRU Düsseldorf, der HSV Düsseldorf bzw. die HSG Düsseldorf spielten von 1983 bis 2012 in der 1. und 2. Handball-Bundesliga.

Weitere Sportarten, in denen Düsseldorf mit Mannschaften in den obersten Ligen vertreten ist, sind Hockey (1. und 2. Bundesliga), Lacrosse (1. Bundesliga), Baseball, Tanzsport, Kanusport und Faustball (2. Bundesliga).

Internationale Sportereignisse in Düsseldorf[Bearbeiten]

Der Sport in Düsseldorf erlebte und erlebt Jahr für Jahr verschiedene Sportveranstaltungen mit bundesweiter und auch weltweiter Beachtung. Hier wären die bereits erwähnte Mannschaftsweltmeisterschaft im Tennis im Rochusclub, der METRO Group Marathon, der Skilanglauf-Weltcup am Rheinufer, das Jugendfußballturnier des BV 04, das Radrennen Rund um die Kö und der Kö-Lauf zu nennen.

Im internationalen Fußball war Düsseldorf mit seinem Rheinstadion Gastgeber mehrerer Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 sowie des Eröffnungs- und mehrerer Gruppenspiele der Fußball-Europameisterschaft 1988. Das Eisstadion an der Brehmstraße war WM-Standort bei den Eishockey-Weltmeisterschaften 1955, 1975 und 1983. 1977 wurde im Rheinstadion der WorldCup, ein Vorläufer der heutigen Leichtathletik-Weltmeisterschaften, ausgetragen.

In der Leichtathletik war die Stadt Schauplatz der Crosslauf-Weltmeisterschaften 1977 und ist seit 2006 Gastgeber des Düsseldorfer Indoor-Meetings.

Zwischen 2000 und 2003 bewarb sich Düsseldorf auf nationaler Ebene um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2012. Im nationalen Vorentscheid wurde Düsseldorf hinter Leipzig und Hamburg Dritter.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Feuerwerk zum Japan-Tag 2009
  • Juli
  • August
    • Benrather Biermarkt (Biere aus aller Welt)
    • kunstpunkte – offene Ateliers in Düsseldorf (an zwei Wochenenden)
    • Gourmet Festival Düsseldorf
  • September
    • Mondschein-Träume: Schloss Benrath Musikfestival in Benrath
    • Maler- und Töpfermarkt
    • Chinafest Düsseldorf
    • Latzen Jazzen
    • Internationaler Kö-Lauf – Deutschlands größter City-Lauf
    • altstadtherbst kulturfestival düsseldorf
    • Erntedankfest in Urdenbach (1. Sonntag nach dem 29. September)
  • Oktober
    • Rhein-Marathon-Rudern[268] (von Köln nach Düsseldorf) seit 1971
  • November
    • St.-Martin-Umzüge mit Laternen und Gesang
    • Martinslauf in Düsseldorf-Hassels – Größter Volkslauf in Düsseldorf
    • Latzen Jazzen
    • Beginn der Karnevalszeit – Hoppeditz-Erwachen am 11.11. um 11:11 Uhr.
  • Dezember
    • Adventsmarkt am 1. Advent in Benrath
    • Nikolaus- und Weihnachtsmärkte in der Altstadt, auf der Schadowstraße, dem Schadowplatz, der Nordstraße und in einigen anderen Stadtteilen
    • Saisonauftakt des Skilanglauf-Weltcups mit Einzel- und Mannschaftswertungen im Sprint

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Düsseldorf ist eine wirtschaftsstarke, diversifizierte und global intensiv verflochtene Stadt in der Mitte der Metropolregion Rhein-Ruhr, in der sie eine funktionale Primatstellung innehat (→ Global City). Unter den Metropolfunktionen überragt der Sektor Entscheidungs- und Kontrollfunktionen alle Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen deutlich. Auch als Gateway, also hinsichtlich seiner Ferninfrastrukturen und weltweiten Kontakte, ist Düsseldorf von überragender Funktion in Nordrhein-Westfalen. Einerseits ist hierfür die zentrale Lage im bevölkerungsreichsten Ballungsraum Deutschlands ausschlaggebend. Andererseits stellen der drittgrößte Flughafen Deutschlands, Düsseldorf Airport, sowie die Messe Düsseldorf mit 25 internationalen Leitmessen wichtige Faktoren für die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt dar, insbesondere im Hinblick auf ihre internationale Verflechtung. Die starke Stellung des Düsseldorfer Arbeitsmarkts manifestiert sich in dem mit Abstand größten Einpendlerüberschuss unter den Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens (per saldo +151.387 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte).[269] Das günstige Standortklima für wirtschaftliche Innovation und Unternehmensgründung ist an der relativ hohen Zahl neugegründeter Unternehmen ablesbar. 2009 war Düsseldorf bundesweit die führende Stadt bei Unternehmensneugründungen, geprägt durch Gründungen vor allem im Bereich forschungsintensiver Industrien.[270] 2011 war die Stadt der deutsche Ort mit den meisten Direktinvestitionen aus dem Ausland.[271] Die Zahl der durch Auslandsinvestitionen geschaffenen Stellen lag 2011 dreimal so hoch wie 2010 und innerhalb Deutschlands am höchsten. Damit war Düsseldorf auch nach diesem Parameter der beliebteste Standort für Auslandsinvestitionen in Deutschland.[272] Nach einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Ernst & Young war Düsseldorf 2013 – vor London und Paris – der Großraum mit der höchsten Zahl von Direktinvestitionen aus der Volksrepublik China in Europa. Dies wird einerseits mit den Standortvorteilen erklärt, die die in Nordrhein-Westfalen bestehenden Technologie-Unternehmen, die zentrale Lage in Europa und der Messestandort bieten, andererseits mit der Eigendynamik einer bereits vorhandenen chinesischen Community, die sich einrichtet und engere Netzwerke knüpft.[273]

Düsseldorf ist führender Standort in den Branchen Werbung, europäisches Patentwesen, Telekommunikation und Unternehmensberatung sowie Deutschlands „Stadt der Mode“. Mit den Igedo Fashion Fairs und den Collections Premieren Düsseldorf (CPD) fanden sich hier führende Modemessen Europas. Mit dem neuen Format The Gallery Düsseldorf versucht der Messeveranstalter Igedo an frühere Erfolge anzuknüpfen. Über 600 Showrooms verschiedenster Hersteller sowie große Textilhandelsfirmen konzentrieren sich in der Landeshauptstadt, über 1.300 in der Agglomeration Düsseldorf. Den räumlichen Schwerpunkt bildet hierbei ein Cluster von Orderbüros rund um die Kaiserswerther Straße im Stadtteil Golzheim. Weiterhin ist Düsseldorf, gemessen am Umsatz, Deutschlands Modestandort Nummer eins: Mit rund 18 Milliarden Euro ist der Modeumsatz in Düsseldorf nach einer Untersuchung des Kölner Instituts für Handelsforschung mehr als doppelt so hoch wie in München und Berlin zusammen.[274] Geschätzt werden Nüchternheit und geschäftliche Effizienz des Modestandorts am Rhein.[275]

Die Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt umfasst rund 4.100 Unternehmen mit einem Jahresumsatz von etwa 7,4 Milliarden Euro,[276] der Anteil der Kreativen Klasse an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist nach einer Untersuchung für das Jahr 2008 unter den Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens in Düsseldorf am höchsten.[277] Innerhalb Deutschlands gilt die eng verflochtene Metropolregion Rhein-Ruhr als führendes Zentrum der Kreativwirtschaft.[278]

Düsseldorf ist nach Frankfurt am Main die zweitgrößte Banken- und Börsenstadt (Börse Düsseldorf) – ca. 170 Banken haben eine Filiale oder ihre Zentrale in Düsseldorf, das traditionsreiche Bankenhaus HSBC Trinkaus ist hier beheimatet.

Zahlreiche internationale Firmen haben hier ihren Sitz: L’Oréal Deutschland, Komatsu Mining Germany, Air Liquide Deutschland, Nikon Deutschland, Vodafone Deutschland, die Metro AG, E.ON, Rheinmetall, Henkel, Tata Steel mit Vallourec & Mannesmann Tubes, NRW.Bank, E-Plus, Qiagen und die ERGO Versicherungsgruppe, zu der wiederum beispielsweise die Victoria und die Hamburg-Mannheimer gehören. Daimler produziert in Düsseldorf die geschlossenen Baureihen des Mercedes-Benz Sprinter sowie für VW den technisch verwandten Crafter. Zahlreiche Mittelstandsfirmen im Bereich Hochtechnologie, Medizintechnik, Sondermaschinen- und Anlagenbau sowie Antriebs- und Produktionstechnik und Nahrungsmittelsproduktion sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Düsseldorfer Industrielandschaft. Dazu gehören unter anderem die Firmen Gerresheimer AG, Demag Cranes AG, Vossloh AG, GEA Group AG, A.u.K. Müller GmbH & Co. KG, Walter Flender Gruppe und Zamek. Die größte japanische Kolonie in Kontinentaleuropa hat Düsseldorf den Beinamen „Nippon am Rhein“ eingebracht. In der Stadt sind allerdings auch Unternehmen aus anderen Ländern in erheblichem Maße aktiv – besonders aus den Niederlanden, aus Großbritannien, Frankreich, Skandinavien und China. Mit der Provinzial Rheinland hat ein großer öffentlicher Versicherer in Düsseldorf seinen Sitz. Ein weiteres bekanntes Versicherungsunternehmen aus der Landeshauptstadt ist der ARAG-Konzern.

Seit der Jahrtausendwende hat sich in Düsseldorf zudem eine lebendige Startup-Szene im Bereich der Internetwirtschaft entwickelt, die allerdings mit Städten wie Berlin, Hamburg und München noch nicht konkurrieren kann.[279] Zu den bekanntesten Düsseldorfer Start-ups zählen die Hotelsuchmaschine Trivago, der Online-Kreditmarktplatz Auxmoney und der Lebensmittelhändler Emmas Enkel.

