Louis-Georges-Erasme de Contades

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Marquis de Contades (1704–1793)

Louis-Georges-Erasme de Contades (* 2. Oktober 1704 bei Beaufort in Anjou; † 19. Januar 1793 in Livry) war ein französischer Heerführer und Marschall von Frankreich.

Leben[Bearbeiten]

Er trat 1720 in die französische Armee ein, zeichnete sich in den Kriegen 1733–1748 unter dem Marschall von Sachsen durch Pünktlichkeit, Vorsicht und Wachsamkeit aus, rückte allmählich zum General auf und befehligte 1757–1758 im Siebenjährigen Krieg unter d'Estrees und Clermont ein Korps der Armee am Niederrhein.

Nach der Niederlage Clermonts bei Krefeld wurde er an dessen Stelle 1758 zum Oberbefehlshaber der Armee ernannt. Nachdem es ihm gelungen war, den Herzog Ferdinand von Braunschweig auf das rechte Rheinufer zurückzudrängen, wurde er 1758 zum Marschall ernannt.

1759 erhielt er den Befehl über die gesamte französische Armee in Deutschland. Nach dem Sieg Broglies bei Bergen drang er durch Hessen und Westfalen bis zur Weser vor, verlor aber hier am 1. August die Schlacht bei Minden gegen den Herzog von Braunschweig. Er musste an den Rhein zurückweichen, worauf er im September auf Antrieb Broglies vom Kommando abberufen wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  • Meyers Konversationslexikon, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage 1885-1892, S. 256-257