Lasermaus

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Eine Lasermaus ist eine optische Computermaus, die zur Beleuchtung der Kontaktoberfläche eine Laserdiode verwendet. Dadurch unterscheidet sie sich von herkömmlichen optischen Mäusen, die eine LED als Lichtquelle verwenden.

Lasermaus für Computerspieler

Lasermäuse wurden entwickelt, da optische Mäuse mit LED-Lichtquellen Schwierigkeiten bei der Ermittlung der Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit auf unstrukturierten, transparenten oder spiegelnden Oberflächen haben. Lasermäuse kommen aufgrund des Speckle-Effektes auch mit glatten Oberflächen, wie etwa Metall oder poliertem Holz, zurecht. Der Speckle-Effekt sorgt für einen hohen Kontrast auch auf gering strukturierten Oberflächen.

Entgegen anderslautenden Gerüchten ist die optische Auflösung von Lasermäusen nicht höher als die von LED-Mäusen. Es wird auch kein konzentrierter Lichtstrahl verwendet, um mikroskopische Strukturen des Untergrundes aufzulösen. Eine derartige Methode würde zu hohe Anforderungen an die Fertigungstoleranzen stellen, da dann die Distanz zwischen Lichtquelle, Untergrund und Sensor genauestens einzuhalten wäre.

Der verwendete Laser ist so schwach, dass er keine Gefahr für das menschliche Auge darstellt. Es wird infrarotes Licht im Wellenlängenbereich von ca. 832 bis 865 nm verwendet.

Geschichte[Bearbeiten]

Das erste Modell einer Lasermaus, die „Logitech MX 1000 Laser“, stellte Logitech im Herbst 2004 vor. Diese erreichte eine Bildverarbeitungsgeschwindigkeit von 5,8 Megapixeln/Sekunde bei einer Auflösung von 800 dpi (diese Werte entsprechen denen der Vorgängermäuse MX500 und MX700 mit herkömmlicher optischer Abtastung). Mittlerweile sind auch Lasermäuse verschiedener Hersteller mit mehr als 8000 dpi verfügbar.

Die meisten Lasermäuse sind mit Sensoren von Avago Technologies aufgebaut, einer ehemaligen Tochtergesellschaft von Hewlett-Packard, die auch viele Schlüsselpatente für optische Mäuse hält. Seit Kurzem bietet auch Cypress Semiconductor einen Chipsatz für Lasermäuse an, der eine andere Verfahrensweise der Bildauswertung verwendet und damit die AvagoTech-Patente umgeht.

Weblinks[Bearbeiten]