Die wirtschaftliche Stärke Düsseldorfs hat der Stadt zu soliden kommunalen Finanzen mit ausgeglichenen Haushalten seit 1999 verholfen. Seit dem 12. September 2007 ist die Stadt als zweite Großstadt Deutschlands schuldenfrei.[280] Als erste deutsche Stadt hat sich Düsseldorf zudem 2005 einem Kreditrating unterzogen und wurde hierbei von der Ratingagentur Moody’s mit Aa1 bewertet, der zweitbesten möglichen Wertung. Die Kreditwürdigkeit Düsseldorfs wurde damit höher eingeschätzt als etwa jene Nordrhein-Westfalens (Aa2), der Deutschen Bank (Aa3) oder der Commerzbank (A2).

2008 betrug das Bruttoinlandsprodukt in Düsseldorf 42,08 Milliarden Euro[281], das heißt 88.017  € pro Erwerbstätigem. Im bundesweiten Städtevergleich liegt die Stadt damit zusammen mit Frankfurt am Main an der Spitze in Deutschland.[282] Der Kaufkraftindex für die Landeshauptstadt liegt im langjährigen Vergleich rund 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Trotz der differenzierten Wirtschaft und der guten Rahmenbedingungen liegt die Arbeitslosigkeit seit Jahren höher als im Bundesdurchschnitt, was mit dem Wegfall von über 50.000 Arbeitsplätzen in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe in den vergangenen 30 Jahren zusammenhängt.

Die Wirtschafts-, Büro- und Verwaltungsstandorte der Stadt sind mit den stadtplanerischen Zielen der Entlastung der Innenstadt, der Entflechtung des Verkehrs, der Ausnutzung günstigerer Bodenpreise und der Schaffung städtebaulicher Entwicklungsimpulse über das gesamte Stadtgebiet verteilt worden. Neben der Innenstadt gelten folgende Bereiche als die wichtigsten Büro- und Verwaltungsstandorte:

Der Immobilienstandort Düsseldorf, der innerhalb der Metropolregion Rhein-Ruhr die Spitzenstellung einnimmt, zieht aufgrund seiner Werthaltigkeit sowie aufgrund seiner guten demografischen und wirtschaftlichen Aussichten hochwertige Immobilienentwicklungen und Investitionen an, sowohl im gewerblichen Bereich[283] als auch auf dem Sektor der Wohnimmobilien.[284] Das Beratungsunternehmen bulwiengesa stuft die Stadt aufgrund ihrer Bedeutung für den Immobilienmarkt neben sechs weiteren deutschen Metropolen in die Gruppe der sogenannten A-Städte ein.[285] Nach einer Untersuchung der CBRE gehörte Düsseldorf im ersten Halbjahr 2013 zu den zehn führenden Investmentmärkten für Gewerbeimmobilien in Europa.[286] Bevölkerungswachstum (vor allem durch Zuzug von Neubürgern) und eine steigende Belegung von Wohnflächen durch Ältere könnten die Wohnflächennachfrage zwischen 2006 und 2025 um insgesamt 3,1 Prozent steigen lassen.[287] Die durch die Metropolisierung geförderte Gentrifizierung, die sich auf dem Wohnungsmarkt stark nachgefragter Stadtteile als Verdrängung einkommensschwacher Milieus durch Neubürger mit höherem Einkommen realisiert, führt in der Stadt zunehmend zu einer wohnungspolitischen Debatte.[288] Der starken Nachfrage nach Wohnungen stehen eine geringe Zahl freier Wohnungen und eine geringe Zahl von Wohnungsneubauten gegenüber, was die Preise für Wohnraum nach oben treibt.[289][290] Diese vorerst anhaltende Situation führt nach Ansicht von Wohnungsmarktbeobachtern zu einem optimalen wirtschaftlichen Umfeld für renditeträchtige Investitionen, insbesondere für Investitionen in den modern konzipierten, hochwertigen Geschosswohnungsneubau, zumal infolge der geringen Neubautätigkeiten der letzten Jahrzehnte mittlerweile etwa 81 Prozent des Wohnungsbestandes älter als 30 Jahre ist.[291][292] Gemessen am durchschnittlichen Nettohaushaltseinkommen der Düsseldorfer liegen die Mietpreise in der Stadt im großstädtischen Vergleich allerdings niedrig. Eine im Oktober 2012 veröffentlichte Untersuchung des Immobilienverbandes Deutschland ergab, in Bezug auf eine Dreizimmer-Mietwohnung mit 70 Quadratmetern in mittlerer Lage als Referenzgröße, dass ein Düsseldorfer Haushalt dafür im Durchschnitt 19,8 Prozent des Einkommens aufwendet, ein durchschnittlicher Berliner Haushalt jedoch 23,0 Prozent.[293] 2013 berichtete die Deutsche Bundesbank, dass die Preisentwicklung auf Wohnungsmärkten in deutschen Großstädten, namentlich auch in Düsseldorf, möglicherweise zu „Übertreibungen“ geführt hätte.[294] Als Folge der Finanz- und Weltwirtschaftskrise überlagerten sich in Düsseldorf in den letzten Jahren mehrere Trends, die bei Wohnimmobilien außergewöhnlich hohe Kauf- und Mietpreisanstiege erzeugten, vor allem in den innerstädtischen Lagen: ein Trend zurück in die Stadt (Reurbanisierung), kommunale Liberalisierungsbestrebungen, negative Realzinsen, die „Flucht“ von Privatanlegern in Sachwerte, schlechte Anlagealternativen für risikoarme Investments institutioneller Investoren und ein gewisses Bevölkerungswachstum.[295]

Verkehr[Bearbeiten]

Düsseldorf zählt unter den Städten mit vergleichbarer Bedeutung zu den Zentren mit den dichtesten und leistungsfähigsten Verkehrsinfrastrukturen in der Welt. Hierzu trägt besonders die gute Ausstattung mit Anlagen des öffentlichen Personennahverkehrs und des motorisierten Individualverkehrs bei. Außerdem reduzieren die geringere Stadtgröße und die Lage in einer verkehrlich gut ausgebauten polyzentrischen Raumstruktur die Wahrscheinlichkeit von Verkehrsstaus erheblich. Im Hinblick auf Erreichbarkeitspotenziale im Straßen- und Schienenverkehr weist die Metropolregion Rhein-Ruhr, in deren Zentrum Düsseldorf liegt, die Spitzenposition in Europa auf.[296] Dem gegenüber steht beispielsweise eine Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little, die Düsseldorf im Mobilitätsvergleich deutscher Großstädte auf dem letzten Platz sieht.[297]

Carsharing[Bearbeiten]

Neben stationärem Carsharing bieten seit 2012 Car2go und DriveNow erstmals in direkter Konkurrenz Free Floating Cars an, die im städtischen Straßenraum Düsseldorfs auf jedem regulären Parkplatz abgestellt werden dürfen.[298]

Flugverkehr[Bearbeiten]

Hauptartikel: Düsseldorf Airport

Der Düsseldorf Airport ist gemessen an den Passagierzahlen nach Frankfurt und München der drittgrößte internationale Flughafen Deutschlands. Im Jahre 2012 flogen rund 20,8 Millionen Menschen[299] mit 60 verschiedenen Fluggesellschaften von und zu weltweit 200 Zielen in über 50 Ländern.[300] Die Lage des Flughafens Düsseldorf zeichnet sich durch seine Nähe zum Stadtzentrum sowie zum Messegelände in Stockum aus und ermöglicht daher kurze Transferzeiten. In der weiteren Umgebung bieten die Flughäfen Köln/Bonn, Dortmund und Weeze ebenfalls kontinentale und interkontinentale Flugverbindungen an.

Häfen und Wasserstraßen[Bearbeiten]

Düsseldorf liegt durch seine Position am Rhein auch an der Schifffahrtsroute Rotterdam–Constanța, die die Nordsee mit dem Schwarzen Meer verbindet. Durch zwei Häfen ist Düsseldorf in Reisholz und in Innenstadtnähe im gleichnamigen Stadtteil an das europäische Binnenwasserstraßennetz angebunden. Des Weiteren gibt es Anlegestellen für die Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrts AG (kd) und die Weiße Flotte der Rheinbahn. Für Wassersportler gibt es am Rheinpark Golzheim einen Sport- und Yachthafen.

Einbindung in das Autobahn- und Bundesstraßennetz[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet Düsseldorfs ist von folgenden Bundesautobahnen umgeben beziehungsweise wird teilweise von diesen berührt: Im Norden die A 44 AachenVelbert und die A 52 MarlEssen–Düsseldorf, im Süden die A 46 HeinsbergHagen und die A 59 vom Autobahnkreuz Düsseldorf-Süd in Richtung Leverkusen, im Westen die A 52 Düsseldorf–Roermond und die A 57 KölnNimwegen sowie im Osten die A 3 Frankfurt am MainOberhausen. Von diesen bilden die A 3, die A 44, die A 46 und die A 57 den Autobahnring Düsseldorf. Ferner führen die Bundesstraßen B 1, B 7, B 8, B 228 und B 326 durch die Stadt.

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten]

Düsseldorf verfügt über die ICE-Fernbahnhöfe Hauptbahnhof und Düsseldorf Flughafen, den Regionalbahnhof Benrath sowie 25 S-Bahn-Stationen. Der Flughafen ist dabei einerseits über den Fernbahnhof, der den Übergang in Züge der Kategorien IC/EC und ICE sowie in den Regionalverkehr und die S-Bahn-Linie 1 ermöglicht, und andererseits über den S-Bahnhof Düsseldorf-Flughafen Terminal doppelt an das Schienennetz angebunden.

Im Eisenbahngüterverkehr ist Düsseldorf jedoch nach Stilllegung und Abbruch seines Rangierbahnhofes Düsseldorf-Derendorf kein Eisenbahnknoten mehr, der größte Güterbahnhof des gesamten Düsseldorfer Eisenbahnkomplexes ist heute im Bahnhof des benachbarten Neuss. Des Weiteren verfügt die Stadt über ein dichtes Netz an Stadtbahnen, Straßenbahnen- und Stadtbus-Linien. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in der Stadt wird durch die Rheinbahn, die Regiobahn und die Deutsche Bahn betrieben. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr zu benutzen. Bei Fahrten in Richtung Leverkusen gilt seit dem 1. Februar 2005 der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg als Übergangstarif.

