Scheune
Die Scheune (Scheuer), im süddeutsch-schweizerisch-österreichischen Raum auch Stadel oder Stadl genannt, ist ein Vorrats- und Wirtschaftsgebäude eines landwirtschaftlichen Anwesens / Betriebes. Die Scheune dient in erster Linie dem Aufbewahren von Heu, Stroh, Getreide oder anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen und hat eine ähnliche Funktion wie ein Speicher; bei großen Gütern auch nebeneinander, wobei der Speicher meist höher und fester gebaut wurde, für ein längerfristiges Speichern.
Gebäude, in denen landwirtschaftliche Geräte, Maschinen und Fahrzeuge untergestellt bzw. aufbewahrt werden, bezeichnet man hingegen als Schuppen.[1] Eine Scheune besteht traditionell häufig aus der Tenne und einem oder zwei Bansen[2] an den Seiten der Tenne. In den Bansen wurden insbesondere die noch auszudreschenden Getreidegarben gelagert. Teilweise wurden die Bansenteile der Scheunen noch durch einen Zwischenboden in mehrere Etagen unterteilt.
Scheunen sind meist einfacher gebaut als die übrigen Gebäude der Höfe. Der Fußboden in den Scheunen wurde früher meistens nur aus gestampftem Lehm hergestellt. Damit Fahrzeuge in die Scheune fahren können, verfügt sie über mindestens ein großes Tor, welches oft zweiflügelig oder als Schiebetor ausgeführt ist. In Hanglage kann die Zufahrt auch in der oberen Ebene erfolgen. Den Raumteil der Scheune hinter bzw. zwischen dem Tor / den Toren bezeichnet man als Tenne. In der Tenne werden die Fahrzeuge mit den zu lagernden landwirtschaftlichen Erzeugnissen ent- bzw. beladen; in der Vergangenheit wurde in ihr auch das Getreide ausgedroschen.
Wenn die Scheune in gerader Linie von einem Fuhrwerk oder Fahrzeug durchfahren werden kann, spricht man von einer Durchfahrtscheune. Diese Scheunen haben an beiden Giebel- bzw. Traufseiten gegenüberliegende große Tore.
Der Dachboden einer Scheune heißt je nach Nutzung Heu-Boden, Stroh-Boden, Getreide-Boden. Eine auf freier Flur stehende Scheune wird auch als Feldscheune (in Österreich der Stadl) bezeichnet.
Scheunen wurden zum Teil außerhalb von Ansiedelungen gebaut (Scheunenviertel), um die Brandgefahr für Wohngebäude zu senken.
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Scheunenviertel in Kremmen
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Anlehnungsbedürftige Scheune, Arkansas
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Alte Scheune im Heiligen Meer
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Alte Fachwerk-Scheune in Börgerende-Rethwisch
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Restaurierte Scheune im Scheunenviertel in Neubruchhausen
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Artikel auf dwds.de DWDS (aufgerufen am 18. Februar 2012)
- ↑ [1]. Duden online, Abgerufen am 27. Februar 2013.