Layher

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Dieser Artikel behandelt ein deutsches Unternehmen. Zum deutschen Erfinder und Konstrukteur siehe Eberhard Layher.
Layher Holding GmbH & Co. KG
Layher Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1945 durch Wilhelm Layher als Einzelunternehmen
Sitz Güglingen DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Carolin Langer
Georg Layher
Mitarbeiter 1.240 (Durchschnitt Geschäftsjahr 2008/2009)[1]
Umsatz 431,7 Mio. EUR (2008/2009, Stichtag: 31. März)
Produkte Gerüste, Schutz- und Event-Systeme, LeiternVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.layher.com

Die Layher Holding GmbH & Co. KG ist ein deutscher weltweit führender[2] Hersteller von Gerüstsystemen Schutz- und Event-Systemen und Leitern. Das Unternehmen betreibt zwei Produktionsstätten in Deutschland. Der Stammsitz in Güglingen-Eibensbach dient der Produktion von Stahl-Gerüstbauteilen. Im Werk II im benachbarten Güglingen werden Aluminium- und Holzbauteile gefertigt.

Geschichte[Bearbeiten]

Wilhelm Layher gründete das Unternehmen 1945 zur Herstellung landwirtschaftlicher Geräte und Leitern aus Holz. Im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs erkannte der Holzkaufmann jedoch schnell den Bedarf an Baugerüsten und spezialisierte sich bereits 1948 auf die Produktion von Leiterngerüsten. Ebenfalls im Unternehmen tätig waren die Tochter Ruth Langer sowie die zwei Söhne Eberhard und Ulrich Layher, die die Geschäfte nach dem Tod des Firmengründers im Jahr 1962 erfolgreich weiterführten. Unter ihrer Leitung entwickelte sich Layher zum größten Hersteller von Systemgerüsten: Mit dem Blitz Gerüst 1965 und dem AllroundGerüst 1974 wurden während dieser Zeit nicht nur die bis heute maßgebenden Systeme auf den Markt gebracht, sondern es folgten ab 1970 auch die ersten Schritte in Richtung Internationalisierung – mit Tochtergesellschaften in den Niederlanden, in Frankreich und der Schweiz.

1987 beschloss Eberhard Layher, sich aus Alters- und Gesundheitsgründen zurückzuziehen und seinen Anteil an seine Geschwister zu verkaufen. Bis heute immer noch zu 100 Prozent in Familienbesitz, verfügt Layher in der Zwischenzeit über Tochtergesellschaften in 37 Ländern und Partnern auf der ganzen Welt. In Deutschland wird das operative Geschäft von der Wilhelm Layher GmbH & Co. KG geleitet, Geschäftsführer sind Helmut Kreller und Jochen Kirchner. Das Unternehmen hat bundesweit 31 Service-Stützpunkte, bietet selbst aber keine Gerüstbau-Dienstleistungen an. Es agiert ausschließlich als Hersteller und Lieferant für Kunden aus Gerüstbau, Handwerk, Bauwirtschaft, Industrie und der Veranstaltungsbranche. Das Schwesterunternehmen – die Layher Bautechnik GmbH mit Sitz in Ulm – vertreibt neben den Layher Gerüstsystemen auch Baugeräte, Baumaschinen und Lagertechnik. Geschäftsführer ist Hans Kächler.

Produkte[Bearbeiten]

Das Familienunternehmen besitzt rund 600 Patent- und Schutzrechte weltweit. Mit dem schnell zu montierenden Layher-Blitz-Gerüst aus Stahl und Aluminium hat der Systemgerüstspezialist 1965 zum Beispiel das maßgebende Steckrahmengerüst für den Fassadengerüstbau entwickelt. Das Layher Allround-Gerüst löste 1974 mit seiner schraubenlosen Keilschloss-Verbindungstechnik die konventionelle Gerüstbautechnik mit Stahlrohren und Kupplungen ab. Eine weitere Innovation präsentierte Layher auf der Bauma 2013: Allround Lightweight. Durch den Einsatz höherfesten Stahls konnte bei der neuen Systemgerüstgeneration das Bauteilgewicht ohne Tragfähigkeitsverlust deutlich reduziert werden. Passend zu den Gerüstsystemen gibt es außerdem Schutz-Systeme wie temporäre Überdachungen und Fassadenbekleidungen als Baustellenschutz sowie – basierend auf einem Unterbau aus AllroundGerüst – das Event-System zum Errichten von temporären Bühnen oder Tribünen. Steigtechnik aus Aluminium und Holz gehört ebenso zum Produktprogramm.

Projekte[Bearbeiten]

  • 2008: Am Innsbrucker Tivoli-Stadion wurden anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz mehrere Fluchttreppentürme aus Layher AllroundGerüst errichtet.
  • 2009: Montage einer 150 m langen und 56 m hohen Ski-Rampe in Moskau als Werbeveranstaltung für die Olympischen Winterspiele 2014. Insgesamt wurden etwa 1.300 Tonnen AllroundGerüst Material verbaut.
  • 2010: Temporärer Fußgängerweg aus AllroundGerüst und Wetterschutzdach zur Besichtigung der Ausgrabungen im antiken Pompeji.
  • 2011: Errichtung einer 30 m breiten Fluchttreppe aus AllroundGerüst für das Cannstatter Volksfest.
  • 2012: Einrüstung der norwegischen Stabkirche Borgund mithilfe des Allround Brückenträgers.
  • 2013: Bau eines 600 m² großen Allround Traggerüsts TG 60 für das Schweizer Pumpspeicher-Projekt „Linthal 2015“
  • 2014: Gerüstbau im Hochgebirge: Einrüstung der Hörnlihütte unterhalb des Matterhorns mit Blitz Gerüst.
  • 2014: Überdachung des „Arup Building“ der University of Cambridge mit einem 2.600 m² Kederdach XL
  • 2015: Einrüstung der Luxemburger Adolphe-Brücke mit 100.000 m³ AllroundGerüst und Allround Lightweight.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Kompetenzpreis Baden-Württemberg für Qualität und Innovation 2011. [3]
  • Auszeichnung für Energieeffizienz im Jahr 2012 durch den damaligen Bundesumweltminister Peter Altmaier. [4]
  • 2013: 1. Preis der polnischen Wirtschaftskammer für Gerüste in der Kategorie „Sicherheit und Technologie“ für den Sicherheitsaufbau P2. [5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. April 2008 bis zum 31. März 2009 bei bundesanzeiger.de
  2. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Deutsche Standards. Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Gabal, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  3. [1]
  4. [2]
  5. [3]