Straßenbahn- und Stadtbahnnetz[Bearbeiten]

Straßen- und Stadtbahnnetz Düsseldorf
Hauptartikel: Straßenbahn Düsseldorf
Hauptartikel: Stadtbahn Düsseldorf

Ein Straßenbahnnetz wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgebaut, zunächst mit Wagen, die von Pferden über die Gleise gezogen wurden, ab 1896 dann elektrisch.[301] Dieses Bahnnetz umfasste auch Fernlinien nach Krefeld (K-Bahn) und Duisburg (D-Bahn) sowie von Benrath nach Solingen-Ohligs. Die Fernverbindungen nach Krefeld und Duisburg werden bis heute als Stadtbahnlinien U 70 und U 76 (Krefeld) sowie U 79 (Duisburg) bedient. Weitere ortsübergreifende Linien bestehen nach Neuss und Ratingen. Ab 1982 begann der Betrieb der Stadtbahn Düsseldorf.

Die Stadtbahn Düsseldorf umfasst derzeit sieben Linien, die im Kernbereich des Innenstadttunnels zwischen U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee und dem Hauptbahnhof parallel verlaufen. Alle Stadtbahnstrecken haben oberirdische Zulaufstrecken, teilweise verläuft das Gleisbett dort auf der Fahrbahn für den Autoverkehr. Eine weitere Tunnelstrecke, die Wehrhahn-Linie, befindet sich im Bau. Der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee wird zum zentralen Umstiegspunkt zwischen allen Stadtbahnlinien werden. Es wird drei neue Stadtbahnlinien geben.

Fahrrad- und Fußgängerverkehr[Bearbeiten]

Fußgängerampel mit Gelbphase

Seit dem Jahr 2008 verfügt die Innenstadt Düsseldorfs über ein Fahrradverleihsystem mit Netzcharakter, das auch für Einwegfahrten geeignet ist.[302] 2011 stehen 400 Mieträder an 58[303] markierten Stationen im Stadtgebiet zur Verfügung.[304] Pedelecs werden an der Fahrradstation am Hauptbahnhof verliehen.[305] Die Stadt Düsseldorf ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, von der sie 2007 das Prädikat „fahrradfreundliche Stadt“ verliehen bekommen hat, auch wenn das Radwegenetz nach Ansicht vieler Bürger noch als sehr lückenhaft angesehen wird.[306][307][308]

Düsseldorf ist eine der wenigen Städte in Deutschland, deren Lichtsignalanlagen für Fußgänger über eine separate Gelbphase verfügen. Hier wird das Gelbsignal durch einen rechteckigen gelben Balken gekennzeichnet. Während dieser Zeit haben die Fußgänger die Möglichkeit, die Kreuzung zu räumen, ohne – wie in anderen Städten – gegen Rot laufen zu müssen. Unmittelbar nachdem das Fußgängersignal von Gelb auf Rot wechselt, wird die Freigabe für den Querverkehr eingeleitet. Auch vor der Grünphase gibt es für Fußgänger eine kurze Rot-Gelb-Phase von weniger als einer Sekunde Dauer. Ampeln in Düsseldorf sind zu einem erheblichen Teil bereits auf Leuchtdioden-Technik umgestellt, was gegenüber Glühlampen niedrigeren Wartungsaufwand, bessere Erkennbarkeit und auch einen geringeren Energieverbrauch gewährleisten soll.

Technologie, Industrie und verarbeitendes Gewerbe[Bearbeiten]

Ex-Mannesmann-, dann Vodafone-Europazentrale, wohl bald Landesministerium
Grohe Corporate Center, Düsseldorf-Oberkassel

Düsseldorfs stürmische Entwicklung zur Großstadt wurde durch die Ansiedlung von Industriebetrieben im 19. Jahrhundert vorangetrieben. Noch heute ist die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt eine industriell geprägte Stadt. Die 1129 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes (ohne Baugewerbe und Energie- und Wasserversorgung) erwirtschafteten 2005 etwa 29 % des steuerbaren Umsatzes aller Unternehmen in der Stadt und damit nur etwas weniger als der Handel (ca. 32 %), aber deutlich mehr als das Dienstleistungsgewerbe (ca. 9 %).[309] Allerdings ist die Bedeutung des verarbeitenden Gewerbes in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Während die Düsseldorfer Industriebetriebe 1979 noch 90.000 Arbeitsplätze boten, ist die Beschäftigtenzahl in diesem Bereich bis 2006 auf nur noch 38.791 im Jahresmittel zurückgegangen[310] mit fallender Tendenz.

Der größte und bekannteste Düsseldorfer Industriebetrieb ist der Henkel-Konzern, ein Chemieunternehmen, das Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik und Körperpflegeprodukte sowie Klebstoffe, Dichtstoffe und Produkte für die Oberflächentechnik herstellt und bis heute im Stadtteil Reisholz produziert. Im Bereich Kosmetik und Hygienemittel sind in Düsseldorf die L’Oréal Deutschland GmbH, die Marbert AG sowie die Hakle-Kimberly Deutschland GmbH (Kimberly-Clark Corporation) tätig. Im Bereich Medizintechnik und Pharma ist die Firma Gerresheimer AG ansässig, ein MDAX-notierter, weltweit tätiger Experte für Hochleistungsgläser und biokompatible Kunststoffprodukte.

Das metallverarbeitende Gewerbe hat eine lange Tradition. Das bekannteste Unternehmen aus diesem Bereich war Mannesmann, welches nach seiner Zerschlagung in Teilen in Düsseldorf weiter produziert, darunter die Vallourec & Mannesmann Tubes (Stahlröhren). Ebenfalls bekannt ist der Rheinmetall-Konzern, der größte deutsche Waffenproduzent.[311] Weitere metallverarbeitende Unternehmen sind Schmolz + Bickenbach (Edelstahl-Langprodukte) und Hille & Müller GmbH. Seit 2011 hat die GEA Group AG, ein international tätiges Unternehmen im Bereich des Spezialmaschinenbaus, ihren Sitz in Düsseldorf.

Im Bereich Fahrzeugtechnik, Verkehr und Transport ist der größte Betrieb das Mercedes-Benz-Werk in Derendorf, in dem der Mercedes-Benz Sprinter und der VW Crafter montiert werden sowie CKD für Freightliner Sprinter hergestellt werden. Ebenfalls in Derendorf befindet sich die Zentrale der Rheinmetall AG, einem Hersteller von Automobil- und Rüstungstechnik. Demag Cranes produziert in Benrath Hafen-, Terminal- und Eisenbahnkräne sowie automatisch gesteuerte Transportfahrzeuge und entwickelt dazugehörige Management- und Navigationssoftware. Benachbart stellt die Komatsu Mining Germany GmbH Großhydraulik- und Minenhydraulikbagger her. Demag Cranes und Komatsu Mining Germany verbindet der gemeinsame Ursprung aus der Carlshütte AG. Weiterhin stellt die Vossloh Kiepe GmbH Steuerungs- und Antriebstechnik für Straßenbahnen und O-Busse sowie Hybridantriebe und Spezialfahrzeuge her. Die Walter Flender Gruppe ist weltweiter Anbieter von Antriebs- und Fördertechnik. Aus der Vergangenheit sind die Schiess AG und die DUEWAG erwähnenswert.

Die Papierindustrie ist in der Stadt durch die Firmen Julius Schulte Söhne GmbH & Co. und den Stora-Enso-Konzern vertreten, der bis 2008 einen Produktionsstandort in Reisholz betrieb und heute seine Deutschlandzentrale in Düsseldorf unterhält. Seinen Ursprung hat die Papierproduktion in Düsseldorf im Feldmühle-Konzern. Guschky & Tönnesmann GmbH & Co. KG stellen Ausrüstungen für die Papier- und Verpackungsindustrie her.

Aus dem Bereich Nahrungsmittel sind Zamek Nahrungsmittel GmbH & Co. KG, die Teekanne GmbH, die Düsseldorfer Löwensenf GmbH sowie BASF Personal Care and Nutrition und die Fortin Mühlenwerke bekannt. Das traditionelle Altbier wird außer in Hausbrauereien in Düsseldorf heute jedoch nicht mehr gebraut. Die großen Brauereistandorte in Derendorf und Heerdt sind heute Konversionsflächen. Mit der Deutschen Tiernahrung Cremer ist Deutschlands größter Mischfutterhersteller in Düsseldorf beheimatet.

Weitere bekannte Betriebe sind die SMS Siemag, die Hütten- und Walzwerkstechnik herstellt, die TELBA AG im Bereich Telekommunikations- und Sicherheitstechnik, die behr Labor-Technik GmbH, A.u.K. Müller GmbH & Co. KG, ein weltweit operierender Spezialist und Anbieter von Magnetventilen, MHG Strahlanlagen GmbH sowie die Carborundum-Dilumit Schleiftechnik GmbH, eine Spezialistin für Schleifscheiben, die aus der insolventen Carbo Group hervorgegangen ist.

Handel und Dienstleistungsgewerbe[Bearbeiten]

Mit der Metro-Gruppe und ihrer Tochter Metro Cash & Carry sitzt einer der größten Handelskonzerne der Welt in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Weiterhin befinden sich die Zentralen von Bekleidungshäusern wie Peek & Cloppenburg Düsseldorf (P&C) sowie C&A im Stadtgebiet. Als Standort des Modehandels und durch die Messen igedo und CPD konnte die Stadt den Ruf einer Modestadt erwerben.

