Levuka

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-17.681388888889178.835Koordinaten: 17° 41′ S, 178° 50′ O

Levuka
Levuka (Fidschi)
Levuka
Levuka
Basisdaten
Staat Fidschi

Division

Eastern
Provinz Lomaiviti
Einwohner 4397 (2007)

Levuka ist eine Kleinstadt auf der zum Fidschi-Archipel gehörenden Insel Ovalau.

Die Stadt ist nicht nur Verwaltungssitz der Provinz Lomaiviti, sondern auch Hauptstadt der Eastern Division . Levuka war bis 1882 Hauptstadt der britischen Kronkolonie Fidschi (englisch: Fiji). Mit 4.397 Einwohnern nach der Volkszählung von 2007[1] ist Levuka die größte Ansiedlung in der Eastern Division.

Levuka und Ovalau ersuchen die Anerkennung als UNESCO-Welterbe wegen der historischen Rolle, die die Insel in der Gründung des modernen Fidschi gespielt hat.[2]

Ansicht Levukas 1839

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

Um 1820 wurde die ursprüngliche Siedlung als Stadt von europäischen Siedlern und Händler gegründet, sie gilt als erste neuzeitliche Stadt Fidschis und wurde ein wichtiger Hafen und Umschlagsplatz. Die weisse Bevölkerung setzte sich zu der Zeit aus einer Mischung von Abenteurern, Missionaren, Händlern, Schiffsbauern, Spekulanten und ehrbaren Geschäftsleuten zusammen. Maristenpatres (Society of Mary, Marists) gründeten unter der Leitung von Vater Bréhéret 1858 eine Missionsstation. Um 1870 hatte die Stadt eine Bevölkerung von rund 800 Bewohnern.

Als die Nation Fidschi im Jahr 1871 gegründet wurde, ließ sich Seru Epenisa Cakobau (Schreibung auch: Thamkombau) in Levuka zum König (Tui Viti) krönen. Am 10. Oktober 1874 annektierte das British Empire Fidschi als Kolonie, Levuka blieb Hauptstadt bis 1882, obwohl bereits 1877 die Verwaltung nach Suva verlegt worden war.

Viele Institutionen wurden in Levuka zuerst eingerichtet oder gegründet, darunter die erste Bank in Fidschi, das erste Postamt, die erste öffentliche Schule, ein Krankenhaus, eine Stadthalle für die kommunale Verwaltung. 1869 wurde in Levuka die Fiji Times gegründet, die dann nach Suva umzog. Die Arbeiten für die Infrastruktur mussten von den aus dem pazifischen Raum durch das Blackbirding nach Fidschi verfrachten Zwangsrekrutierten geleistet werden, die für Zuckerrohr- und Baumwollplantagen als Arbeitskräfte benötigt wurden.[3]

Wirtschaft [Bearbeiten]

Die Bedeutung als Zwischenhafen im pazifischen Schiffsverkehr nahm Ende der 1950er Jahre deutlich ab, es drohte der wirtschaftliche Niedergang.

Seit 1964 besteht in Levuka ein fidschianisch-japanisches Gemeinschaftsunternehmen, welches den angelandeten Fisch, hauptsächlich Thunfisch, verarbeitet und exportiert.

Tourismus [Bearbeiten]

Der Tourismus spielt bisher (2013) keine große Rolle, obwohl die Stadt selbst aufgrund der kolonialzeitlichen Architektur reizvoll ist. Von Zeit zu Zeit legen hier Kreuzfahrtschiffe an.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Population 2007 Census, S. 33 (PDF); 314 KB). Englisch, gesehen am 13. April 2013.
  2. Tentative Lists, Nr. 1377, englisch, gesehen 12. April 2013.
  3. Winston Halpua: Living on the fringe: Melanesians of Fiji. Institute of Pacific Studies, Suva, Fiji 2001, ISBN 982-02-0315-5 Online auf Google Books