Lichtmast
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Als Lichtmast (LiMa) bezeichnet man den tragenden Mast einer Laterne. Dieser ist häufig in Stahl, Aluminium oder Beton ausgeführt. Der Lichtmast wird in der Regel im Erdreich durch einen Betonsockel verankert.
Lichtmasten, auch als Peitschenmast-Konstruktion, finden Verwendung bei der Straßenbeleuchtung, für die Ausleuchtung von Betriebsgeländen, Parkplätzen von Supermärkten oder bei Baustellen.
Lichtmasten existieren auch in mobiler Form bei der Feuerwehr und beim THW zur technischen Hilfeleistung und anderen technischen Hilfsdiensten. Bei der Polizei werden Lichtmasten beispielsweise zum Ausleuchten eines Tatortes bzw. Ereignisortes (zum Beispiel Unfallort) genutzt. Hierzu werden oft eigene (Beleuchtungskraftwagen BelKW; ehemals „Lichtmastkraftwagen“ LiMaKW) bzw. Anhänger eingesetzt. Der Mast mit dem Lichtkorb wird ausgefahren.
Stationäre Lichtmasten sind relativ langlebig, eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten ist gängig bzw. wird zumindest angestrebt. Bei Ausführungen in Stahl (aus Blech zum Rohr geschweisst, im Strang gepresst oder gegossen sowie teilweise noch mechanisch weiter in die endgültige Form gebracht) wird heute typisch die Oberfläche verzinkt während früher meist Rostschutzfarbe zum Einsatz kam. Edelstahlausführungen sind seltener, haben aber teilweise im repräsentativen Bereich eine Existenz.
Die elektrischen oder anderen Installationen werden wesentlich öfters gewartet und ausgetauscht als der Mast existiert. Für Wartungszwecke werden spezielle Fahrzeughebebühnen benutzt, um Leuchtmittel die gealtert oder ausgefallen sind, zu ersetzen. Bei elektrischer Beleuchtung werden die Vorschalt-Spulen und Starter sowie der Anschluss- bzw. Verteilerpunkt zumeist hinter einer Klappe im Profil ca. 1m über dem Erdboden, die mit speziellen Elektro-Schlüsseln zu öffenen ist, montiert.
Die üblichen Umgebungseinflüsse wie Sonne, Regen oder Wind sind für das Objekt eher unkritisch, da einkalkuliert. Kritisch dagegen sind großer Sturm, sich anheftender Schnee oder gar Eisbehang, insbesondere dann wenn z.B. durch einen vormaligen Schaden, etwa durch einen Rammstoss von einem PKW oder sonstige Strukturschwächen, der ursprüngliche Zustand nicht mehr gegeben ist. Bei Rammstößen dellt ein solcher Lichtmast wie jedes andere rohrförmige Objekt ein und steigert in der Folge die, bei ebensolchen Strukturen in der Statik wohl bekannte, Knickgefahr drastisch. Da Lichtmasten oftmals an Böschungen stehen kann ihr Fundament versetzen bzw. abrutschen, und der Mast dadurch schief stehen oder gar umfallen. Ein gewisses Risiko stellen Bäume und andere dauerhafte Objekte im Umfeld dar, da sie indirekt, z.B. durch Anschlagen bei Wind oder Konzentrieren von Windströmungen, den Masten gefährden können. Besonders exponierte Lagen, wie etwa in Hafenbereichen bergen weiterhin ihre spezifischen Risiken.
Im Fall der Anschläge vom 11. September 2001 beim Einschlag ins Pentagon waren teilweise auch die dortigen Lichtmasten ein Objekt das zur Rekonstruktion der Anflugslinie des Luftfahrzeugs diente. Die dortigen Masten, neben der vorbei laufenden Autobahn und anderen Bereichen, waren den Bilddokumenten entsprechend knapp unterhalb ihrer Spitze gekappt worden - die typische Knickung mit Bruch war erkennbar - so dass der obere Teil frei zu Boden fallen konnte während der untere Teil sich von seiner geschraubten Verankerung los riss und in der Folge auf Fahrbahnen bzw. Grünflächen hinab kippte. An Hand von Umgebungsmerkmalen der Bilddokumente wurde weiterhin rekonstruiert, dass diese Trümmer relativ bald zur Seite geräumt wurden um dann später nochmals in stark veränderten Lagen für Presse-Zwecke als ein Bildmotiv von mehreren zu dienen.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Rüstwagen
- Gerätewagen
- Fachgruppe Beleuchtung
- Ampelmast
- Schilderbrücke
- Mautbrücke
- Leuchtreklame
- Beleuchtung im Umfeld der Pariser Metro
- Beleuchtung von Flugzeug-Rollbahnen
- Vandalismus-Aspekt bei Radarfallen auf Masten
[Bearbeiten] Literatur
- Prof. Dr. Thomas Schindele: Vorlesungsskript Technische Mechanik Ausgabe Wintersemester 1989/90, Fachbereich Maschinenbau, Fachhochschule Kempten/Allgäu