Einen Schwerpunkt der städtischen Wirtschaftsstruktur bilden mit rund 1.500 Unternehmen und 24.000 Beschäftigten die Branchen der Informations- und Kommunikationstechnik, darin besonders die Mobilfunkbranche. Mehr als die Hälfte des deutschen Mobiltelefon- und SIM-Karten-Absatzes wird von Düsseldorf aus gesteuert.[312][313] Die Vodafone GmbH als Nachfolgerin von Mannesmann Mobilfunk hat ihren Sitz ebenso in der Stadt wie E-Plus. Vodafone hat darüber hinaus seine Deutschland- und seine Europazentrale im Vodafone-Campus im linksrheinischen Düsseldorf-Heerdt angesiedelt. Im Jahre 2008 hat das chinesische Telekommunikationsunternehmen Huawei sein europäisches Headquarter von London nach Düsseldorf verlegt. Hier baut das Unternehmen seine Europazentrale und ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für die Bedürfnisse seiner europäischen Kunden auf.[314] Schon 2005 hatte der ebenfalls chinesische Telekommunikationsausrüster ZTE Deutschland GmbH sein Hauptquartier in Düsseldorf errichtet. Das schwedische Telekommunikationsunternehmen Ericsson tat dies für sein Deutschlandgeschäft bereits 1955.

Die Holding der E.ON AG sowie mehrere ihrer Tochterunternehmen haben ihren Hauptsitz in Düsseldorf. Weitere Energieversorger im Stadtgebiet sind die Stadtwerke Düsseldorf und die Naturstrom AG.

Mister Minit, eines der größten Franchiseunternehmen Deutschlands, hat seine Servicezentrale seit 2011 im Düsseldorfer Norden.[315][316]

Medien[Bearbeiten]

WDR (vorne), Neuer Zollhof (Gehry-Bauten) und Teil des Medienhafens

In Düsseldorf befinden sich Studios der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Westdeutscher Rundfunk (WDR-Studio Düsseldorf) und Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF-Landesstudio Düsseldorf). Aus Düsseldorf kommen außerdem die Programme von NRW.TV und QVC. Ehemals in Düsseldorf stationiert waren von 1998 bis 2006 NBC GIGA, von 1995 bis zu seiner Einstellung 1998 Nickelodeon sowie von 1996 bis zu seiner Einstellung 1998 Der Wetterkanal. Außerdem wurde aus der Landeshauptstadt bis Ende 2003 ein deutsches Programmfenster auf dem Nachrichtensender CNN produziert.

Die in Düsseldorf ansässige DFA produzierte oder produziert unter anderem für NBC GIGA, Der Wetterkanal, CNN D und für NRW.TV.

Seit 2006 produziert das in Düsseldorf ansässige center.tv lokale Nachrichten und Ereignisse für den Großraum Düsseldorf/Neuss. Des Weiteren befinden sich in Düsseldorf diverse unabhängige Filmproduktionsfirmen, wie zum Beispiel die Public Vision TV OHG und Busse & Halberschmidt.

Die Stadt ist auch Sitz des 1990 gegründeten Verbands der Betriebsgesellschaften in Nordrhein-Westfalen e. V. (BGNRW), der die Interessen von 43 Betriebsgesellschaften des nordrhein-westfälischen Lokalfunks vertritt. Der Verband ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR) mit Sitz in München. In Düsseldorf ist die private Rundfunkstation Antenne Düsseldorf mit Rahmenprogramm von Radio NRW ansässig. Hörfunk für die Düsseldorfer Hochschulen macht hochschulradio düsseldorf, ein Campusradio mit eigener 24-Stunden-Frequenz.

Als Tageszeitungen erscheinen in Düsseldorf die Westdeutsche Zeitung und die Rheinische Post sowie eine Lokalausgabe des Express und der in Essen erscheinenden Neuen Rhein/Neue Ruhr-Zeitung. Als bedeutende überregionale Veröffentlichungen sind das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche und die mittlerweile eingestellte Junge Karriere zu nennen. Wöchentlich erscheinen außerdem das Düsseldorfer Amtsblatt und die AnzeigenblätterDüsseldorfer Anzeiger“ und „Rheinbote“. Zudem ist die Stadt der Sitz des bundesweit erscheinenden Content-Marketing-Magazins Wirtschaftsblatt.

Düsseldorf ist zudem der umsatzstärkste Werbestandort der Bundesrepublik. Neben den Riesen BBDO, Grey und Ogilvy & Mather und Publicis hat eine Vielzahl kleiner Agenturen ihren Sitz oder eine deutsche Niederlassung in Düsseldorf.

Informationstechnologie (IT) und Datenverkehr[Bearbeiten]

Düsseldorf gehört zu den führenden IT-Standorten in Deutschland.[317] Die IT-Infrastruktur der Stadt verfügt über internationale und regionale Internet-Knoten.[318] Ab Oktober 2011 steht in Düsseldorf das LTE-Mobilfunknetz zur Verfügung.[319] Am 9. Januar 2012 soll der Probebetrieb für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Düsseldorf starten.[320] Die Firma Wall AG bietet an demnächst 50 Hotspots kostenlos öffentliches WLAN an.[321]

Einzelhandel[Bearbeiten]

Düsseldorf hat sich als vielseitiger Standort für Einkaufszentren und Geschäfte unterschiedlichster Art und Größe entwickelt. Die Gesamtverkaufsfläche im Stadtgebiet wird seitens der Stadtverwaltung mit 834.215 m² angegeben[322] und liegt damit bezogen auf das Verhältnis von Verkaufsfläche zu Einwohnern höher als in München[323] und niedriger als in Frankfurt am Main.[324] Insbesondere im Bereich der Mode hat die Stadt – nicht zuletzt begünstigt durch die Modemessen und die ansässigen Handelsunternehmen P&C und C&A – eine Vorreiterrolle, beim Textileinzelhandel ist sie deutschlandweit führend.[325] Auch im Segment der Luxusbekleidung ist Düsseldorf führend. Die ist laut Jones Lang LaSalle nach wie vor Deutschlands meistbesuchte Luxusmeile. Im Jahr 2012 stellte Jones Lang LaSalle in einer Untersuchung fest, dass die Kö ihren Vorsprung nochmals ausbauen konnte. Mit 5.935 (2011: 5.800) Passanten pro Stunde liegt sie weit vor der Stiftstraße in Stuttgart (2.310 Passanten) sowie der Goethestraße in Frankfurt am Main (1.520 Passanten).[326]

Einkaufszentren[Bearbeiten]

Futuristisches Einkaufszentrum – das Sevens Center im Jahr 2005, Ende 2011 nach Umbau wiedereröffnet.

Neben den klassischen Einkaufsstraßen wie der sehr bekannten , der Schadowstraße und der Flinger Straße verfügt Düsseldorf über mehrere Einkaufszentren, die teilweise an die Einkaufsstraßen angrenzen. Die Flinger Straße, welche in der günstigen bis mittleren Preiskategorie liegt, schafft mit 10.150 Passanten pro Stunde erstmals den Sprung in die Top 10 der meistbesuchten Einkaufsstraßen in Deutschland.[327]

Auf der Königsallee sind dies vor Allem das Kö-Center an der nördlichen Allee, die Kö-Galerie in der Nähe der Kreuzung mit der Steinstraße mit Zu- und Durchgang zur Stadtsparkasse auf der Berliner Allee und das Sevens Center zwischen der Kreuzung mit der Steinstraße und der Kö-Galerie.

In Nähe zur Königsallee befinden sich zudem die Schadow-Arkaden im Block Schadow-, Blumenstraße und Martin-Luther-Platz.

In weniger belebten Teilen der Innenstadt sind ebenfalls Einkaufscenter vorzufinden, insbesondere das Stilwerk auf der Grünstraße und die Düsseldorf Arcaden am Bilker Bahnhof, die auch das Stadtteilzentrum, ein öffentliches Schwimmbad und eine Zweigstelle der Stadtbüchereien Düsseldorf beheimaten.

Außerhalb der Innenstadt gibt es weitere Einkaufszentren wie etwa das Einkaufszentrum Westfalenstraße an der gleichnamigen Straße in Rath, das im Frühjahr 2010 neu eröffnete B8 Center in Flingern und für die sowohl für Reisende als auch andere Besucher konzipierten AirportArkaden im Flughafen Düsseldorf.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Oberlandesgericht Düsseldorf an der Cecilienallee

Einrichtungen und Körperschaften des öffentlichen Rechts:

Düsseldorf entwickelte sich vor allem in der preußischen Ära im 19. und frühen 20. Jahrhundert zu einem wichtigen Verwaltungssitz. Die Ansiedlung des Oberlandesgericht Düsseldorf förderte diese Entwicklung besonders. Neben dem Oberlandesgericht beherbergt Düsseldorf zahlreiche weitere Gerichte, so das Amts- und das Landgericht Düsseldorf, das Sozialgericht Düsseldorf, das Finanzgericht Düsseldorf, das Verwaltungsgericht Düsseldorf, das Arbeitsgericht Düsseldorf und das Landesarbeitsgericht Nordrhein-Westfalen. Durch Düsseldorfer Gerichte wurden Entscheidungen von bundesweiter Bedeutung getroffen. Im Bereich patentrechtlicher Gerichtsverfahren haben die Zivilgerichte Düsseldorfs mittlerweile eine internationale Bedeutung erlangt.[328]

Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland (ehemals LVA Rheinprovinz) hat seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert ihren Sitz in Düsseldorf. Ferner besteht ein regionaler Standort der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

Als direkte Folge der Verwaltungsansiedlung durch Preußen wurde das Regierungspräsidium für den Niederrhein und das Bergische Land bei der Neuordnung Preußens im 19. Jahrhundert in Düsseldorf angesiedelt. Noch heute hat die Bezirksregierung Düsseldorf hier ihren Sitz. Bis vor wenigen Jahren war ebenso die Oberfinanzdirektion Rheinland seit der preußischen Herrschaft über das Rheinland in Düsseldorf ansässig.

Die Handwerkskammer Düsseldorf umfasst als Kammerbezirk den Regierungsbezirk Düsseldorf, und hat dort ebenfalls seinen Sitz. Den Kammerbezirk der Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf (IHK Düsseldorf) bilden die Stadt Düsseldorf und der Kreis Mettmann, die früher den Landkreis Düsseldorf-Mettmann bildeten. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, die größte Einrichtung dieser Art in Deutschland, betreut von der Landeshauptstadt aus die Architekten und Stadtplaner des Landes. Die Rechtsanwaltskammer Düsseldorf vertritt die Interessen von 11.403 Rechtsanwälten im Bezirk des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Sie ist somit die sechstgrößte von 28 Rechtsanwaltskammern in Deutschland.[329]

Der Preußische Provinziallandtag für das Rheinland nahm ebenfalls in Düsseldorf, im Ständehaus, seinen Sitz, ebenso die Evangelische Kirche im Rheinland.

