Luitpold Dussler

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Luitpold Dussler (* 16. Juli 1895 in München; † 18. Dezember 1976 ebenda) war ein deutscher Kunsthistoriker.

Dussler studierte Kunstgeschichte in München. Während des Ersten Weltkrieges diente er als Soldat und arbeitete danach an den Staatlichen Museen und Sammlungen in Bayern.

Ein Stipendium des Deutschen Instituts in Florenz führte Dussler in den 1920er Jahren nach Italien. 1929 legte er an der TH München seine Habilitation ab. Fünf Jahre später erhielt er dort eine außerordentliche Professur.

Ab 1930 beteiligte sich Dussler an der antisemitischen Verfolgung des Kunsthistorikers August Liebmann Mayer, der aus seinem Amt gedrängt wurde und 1944 in Auschwitz ermordet wurde. [1] Dussler wurde für seine Denunziation nie zur Verantwortung gezogen. Seine Tat wurde von den Mitwissern im Fach Kunstgeschichte verschwiegen, als er 1947 zum ordentlichen Professor berufen wurde und weitere Karriere machte.

In seinem Werk beschäftigte sich Dussler mit der Renaissance in Italien. Zu seinen bekanntesten Werken zählen ein kritisches Werkverzeichnis von Raffael, sowie eine Michelangelo-Bibliographie.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Festschrift Luitpold Dussler, München, Berlin 1972

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. s. Christian Fuhrmeister, Susanne Kienlechner: Tatort Nizza. Kunstgeschichte zwischen Kunsthandel, Kunstraub und Verfolgung. Zur Vita von August Liebmann Mayer, mit einem Exkurs zu Bernhard Degenhard und Erhard Göpel und Bruno Lohse. In: Ruth Heftrig, Olaf Peters, Barbara Schellewald (Hrsg.): Kunstgeschichte im Dritten Reich. Theorien, Methoden, Praktiken. Berlin 2008