Mähbinder
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Ein Mähbinder war ein landwirtschaftliches Gerät, das für die Ernte von Getreide eingesetzt wurde. Entwickelt wurde der Mähbinder vom US-Amerikaner Charles Withington im Jahr 1872. Er war vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg bis Ende der 1960er Jahre in Deutschland verbreitet und wurde dann durch die Mähdrescher verdrängt. Der Mähbinder übernimmt – wie der Name sagt – das Mähen des Getreides und das Bündeln der Getreidehalme zu so genannten Garben. Anfangs wurden die Garben ungebunden auf dem Feld abgelegt, an weiterentwickelten Geräten wurden die Garben auch gebunden.
Die ersten Maschinen banden nur das vorher in Haufen auf dem Feld abgelegte Getreide. Aufgrund der hohen Körnerverluste konnten sie sich nicht durchsetzen und wurden auch nur in den USA verkauft. Als Weiterentwicklung wurden die Garben direkt nachdem sie mit einem Mähbalken abgemäht wurden auf der Maschine gebunden.
Zum späteren Ausdreschen der Körner wurden die Garben in einer Scheune gelagert und in einer arbeitsärmeren Zeit mit dem Dreschflegel ausgeklopft. Später wurde diese Handarbeit durch die Dreschmaschine wesentlich erleichtert.
[Bearbeiten] Literatur
- Wüst-Nachtweh: Landwirtschaftliche Maschinenkunde. Berlin 1902.