Durch Entscheidung der Militärregierung der britischen Besatzungszone wurde Düsseldorf im Jahre 1946 zum Regierungssitz des Landes Nordrhein-Westfalen bestimmt. Die Stadt führt seither die offizielle, gleichwohl rechtlich nicht normierte Bezeichnung Landeshauptstadt. Der Landtag, die Staatskanzlei, alle Landesministerien und der Landesrechnungshof sind in Düsseldorf angesiedelt; über die letzten Jahrzehnte hat sich im Bereich der Rheinkniebrücke auf dem rechten Rheinufer ein Regierungsviertel herausgebildet. Dort getroffene Richtungsentscheidungen gelten als Indikatoren für die Entwicklungen in Deutschland. Nordrhein-westfälischen Regierungsbildungen und Regierungskrisen kommen Signalwirkungen für die Bundespolitik zu.[330]

Sonstige zentrale Einrichtungen[Bearbeiten]

Düsseldorf galt in der Bonner Republik als Stadt der Verbände. So war der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lange Zeit in Düsseldorf ansässig. Heute sind die wichtigsten Verbände mit Hauptsitz in Düsseldorf:

Aber auch zahlreiche kleinere Verbände haben ihren Sitz in Düsseldorf, beispielsweise der Deutsche Verband für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS), der Architekten- und Ingenieurverein Düsseldorf, der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen und der Verband türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Düsseldorf hat als langjährige bergische Residenzstadt und späterer Verwaltungssitz in der Rheinprovinz Preußens neben repräsentativen Verpflichtungen auch stets zentralörtliche Funktionen erfüllt.

Die erste Lateinschule wurde im 14. Jahrhundert erwähnt. 1545 wurde das älteste Gymnasium, dessen Tradition bis heute besteht, gegründet.[331] Für die Ausbildung von Künstlern war Düsseldorf seit dem 18. Jahrhundert ein bedeutender Akademiestandort.

Die Franziskaner boten ab 1673 theologische Kurse in Düsseldorf an.[332] Ab 1728 wurden in Düsseldorf Kurse in Philosophie und Theologie angeboten, die als Bestandteile eines Studiums gewertet werden konnten, eine juristische Akademie erhielt 1755 die kurfürstliche Bestätigung zur Ausbildung höherer Beamter, 1747 entstand das Collegio anatomico-chirurgicum zur Ausbildung von Militär- und Wundärzten.[333] Ab 1779 mussten höhere Beamte der Landesverwaltung mindestens zwei Jahre in Düsseldorf Rechtswesen studiert haben.[334]

Auf Grund der Nähe des Ruhrgebietes wurde 1917 Düsseldorf zum Sitz des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Eisenforschung, des heutigen Max-Planck-Instituts für Eisenforschung.[335]

Eine medizinische Akademie kam zu Beginn des 20. Jahrhunderts hinzu. Dennoch wurde Düsseldorf erst 1965 Universitätsstadt.

1964 trat die Stadt dem „Institut zur Erlangung der Hochschulreife für Handwerker, Facharbeiter und andere Berufstätige mit abgeschlossener Ausbildung e.V.“ bei und ist seit dem Träger des Wilhelm-Heinrich-Riehl-Kollegs.[336]

In Düsseldorf befinden sich folgende wissenschaftlich-akademischen Einrichtungen:

Im Bereich der Stiftungen, die Bildung und Forschung fördern, genießt die in Düsseldorf ansässige Gerda-Henkel-Stiftung einen besonderen Ruf.

Grundschulen und allgemeinbildende Schulen[Bearbeiten]

In Düsseldorf gibt es 110 Grundschulen, 14 Hauptschulen, 13 Realschulen und 21 Gymnasien. Weiterhin gibt es 8 Gesamt- und Waldorfschulen sowie 6 ausländische Schulen und das Wilhelm-Heinrich-Riehl-Kolleg als Institution der Erwachsenenbildung.[337]

Einen Schwerpunkt hat die Stadt Düsseldorf auf die Qualität der Schulgebäude gelegt. So wurde im Jahr 2000 eine Immobilienfirma beauftragt, die Mängel sämtlicher Schulgebäude zu erfassen und einen Plan für deren Beseitigung zu erstellen. Statt der bis dahin jährlichen Investitionen von < 5 Mio. Euro wurde ein Bedarf von 35 Millionen Euro pro Jahr diagnostiziert. Daraufhin wurde eine „Masterplan-Schule“ beschlossen, mit dem in den Jahren 2002–2020 insgesamt 600 Millionen Euro investiert werden sollen.[338]

Deutschlandweit einzigartig ist die nachhaltige musikalische Breitenförderung durch die vom Städtischen Musikverein initiierte SingPause[339] an mehr als der Hälfte der Düsseldorfer Grundschulen.

Kindertagesstätten und Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren[Bearbeiten]

Durch Beschluss des Stadtrates sind die Düsseldorfer Kindertagesstätten für alle Kinder ab drei Jahren beitragsfrei,[340] während in Nordrhein-Westfalen regulär nur das letzte Kindergartenjahr beitragsfrei gestellt ist.[341] Bei der Quote von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren liegt Düsseldorf an der Spitze der Großstädte in Nordrhein-Westfalen mit 38,4 % zu Beginn des Jahres 2013.[342] Damit liegt die Betreuungsquote in Düsseldorf bereits vor Inkrafttretens des im Kinderförderungsgesetz verankerten Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz zum 1. August 2013 über dem Ziel der Landesregierung von 32 %. Dennoch strebt die Stadt zeitnah eine Betreuungsquote von 50 % und mittelfristig von 60 % an.[343]

Beurteilung von Wirtschaftskraft, Zukunftsfähigkeit und Lebensqualität durch Rankings[Bearbeiten]

Düsseldorf hat in zahlreichen deutschlandweiten wie internationalen Städtevergleichen und Rankings zumeist vordere Plätze belegt. Hierbei wurden unterschiedliche Indikatoren für die Wirtschaftskraft, die Qualität der Infrastruktur und die Lebensqualität herangezogen. Insbesondere aus den internationalen Städtevergleichen ergibt sich, dass die Landeshauptstadt dem transnationalen Netz der Global Cities zugerechnet wird.

Das gute Abschneiden in vielen Rankings beruht auf der Schuldenfreiheit der Stadt bei gleichzeitig hohem Vermögensstand, dem internationalen Flughafen, der zentralen Lage, der reichhaltigen Bildungsinfrastruktur und dem Kulturleben, dem hohen durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen und den steigenden Einwohnerzahlen. Einzelne Rankings berücksichtigen auch Faktoren wie die Dichte international tätiger Unternehmen oder das reiche Angebot an Grünflächen und Naherholungsgebieten.

Die wichtigsten Rankings sind:

  • die Forschungsergebnisse des Globalization and World Cities Research Network (GaWC), die Düsseldorf als World City der Kategorie Beta World Cities + führen. Weltweit werden hierbei anhand wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Kriterien, die Aussagekraft für die globale Bedeutung einer Stadt haben, 15 weitere Städte gleich, darunter die deutschen Städte Hamburg und Berlin, und 47 Städte höher eingestuft, darunter Frankfurt am Main und München. 2008 gehörte Düsseldorf noch der Kategorie Beta World Cities - an. Zur Jahrtausendwende war Düsseldorf noch in der nächstniedrigeren Kategorie Gamma World Cities + vertreten.[344][345][346]
  • das internationale Ranking der Lebensqualität der Unternehmensberatung Mercer, bei dem Düsseldorf im Vergleich von 223 Großstädten weltweit Platz 6 belegt. Von den deutschen Städten erreicht lediglich München mit Platz 4 eine bessere Platzierung.[347]
  • das Ranking der INSM und der Wirtschaftswoche, das sowohl die aktuelle wirtschaftliche Stärke als auch die Dynamik, also die Entwicklung der 50 größten Städte bewertete und bei dem Düsseldorf nach Münster (Westfalen) als zweite Stadt Nordrhein-Westfalens in die Top Ten einzog und Platz 4 erreichte[348]
  • das Städteranking des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut im Auftrag der Berenberg Bank, in dem die Zukunftsfähigkeit der 30 größten Städte Deutschlands untersucht wurde. Düsseldorf erreichte hierbei 2010 den dritten Platz und konnte sich damit gegenüber dem 11. Platz 2008 deutlich verbessern. Das Institut ermittelte bezogen auf das Jahr 2008, dass das Bruttoinlandsprodukt pro Erwerbstätigen in keiner anderen deutschen Stadt höher ist.[349]
  • das Städte-Ranking der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, durchgeführt von der Unternehmensberatung Roland Berger, in dem Düsseldorf den 7. Rang erhielt[350]
  • eine Analyse des Prognos-Instituts für alle 413 kreisfreien Städte und Kreise in Deutschland zu Zukunftsinvestitionen und Wachstumspotentialen, in der Düsseldorf den 8. Rang erreichte[351]
  • das Ranking des Wirtschaftsmagazins Capital, welche die Städte mit den besten ökonomischen Perspektiven für die nächsten Jahre bewertet; dabei kam Düsseldorf 2009 auf den 10. Platz, 2007 war es Platz 3 gewesen[352]
  • das Kreativenranking des Magazins Focus, welches sich an Patenten, Anzahl von Hochschulabsolventen und Technologiefirmen orientiert, durchgeführt ebenfalls von der Unternehmensberatung Roland Berger, in dem Düsseldorf auf den 7. Platz kam[353]
  • der Gehältervergleich für Ingenieure und IT-Fachkräfte, in Auftrag gegeben von der Süddeutschen Zeitung, bei dem Düsseldorf Platz 1 belegte[354]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten]

Die Stadt Düsseldorf vergibt neben dem Ehrenbürgerrecht noch andere Ehrungen und Auszeichnungen.

