Lepidiolamprologus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lepidiolamprologus
Lepidiolamprologus nkambae

Lepidiolamprologus nkambae

Systematik
Überordnung: Cichlomorphae
Ordnung: Cichliformes
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Pseudocrenilabrinae
Tribus: Lamprologini
Gattung: Lepidiolamprologus
Wissenschaftlicher Name
Lepidiolamprologus
Pellegrin, 1904

Lepidiolamprologus (Gr.: „lepidos“ = mit Schuppen, „lampros“ = glänzend) ist eine Gattung aus der Familie der Buntbarsche (Cichlidae), die im Tanganjikasee endemisch ist und dort an den Geröllküsten, in der Fels- und Übergangszone lebt.

Merkmale[Bearbeiten]

Lepidiolamprologus-Männchen werden 14 bis 32,5 cm lang, die Weibchen bleiben etwas kleiner. Die Fische sind sehr langgestreckt, der Körperquerschnitt annähernd rund. Charakteristisch für die Gattung ist die hohe Schuppenzahl in einer Seitenlängsreihe (über 60). Das Maul ist groß und tief gespalten, die Zähne kräftig. In beiden Kiefern befinden sich einige starke Fangzähne. Die Schwanzflosse schließt gerade ab oder ist leicht eingebuchtet.[1]

Lebensweise[Bearbeiten]

Lepidiolamprologus-Arten leben zwischen Geröll, an den Felsküsten und in der Übergangszone zwischen felsigen Biotopen und der Sandzone und ernähren sich carnivor. Sie bilden Reviere, die sie energisch gegenüber Artgenossen und ähnlich aussehenden Arten verteidigen, und nur zur Fortpflanzungszeit Paare oder Haremsgruppen aus einem Männchen und mehreren Weibchen. Die 200 bis 500 kleinen Eier werden in Höhlen oder Felsspalten abgelegt. Die Larven schlüpfen nach etwa drei Tagen.[1]

Arten[Bearbeiten]

Zur Gattung gehören acht Arten [2].

Lepidiolamprologus cunningtoni

Äußere Systematik[Bearbeiten]

Die Gattung Lepidiolamprologus ist bei Ausschluss von Lepidiolamprologus cunningtoni monophyletisch und die Schwestergattung der hochrückigen, ebenfalls carnivoren Gattung Altolamprologus. Zusammen mit den basal stehenden „Schneckenbuntbarschen“ bilden sie eine monophyletische Klade innerhalb der Tribus Lamprologini (Klade A). Lepidiolamprologus cunningtoni ist näher mit verschiedenen Neolamprologus-Arten verwandt und bildet mit diesen, Chalinochromis, Julidochromis und Telmatochromis eine weitere monophyletische Klade innerhalb der Lamprologini (Klade B).[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Claus Schaefer, Torsten Schröer (Hrsg.): Das große Lexikon der Aquaristik. Ulmer Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9.
  2. Lepidiolamprologus auf Fishbase.org (englisch)
  3. Julia J. Day, Simona Santini & Jaime Garcia-Moreno: Phylogenetic relationships of the Lake Tanganyika cichlid tribe Lamprologini: The story from mitochondrial DNA. Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 45, Issue 2, November 2007, Pages 629-642 doi:10.1016/j.ympev.2007.02.025

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lepidiolamprologus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien