Last (Einheit)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Last war in der frühhansischen Zeit eine Maßeinheit und bezeichnete ursprünglich die Masse an Getreide, die von einem von vier Pferden gezogenen Fuhrwerk transportiert werden konnte. Im Mittelalter wird sie eine Messgröße, um die Transportkapazität von Schiffen zu bestimmen. Die „Last“ konnte regional und nach Warenart unterschiedlich sein, vereinfacht kann man sagen:

1 Last = 4000 Pfund = 2000 Kilogramm = 2 Tonnen

Dabei hatte man im Mittelalter mehr ein Raummaß im Auge als ein Gewichtsmaß. Die Lastensegler des Mittelalters transportierten häufig Getreide und Heringe. Wegen der unterschiedlichen Aufnahmefähigkeit des Schüttgutes Getreide und des in Fässern verpackten Herings setzte man 100 Heringslasten gleich 80 Getreidelasten. Später entstanden andere produktspezifische Lasten wie Salzlast sowie regionale Eigentümlichkeiten wie Bremer Last, Pommersche Last, Ostseelast, Berliner Last, Preußische Last, Normallast und Commerzlast mit unterschiedlichen metrischen Äquivalenzen.

Ackermaß[Bearbeiten]

Die Last war in Lübeck ein Flächenmaß und ein sogenanntes Aussaatmaß. Die Fläche wurde durch eine festgelegte Menge Saatgut bestimmt. Die Ungenauigkeit beeinflusste der Ackerboden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Johann Friedrich Krüger: Vollständiges Handbuch der Münzen, Maße und Gewichte aller Länder der Erde. Verlag Gottfried Basse, Quedlinburg/Leipzig 1830, S. 148.