Seit 1972 wird im dreijährigen, seit 1981 im zweijährigen Abstand der Heinrich-Heine-Preis an „Persönlichkeiten, die durch ihr geistiges Schaffen im Sinne der Grundrechte der Menschen, für die sich Heinrich Heine eingesetzt hat, den sozialen und politischen Fortschritt fördern, der Völkerverständigung dienen oder die Erkenntnisse von der Zusammengehörigkeit aller Menschen verbreiten“. Vorgänger des Preises war der Immermann-Preis.

Der Helmut-Käutner-Preis ist eine zweijährlich vergebene Auszeichnung, die an Persönlichkeiten verliehen wird, die „durch ihr Schaffen die Entwicklung der deutschen Filmkultur nachdrücklich unterstützt und beeinflusst, ihr Verständnis gefördert und zu ihrer Anerkennung beigetragen haben“.

Der Förderpreis für Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf wird seit 1972 einmal im Jahr durch den Rat der Landeshauptstadt an Künstler und Gruppen, insbesondere der Bereiche Dichtung, Schriftstellerei, Kritik und Übersetzung vergeben.[355] Der Förderpreis wird sowohl für eine einzige künstlerische Leistung als auch für die bisherige Gesamtleistung eines jungen Künstlers verliehen, deren bzw. dessen weitere Entwicklung eine Förderung verdient.[356]

Weitere Auszeichnungen sind der „Große Ehrenring“, der „Jan-Wellem-Ring“ und die „Verdienstplakette“.

Literatur[Bearbeiten]

Stadtgeografie und Wirtschaft[Bearbeiten]

  • Harald Frater (Hrsg.) u. a.: Der Düsseldorf Atlas. Emons, Köln 2004, ISBN 3-89705-355-1.
  • Friedrich-Wilhelm Henning: Düsseldorf und seine Wirtschaft, Zur Geschichte einer Region. Droste, Düsseldorf 1981, In zwei Bänden, ISBN 3-7700-0595-3.
  • Landeshauptstadt Düsseldorf: Statistisches Jahrbuch 2007, 105. Jahrgang. Amt für Statistik und Wahlen, Düsseldorf 2008, o. ISBN.

Geschichte[Bearbeiten]

  • Maik Kopleck (Hrsg.), Alexander Scherer: PastFinder Düsseldorf. PastFinder-Verlag, Hongkong 2008, ISBN 978-988-99780-5-1.
  • Friedrich Lau: Geschichte der Stadt Düsseldorf. Bagel, Düsseldorf 1921 in zwei Bänden, Nachdruck aus dem Stadtarchiv von 1980.
  • Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Kleine Geschichte der Stadt Düsseldorf. Triltsch-Verlag, Düsseldorf 1979, 1983, ISBN 3-7998-0000-X.
  • Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Düsseldorf Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert. Band 1 Von der ersten Besiedlung zur frühneuzeitlichen Stadt (bis 1614). Schwann 1988, ISBN 3-491-34221-X.
  • Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Düsseldorf Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert. Band 2 Von der Residenzstadt zur Beamtenstadt (1614–1900). Schwann 1988, ISBN 3-491-34222-8.
  • Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Düsseldorf Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert. Band 3 Die Industrie- und Verwaltungsstadt (20. Jahrhundert). Schwann 1989, ISBN 3-491-34223-6.
  • Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Düsseldorf Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert. Band 4 Zeittafel und Register. Schwann 1990, ISBN 3-491-34224-4.
  • Fritz Dross: Kleine Düsseldorfer Stadtgeschichte, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2007.
  • Erich Keyser (Hrsg.): Rheinisches Städtebuch. Bd 3,3. Teilband aus: Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte. Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Kohlhammer, Stuttgart 1956.
  • Filmschätze Düsseldorf Video-Dokumentation 20er – 80er Jahre, Verlag Rheinische Post 2009.

Architektur und Kunst[Bearbeiten]

  • Roland Kanz und Jürgen Wiener (Hrsg.): Architekturführer Düsseldorf. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2001, ISBN 978-3-496-01232-0.
  • Paul Ernst Wentz: Architekturführer Düsseldorf. Ein Führer zu 95 ausgewählten Bauten., Droste Verlag, Düsseldorf 1975, ISBN 3-7700-0408-6.
  • Joachim Erwin (Hrsg.): Pläne Projekte Bauten Architektur und Städtebau in Düsseldorf 2000 bis 2015. Braun, Berlin 2007, ISBN 978-3-938780-00-8.
  • Rolf Purpar: Kunststadt Düsseldorf – Objekte und Denkmäler im Stadtbild, Grupello, Düsseldorf 2009, ISBN 3-89978-044-2.
  • Rolf Purpar: Düsseldorf. Vista Point, Köln 2005, ISBN 3-88973-679-3.
  • Sonja Schürmann: Düsseldorf, Eine moderne Landeshauptstadt mit 700jähriger Geschichte und Kultur. DuMont, 2. Aufl., Köln 1989, ISBN 3-7701-1787-5.
  • Ewald Grothe: Vom Katholikentag zum Fest der Generationen. Die Geschichte des Landeshauses und der Villa Horion 1909 bis 2009, Düsseldorf 2009 ISBN 978-3-00-027862-4.
  • Manfred Becker-Huberti (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen – Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf, J.P. Bachem-Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-89978-044-4.
  • Wolfgang Funken: Ars Publica Düsseldorf; Geschichte der Kunstwerke und kulturellen Zeichen im öffentlichen Raum der Landeshauptstadt. Klartext Verlagsges. m.b.H., 2012, Drei Bände, ISBN 978-3-8375-0873-4, ISBN 978-3-8375-0874-1 und ISBN 978-3-8375-0875-8.
  • Literatur zu Düsseldorf im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Udo Achten u. a.: Düsseldorf zu Fuß. 19 Stadtrundgänge durch Geschichte und Gegenwart. Klartext, Essen 2009, ISBN 978-3-89861-564-8.
  • Heinz Stolz: Düsseldorf – ein Haus- und Lesebuch. Schwann, Düsseldorf 1959.
  • Oswald Gerhard, Wilhelm Kleeblatt: Düsseldorfer Sagen aus Stadt und Land. Verlag der Goethe-Buchhandlung Düsseldorf, Düsseldorf 1982.
  • Landeshauptstadt Düsseldorf (Hrsg.): 125 Jahre Berufsfeuerwehr Düsseldorf, Düsseldorf 1997.
  • Rudi vom Endt: Düsseldorf – So wie es war …. Droste Verlag, Düsseldorf 1962, S. 20, ISBN 3-7700-0075-7.

Weblinks[Bearbeiten]

 Portal: Düsseldorf – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Düsseldorf
 Commons: Düsseldorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Düsseldorf – Reiseführer
 Wiktionary: Düsseldorf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Abgekürzt zitiert sind:

