Müllersches Volksbad

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Müllersches Volksbad
Die große Badehalle im Volksbad

Das Müllersche Volksbad ist ein Hallenbad in München. Der neubarocke Jugendstilbau war bei seiner Fertigstellung 1901 das größte und teuerste Schwimmbad der Welt. Der Bau geht auf eine Spende des Münchner Ingenieurs Karl Müller zurück und entstand nach einem Entwurf von Karl Hocheder.

Es war das erste öffentliche Hallenbad in München.

Das Volksbad liegt in der Au zwischen Isar und Auer Mühlbach in unmittelbarer Nähe des Deutschen Museums und der Ludwigsbrücke. Das Gebäude hat einen Turm, in dem sich Reservewasser befindet, das auch den Wasserdruck konstant hält, und verfügt über zwei Becken. Das größere (30x12m) war ursprünglich das "Herrenbecken", das kleinere etwa 18x11m große diente bis 1989 ausschließlich als Damenbecken. