Lasermedium

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Prinzipskizze eines Lasers:
1. Lasermedium
2. Pumpenergie
3. Spiegel
4. Auskoppelspiegel
5. Laserstrahl

Als Lasermedium (auch laseraktives Medium) wird ein Material bezeichnet, das sich zur Erzeugung von Laserlicht durch stimulierte Emission eignet. Es ist eines der drei wesentlichen Elemente (Lasermedium, Resonator, Pumpquelle) eines jeden Lasers. Typischerweise werden Laser auch nach ihrem Lasermedium kategorisiert, siehe Liste der Lasertypen.

Ganz allgemein kann es sich dabei um einen Festkörper (z. B. dotierte Gläser und Kristalle), eine Flüssigkeit (z. B. Farbstofflösungen) oder ein Gas (z. B. Helium-Neon-Gemisch, Argon) handeln. Jedoch besitzen nicht alle Laser ein laseraktives Medium im Sinne eines Materials. Die Inversion kann auch mittels Strukturen (z. B. bestehend aus Halbleitermaterial beim Diodenlaser oder Quantenkaskadenlaser) erzeugt werden.

Eine notwendige Voraussetzung für die Eignung eines Materials als Lasermedium ist die Möglichkeit, eine Besetzungsinversion durch eine externe Energiezufuhr (Pumpen) hervorrufen zu können.

Je nach Lasertyp bestimmt das aktive Medium maßgeblich die Eigenschaften eines Lasers, wie die Wellenlänge (und somit die Farbe bei sichtbarem Licht), die maximal erreichbare Leistung und Pulseigenschaften. Die genauen Eigenschaften der emittierten Laserstrahlung resultieren aus dem Zusammenspiel des Lasermediums bzw. des lichtverstärkenden Aufbaus mit dem Resonator.

Weiterführendes[Bearbeiten]

  • Gain Media in der Encyclopedia of Laser Physics and Technology (engl.)
  •  F. Kneubühl, M. Sigrist: Laser. 7. Auflage. Vieweg + Teubner, Zürich 2008, ISBN 9783835101456.