Kürzel Volltitel
Becker-Huberti Manfred Becker-Huberti (Hrsg.): Düsseldorfer Kirchen – Die katholischen Kirchen im Stadtdekanat Düsseldorf, J. P. Bachem-Verlag, Köln 2009, ISBN 978-3-7616-2219-3
Dross Fritz Dross: Kleine Düsseldorfer Stadtgeschichte, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2007, ISBN 978-3-7917-2051-7
Purpar Rolf Purpar: Kunststadt Düsseldorf – Objekte und Denkmale im Stadtbild. GrupelloVerlag, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-89978-044-4
Wentz Paul Ernst Wentz: Architekturführer Düsseldorf. Ein Führer zu 95 ausgewählten Bauten, Droste Verlag, Düsseldorf 1975, ISBN 3-7700-0408-6
Weidenhaupt Hugo Weidenhaupt: Kleine Geschichte der Stadt Düsseldorf, Triltsch-Verlag, Düsseldorf 1979, ISBN 3-7998-0000-X
  1. Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 3. September 2014. (Hilfe dazu)
  2. http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/spd-stellt-wieder-den-ob-von-duesseldorf-aid-1.4314376
  3. Hans Heinrich Blotevogel: Metropolräume und ländliche Räume – eine Solidargemeinschaft? Vortrag am 24. November 2005, Hannover, veröffentlicht in: Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Akademie für Raumforschung und Landesplanung: Leitlinien der niedersächsischen Landesentwicklungspolitik 2005, 3. Fachkongress am 24. November 2005 im Alten Rathaus, Hannover, Tagungsbericht, S. 14.
  4. Hans Heinrich Blotevogel: Die Bedeutung der Metropolregionen in Europa (PDF; 736 kB), siehe insbesondere Chart Metropolfunktionen in Städten (Abbildung aus dem Raumordnungsbericht 2005); Vortrag auf der Fachkonferenz Berlin-Brandenburg in Europa, Berlin, 2. März 2006; abgerufen am 18. Juni 2011.
  5. GaWC-Studie 2010, Düsseldorf dort nach Frankfurt und München als dritte deutsche „world city“ gelistet, in Kategorie „Beta+“ gleichauf mit Hamburg und Berlin, abgerufen am 20. September 2011.
  6. Online-Portal DIE PRESSE (Österreich): Die großen Fische werden immer größer, Artikel vom 24. April 2011, eingesehen am 19. Juni 2011.
  7. Landeshauptstadt Düsseldorf, Standortprofil Düsseldorf 2008. (PDF; 3,0 MB)
  8. Gert Kaiser: 'Düsseldorf – Hochburg für Anwälte. In: RP Online. 7. Januar 2012, abgerufen am 7. Januar 2012.
  9. Landeshauptstadt Düsseldorf, Pressemitteilung vom 28. Juli 2008.
  10. Immobilien Zeitung: Mehr Räume für die große Modenschau vom 28. August 2008, abgefragt am 1. März 2009.
  11. James Wilson: Banks compete fiercely for corporate clients. In: Financial Times Online. 26. September 2012, abgerufen am 6. Oktober 2012 (kostenpflichtiges Angebot).
  12. Semiha Ünlü: Düsseldorf beeindruckt als Hochschulstadt. Artikel vom 18. Januar 2014 im Portal rp-online.de, abgerufen am 18. Januar 2014
  13. Japaner in Düsseldorf. In Japan Forum, März 2002, S. 1–2.
  14. Arthur D. Little: Düsseldorf ist Deutschlands langsamste Stadt. Studie zur Verkehrsstrategie. Rheinische Post, abgerufen am 13. Juni 2014.
  15. Andrea Mösgen: Regionalentwicklung in Deutschland und ihre Determinanten, Dissertation Katholische Universität Eichstätt 2007, LIT Verlag Dr. W. Hopf, Berlin 2008, ISBN 978-3-8258-1047-4, S. 281
  16. Stadt Düsseldorf Geografie.
  17. Stadt Düsseldorf: Amt für Wahlen und Statistik: Stadtbezirk 3.
  18. Stadt Düsseldorf: Amt für Wahlen und Statistik: Bilk.
  19. Stadt Düsseldorf: Amt für Wahlen und Statistik: Stadtbezirk 10.
  20. Stadt Düsseldorf: Amt für Wahlen und Statistik: Stadtteil: 033 Hafen.
  21. Die im Jahr 2012 bei Ausgrabungen nachgewiesene germanische Siedlung im späteren Stadtkern Düsseldorfs belegt zwar, dass hier bereits im 1.-3. Jahrhundert n. Chr. eine Siedlung bestand, doch für die folgenden 700 Jahre fehlen (bislang?) alle Anzeichen einer Besiedlung. Zu den germanischen Funden: Michael Brockerhoff: Germanen lebten an der Düssel, Artikel vom 16. Juli 2012 im Portal RP ONLINE, abgerufen am 17. Juli 2012.
  22. Erich Wisplinghoff: Mittelalter und frühe Neuzeit. Von den ersten schriftlichen Nachrichten bis zum Ende des Jülich-Klevischen Erbstreits (ca. 700–1614). In: Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Düsseldorf. Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert. Band 1. Schwann/Patmos, Düsseldorf 1988, ISBN 3-491-34221-X, S. 167 f.
  23. Friedrich Lau: Geschichte der Stadt Düsseldorf – Band 1, Erste Abteilung: Darstellung. Bagel, Düsseldorf, 1921. Nachdruck von 1980, 3. Aufl., S. 5.
  24. Heinrich Gottfried Philipp Gengler: Regesten und Urkunden der Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter, Erlangen 1863, S. 933.
  25. Dross, S. 17.
  26. Michael Brockerhoff: Erste Stadtmauer entdeckt, Artikel vom 17. Juli 2012 im Portal RP ONLINE, abgerufen am 17. Juli 2012.
  27. Erich Wisplingshoff: Mittelalter und frühe Neuzeit. In: Hugo Weidenhaupt (Hrsg.): Düsseldorf. Geschichte von den Ursprüngen bis ins 20. Jahrhundert. Band 1. Schwann/Patmos, Düsseldorf 1988, ISBN 3-491-34221-X, S. 175 ff.
  28. Stadt Düsseldorf Historische Daten.
  29. Wilhelm Jansen: Residenzbildung am Niederrhein und das Schloß zu Düsseldorf. In: Düsseldorfer Jahrbuch, Bd. 71, Droste, Düsseldorf 2000, ISBN 3-7700-3046-X, S. 19 f.
  30. Dross, S. 23.
  31. Weidenhaupt, S. 46.
  32. Weidenhaupt, S. 45–47.
  33. Else Rümmler: Die Fürstlich Jülische Hochzeit zu Düsseldorf 1585. Das Fest und seine Vorgeschichte. Verlag Hans Marcus, Düsseldorf 1983.
  34. Stadt Düsseldorf Stadtarchiv: Düsseldorf im Wandel der Jahre, S. 4.
  35. a b Weidenhaupt, S. 244.
  36. Dross, S. 41 ff.
  37. Dross, S. 45/46.
  38. Dross, S. 41/42.
  39. Dross, S. 43/44.
  40. Dross, S. 49.
  41. Weidenhaupt, S. 59.
  42. a b c d Dross, S. 55.
  43. Weidenhaupt, S. 75 ff.
  44. Weidenhaupt, S. 74.
  45. Weidenhaupt, S. 83, 245.
  46. Weidenhaupt, S. 84.
  47. a b Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtgeschichte, S. 7.
  48. Weidenhaupt, S. 72 ff.
  49. Dross, S. 68.
  50. Otto Pöggeler: Untergang und Neuananfang am Rhein. In: Gerhard Kurz (Hrsg.): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte (1750–1850), Schwann, Düsseldorf 1984, S. 22, ISBN 3-590-30244-5.
  51. Wieland Koenig (Hrsg.): Düsseldorfer Gartenlust, Katalog der gleichnamigen Ausstellung des Stadtmuseums Düsseldorf vom 2. Mai bis zum 11. Oktober 1987, darin: Das neue Düsseldorf – Die Gartenstadt, S. 89 f.
  52. Gesetz-Bulletin des Großherzogthums Berg No. 47: Kaiserliches Decret über die Verschönerung der Stadt Düsseldorf, Art. 3 sowie Plan de la nouvelle gare de Düsseldorf et de ses atours projeté et dessiné par M. F. Weyhe. Inspecteur des jardins royaux à Düsseldorf. In: Wieland Koenig (Hrsg.): Düsseldorfer Gartenlust, S. 116, 118.
  53. Weidenhaupt, S. 90.
  54. Dross, S. 73.
  55. Weidenhaupt, S. 93.
  56. Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtgeschichte, S. 8.
  57. Zitiert nach: Walter Krämer, Eva Krämer: Lexikon der Städtebeschimpfungen – Boshafte Berichte und Schmähungen von Aachen bis Zürich, S. 151, Eichborn AG, Frankfurt, 2002, ISBN 3-8218-1689-9.
  58. Peter Hüttenberger: Düsseldorf auf dem Wege zur Industrialisierung. In: Gerhard Kurz (Hrsg.): Düsseldorf in der deutschen Geistesgeschichte. Verlag Schwann-Bagel, Düsseldorf 1984, ISBN 3-590-30244-5, S. 371
  59. Weidenhaupt, S. 104 f.
  60. Dross, S. 75.
  61. Landeshauptstadt Düsseldorf (Hrsg.): 125 Jahre Berufsfeuerwehr Düsseldorf, Düsseldorf 1997, S. 42.
  62. a b Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtgeschichte, S. 9.
  63. Weidenhaupt, S. 134.
  64. Stefanie Schäfers: Vom Werkbund zum Vierjahresplan. Die Ausstellung Schaffendes Volk, Düsseldorf 1937. Droste Verlag, Düsseldorf 2001, ISBN 3-7700-3045-1 sowie Seite 7 der Ausstellungsgeschichte der Stadt Düsseldorf im Portal schaffendesvolk.sellerie.de, abgerufen am 16. September 2012.
  65. Dross, S. 87.
  66. Weidenhaupt, S. 139–142.
  67. Boston stellte in Düsseldorf sein Metropolitan Park System of Greater Boston vor, dessen Konzept der regionalen Verbindung von Grünzügen den Stadtplaner Robert Schmidt stark bei seinen Überlegungen für die Planung im Ruhrgebiet beeinflusst hat. Siehe auch: Ursula von Petz: Städtebau-Ausstellungen in Deutschland 1910–2010. In: disP 174, 3/2008, abgerufen am 25. Februar 2012.
  68. Website 1910: Internationale Städtebauausstellung zum Buch von Stefanie Schäfers: Vom Werkbund zum Vierjahresplan. Die Ausstellung Schaffendes Volk, Düsseldorf 1937, abgerufen am 10. Januar 2012.
  69. Weidenhaupt, S. 148.
  70. Website 1912: Städte-Ausstellung Düsseldorf für Rheinland, Westfalen und benachbarte Gebiete zum Buch von Stefanie Schäfers: Vom Werkbund zum Vierjahresplan. Die Ausstellung Schaffendes Volk, Düsseldorf 1937, abgerufen am 10. Januar 2012.
  71. In einem zur Ausstellung ausgelobten Wettbewerb errangen Bruno Schmitz und Otto Blum mit dem Gesamtbebauungsplan für die Stadt Düsseldorf den 1. Preis. Ihre Planung regte den Bau von neun (!) Rheinbrücken im Stadtgebiet Düsseldorfs an, auch der heutigen Rheinkniebrücke. – Vgl. Friedrich Tamms: Von Menschen, Städten und Brücken. Econ Verlag, Düsseldorf 1974, ISBN 3-430-19004-5, S. 63
  72. Weidenhaupt, S. 151.
  73. Weidenhaupt, S. 161 ff.
  74. Weidenhaupt, S. 145.
  75. Weidenhaupt, S. 154 f.
  76. Bilder des belgisch besetzten Oberkasseler Brückenkopfes, sowie zu den Kämpfen zwischen Freikorpstruppen und Spartakisten sind veröffentlicht in: EXCELSIOR No:3039 vom 16. März 1919, S. 1.
