M+W

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Dieser Artikel beschreibt das Geräte- und Anlagebauunternehmen. Für das Kosmetikunternehmen mit gleicher Abkürzung siehe Mäurer & Wirtz.
M+W Group
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Rechtsform GmbH
Gründung 1912[1]
Sitz Stuttgart-Weilimdorf
Mitarbeiter ca. 7000(Ende 2011)[2]
Umsatz ca. 2,5 Mrd. €(Ende 2011)[2]
Branche Geräte- und Anlagenbau
Website www.mwgroup.net/
Blick vom Grünen Heiner über das Industriegebiet Stuttgart-Weilimdorf. Im rechten Drittel das Betriebsgelände von M+W.

M+W (vollständig M+W Group, vormals M+W Zander, ursprünglich Meissner + Wurst) ist ein deutsches Geräte- und Anlagenbauunternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart-Weilimdorf.

Spezialgebiet ist insbesondere die Herstellung von Geräten und ganzen Produktionsanlagen im Bereich der Reinraumtechnologie, wie sie vor allem in der Halbleitertechnik verwendet werden. Daneben ist M+W in diversen anderen Industriebereichen tätig (siehe unten).

Nach mehreren Wechseln des Haupteigentümers (ab 1994 Jenoptik, 2005 SpringwaterCapital, 2007 Victory) gehört M+W seit 2008 zu 100% der österreichischen Beteiligungsgesellschaft Stumpf.[3][4]

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1912 von Karl Meissner und Paul Wurst. Erstes Geschäftsfeld war die Herstellung einer patentierten Anlage zur Absaugung von Spänen und Staub bei der Holzbearbeitung. In den ersten 50 Jahren des Bestehens produzierten Meissner + Wurst vorwiegend diverse Absauganlagen, Ventilatoren und andere lüftungstechnische Geräte.[1]

Ab den 1960er-Jahren begannen Meissner + Wurst als Pionier mit der Entwicklung von Reinraumtechnologie. In den folgenden 50 Jahren stieg der Absatz in Folge des weltweiten Wachstums von Halbleiter- und Elektronikindustrie erheblich an, so dass die Reinraumtechnik bald die traditionelle Lüftungstechnik als wichtigsten Geschäftsbereich ablöste.[1]

Insbesondere ab den 1990er-Jahren expandierte das Unternehmen massiv weltweit durch Erweiterung der Geschäftsbereiche, Gründung neuer Niederlassungen und Unternehmenszukäufe. Meissner + Wurst planten und bauten nun komplette Labor- und Produktionsanlagen für die Elektronik- und Photovoltaikindustrie, aber auch für die Optik-Chemie- und Pharmaindustrie, für die Medizin-, Bio-, Nano- und andere Hochtechnologiebranchen.

Im Jahr 1998 schlossen sich Meissner + Wurst mit dem Unternehmen Zander aus Nürnberg zusammen, das im Bereich Facilitymanagement und Technische Gebäudeausrüstung tätig ist. Durch die Fusion entstand die Unternehmensgruppe M+W Zander. Im Jahr 2008 wurde der Bereich Facilitymanagement an die zum Bilfinger-Konzern gehörige HSG abgegeben.[3][5] Ab hier firmierte das Unternehmen nur noch als M+W Group, kurz M+W.

Ehemalige Vorstände[Bearbeiten]

  • Jürgen Wild (* 1961), Vorstandsvorsitzender (2008–2013)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c 100 Years by M+W Group: Highlights. M+W, 2012, abgerufen am 27. März 2013.
  2. a b  M+W Group (Hrsg.): Annual Report 2011. Stuttgart 2012 (Download als PDF).
  3. a b  Oliver Stock: M+W Zander fürchtet Aufspaltung. In: Handelsblatt. 22. Februar 2008 (Volltext im Online-Archiv des Handelsblattes).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatUngereimtheiten um Victory-Zukauf. NZZ, 13. Mai 2007, abgerufen am 27. März 2013.
  5. HSG Zander: Historie. Bilfinger HSG Facility Management, abgerufen am 27. März 2013.

48.8252429.101948Koordinaten: 48° 49′ 31″ N, 9° 6′ 7″ O