Luciaflut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vom 13. auf dem 14. Dezember 1287 brach die Luciaflut über die Nordseeküste herein. Die Chroniken sprechen für die deutsche Nordseeküste von ca. 50.000 Toten und schwersten Verwüstungen. Viele Dörfer versanken in den Fluten, allein in Ostfriesland waren es über 30, es bildete sich eine Vorstufe zum Dollart. Infolge der großen Landverluste und relativen Schutzlosigkeit der Marsch zogen nun viele Menschen von der Marsch auf die Geest.

Namensgeberin der Flut war der Tag der Heiligen Lucia von Syrakus, an dem sich die Katastrophe ereignete.

In den Niederlanden machte die Luciaflut einen vorherigen Binnensee zur Nordseebucht Zuiderzee, aus der erst 1932 durch Eindeichung wieder der Süßwassersee IJsselmeer hervorging.