  77. Weidenhaupt, S. 154–166.
  78. Weidenhaupt, S. 155.
  79. Die großen Kriminalfälle: 21. Fall – Peter Kürten, der Massenmörder von Düsseldorf (1931). Dokumentation auf der Website erichs-kriminalfälle (mit weiteren Quellenhinweisen), abgerufen am 10. August 2013
  80. Peter Maxwill: Serienmörder Peter Kürten: Der Vampir von Düsseldorf. Dokumentation auf der Website einestages, abgerufen am 10. August 2013
  81. Novemberpogrom 1938 in Düsseldorf, im Auftrag der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf hg. von Angela Genger und Bastian Fleermann, Klartext-Verlag, Essen 2008.
  82. Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtgeschichte, S. 13.
  83. a b c Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtgeschichte, Seite 14 (hier Angabe 5863 Zivilisten).
  84. Weidenhaupt, S. 184 (hier Angabe: rund 6000 Zivilpersonen).
  85. Falk-Plan Düsseldorf mit Darstellung aller Teil- und Totalzerstörung, 1. Auflage 1949, Falkverlag Hamburg.
  86. Aufsatz von PHK Klaus-Fr. Dönecke, Polizeipräsidium Düsseldorf, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (PDF-Datei; 415 kB).
  87. Dross, S. 118.
  88. 60 Jahre Kriegsende. In: kriegsende.ARD.de. Archiviert vom Original am 28. April 2005, abgerufen am 8. Juni 2014.
  89. Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft e.G.: Unsere Zukunft wächst aus starken Wurzeln. 1898–1998 Hundert Jahre Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft. Düsseldorf, 1998, S. 97.
  90. Kurt Düwell: Operation Marriage – Die britische Geburtshilfe bei der Gründung Nordrhein-Westfalens. Redemanuskript, Düsseldorf, 14. September 2006 (PDF; 91 kB), abgefragt am 6. Mai 2010.
  91. Weidenhaupt, S. 198.
  92. Weidenhaupt, S. 199.
  93. Hugo Weidenhaupt: Die Stadtgeschichte Düsseldorfs in den 50er Jahren. In: Aus Düsseldorfs Vergangenheit. Aufsätze aus vier Jahrzehnten. Verlag der Goethe-Buchhandlung, Düsseldorf 1988, ISBN 3-924331-17-0, S. 298 f.
  94. Jeschieht dem Westen recht, Artikel vom 12. Januar 1950 im Magazin DER SPIEGEL, abgerufen im Portal spiegel.de am 26. Juli 2012.
  95. Dross, S. 128–132.
  96. Stadt Düsseldorf – Amt für Statistik und Wahlen: Überblick Stadtteile.
  97. Weidenhaupt, S. 212.
  98. Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtchronik Düsseldorf 1965.
  99. Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtchronik Düsseldorf 1970.
  100. Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtchronik Düsseldorf 1971.
  101. Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtchronik Düsseldorf 1978.
  102. Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtchronik Düsseldorf 1981.
  103. Dross, S. 140/141.
  104. a b Dross, S. 146.
  105. Nur-Duesseldorf.de, abgefragt am 31. März 2010.
  106. rp-online.de: Neue Statistik: Stadt hat 383 Millionen Euro Schulden, 29. Mai 2014
  107. Nur Eingemeindungen, die nach 1487 (Eingemeindung von Volmerswerth) erfolgten, sind erfasst.
  108. Dross, S. 104 f.
  109. Stadt Düsseldorf Geografie.
  110. Einwohnerzahlen im Regierungsbezirk Düsseldorf.
  111. Bevölkerungsstand Basis Zensus 2011 nachNationalität und Geschlecht
  112. Amt für Statistik und Wahlen, Landeshauptstadt Düsseldorf: Statistisches Jahrbuch 105. Jahrgang, S. 5.
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  116. Ulrich Chicholas, Kerstin Ströker (Landesbetrieb Information und Statistik Nordrhein-Westfalen): Vorausberechnung der Bevölkerung in den kreisfreien Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens 2011 bis 2030/2050, Statistische Analysen und Studien, Band 72, S. 12 (online im PDF)
  117. Volker Eckert: Studie: Experten sagen 645000 Einwohner voraus. Artikel vom 7. Juli 2010 im Portal wz-newsline.de, abgerufen am 25. Mai 2014
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  121. Weidenhaupt, S. 85 ff.
  122. Statistisches Jahrbuch 2013
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  124. Weidenhaupt, S. 44.
  125. Dross, S. 41 f.
  126. Weidenhaupt, S. 44 f.
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  128. Evangelische Kirche Düsseldorf.
  129. a b Weidenhaupt, S. 63.
  130. Statistisches Jahrbuch 2013
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  138. Düsseldorf: Neue Statistik: Stadt hat 383 Millionen Euro Schulden
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  170. Purpar, S. 500–514.
  171. Purpar, S. 54, 57, 68, 69, 95, 120.
  172. Purpar, S. 63.
  173. Stadt Düsseldorf: Wehrhahnlinie – Die Bahnhöfe, abgefragt am 2. Januar 2011.
  174. Weidenhaupt, S. 243.
  175. Weidenhaupt, S. 233.
  176. Weidenhaupt, S. 236.
  177. Weidenhaupt, S. 31.
  178. Stadt Düsseldorf: Historische Daten.
  179. Pfarrgemeinde St. Lambertus.
  180. Becker-Huberti, S. 10.
  181. Weidenhaupt, S. 31 f.
  182. Weidenhaupt, S. 54.
  183. Weidenhaupt, S. 16.
  184. Becker-Huberti, S. 97 f.
  185. a b Weidenhaupt, S. 20.
  186. Becker-Huberti, S. 10–12.
  187. Becker-Huberti, S. 124 ff.
  188. Becker-Huberti, S. 77 ff.
  189. Becker-Huberti, S. 21 f.
  190. Wentz, Objekt Nr. 77.
  191. Website des Pfarrgemeinderates St. Peter in Düsseldorf.
  192. Becker-Huberti, S. 49, 39, 27, 11, 18, 22, 24 und 59.
  193. Becker-Huberti, S. 2, 8.
  194. Becker-Huberti, S. 3, 25, 30 und 14.
  195. Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv Rochuskirche.
  196. Wentz, Objekt Nr. 57.
  197. Weidenhaupt, S. 26.
  198. Purpar, S. 31.
  199. Wentz, Objekt Nr. 6.
  200. Düsseldorf. In: Structurae., abgerufen am 30. Dezember 2011.
  201. Wentz, Objekt Nr. 28.
  202. Wentz, Objekt Nr. 4.
  203. Wentz, Objekte Nr. 29 bis 32.
  204. Purpar, S. 100.
  205. Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Stadtgeschichte, S. 16.
  206. Weidenhaupt, S. 205–20.7
  207. Wentz, Objekt Nr. 8.
  208. Heike Werner, Mathias Wallner: Architektur und Geschichte in Deutschland. Heike Werner Verlag München 2006, S. 142.
  209.  Rathaus mit Figürkes. In: Der Spiegel. Nr. 44, 1952, S. 30 (online).
  210. Wentz, Objekte Nr. 27, 50 und 54.
  211. a b Stadt Düsseldorf – Amt für Wahlen und Statistik Geografie.
  212. Purpar, S. 186.
  213. Stadt Düsseldorf – Bau- und Planungsamt Bauleitplanung Hafen.
  214. Heike Werner, Mathias Wallner: Architektur und Geschichte in Deutschland. Heike Werner Verlag München 2006, S. 156.
  215. Merian.de: Der Megastar unter den Vorzeigevierteln. (Stand: 2. Oktober 2009).
  216. Wentz, Objekt Nr. 20.
  217. Wentz, Objekt Nr. 23.
  218. Werner Durth: Deutsche Architekten. Biographische Verflechtungen 1900–1970. Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH Braunschweig 1986, ISBN 3-528-08705-6, S. 308.
  219. Holger Svensson: Schrägkabelbrücken. 40 Jahre Erfahrung weltweit. Ernst & Sohn, Weinheim 2011, S. 60
  220. Stadt Düsseldorf Theodor-Heuss-Brücke.
  221. Fritz Leonhardt: Baumeister in einer umwälzenden Zeit. Erinnerungen. 2. Aufl. Dt. Verl.-Anst., Stuttgart 1998, ISBN 3-421-02815-X, S. 119–121
  222. Oberstadtdirektor der Landeshauptstadt Düsseldorf (Hrsg.): Brücken für Düsseldorf 1961-62. Springer, Berlin ca. 1963, S. 41
  223. Weidenhaupt, S. 247.
  224. Stadt Düsseldorf – Stadtarchiv: Zeitleiste.
  225. Weidenhaupt, S. 160.
  226. Weidenhaupt, S. 19.7
  227. Dross, S. 132.
  228. Stadt Düsseldorf Brücken – Oberkassler Brücke.
  229. Stadt Düsseldorf Brücken – Rheinkniebrücke.
  230. Weidenhaupt, S. 122.
  231. Weidenhaupt, S. 208.
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  233. Stadt Düsseldorf Flughafenbrücke.
  234. Stadt Düsseldorf – Gartenamt: Aufgaben, Zahlen und Fakten, abgefragt am 20. November 2008.
  235. Weidenhaupt, S. 75.
  236. Ausstellungskatalog: Düsseldorfer Gartenlust, S. 170 ff. Stadtmuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf, 1987.
  237. Stadt Düsseldorf – Gartenbau- und Friedhofsamt Landschaft.
  238. Stadt Düsseldorf – Gartenamt.
  239. a b Stadt Düsseldorf – Gartenbau- und Friedhofsamt Urdenbach.
  240. Stadt Düsseldorf – Gartenbau- und Friedhofsamt Rotthäuser Bachtal.
  241. Stadt Düsseldorf – Gartenbau- und Friedhofsamt Überanger Mark.
  242. Stadt Düsseldorf Unterbacher See.
  243. Stadt Düsseldorf – Gartenamt Freizeitpark Ulenberg.
  244. Stadt Düsseldorf – Gartenamt Freizeitpark Heerdt.
  245. Stadt Düsseldorf – Gartenamt Freizeitpark Niederheid.
  246. Stadt Düsseldorf – Amt für Wahlen und Statistik: Bevölkerung, abgefragt am 7. Juni 2009.
  247. Oberbürgermeister Elbers begrüßt Konsularisches Korps, Artikel vom 25. Januar 2013 im Portal duesseldorf.de, abgerufen am 27. Januar 2013.
  248. Arne Lieb: Chinas Staatspräsident in Düsseldorf: Höchste Sicherheitsstufe für Xi Jinping. Artikel vom 29. März 2014 im Portal rp-online.de, abgerufen am 29. März 2014
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  251. Russisch-Orthodoxe Kirche.
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  263. http://www.profitanzsport.de/DPV_Archiv/DM/DPV%20Archiv%20DM%20Latein.pdf
  264. http://www.profitanzsport.de/DPV_Archiv/WM/DPV%20Archiv%20WM%20Latein.pdf
  265. http://www.profitanzsport.de/DPV_Archiv/WM/DPV%20Archiv%20WM%20Standard.pdf
  266. http://www.planet-wissen.de/sport_freizeit/tanzen/gesellschaftstanz/video_walzer.jsp
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Dieser Artikel wurde am 11. Juni 2009 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.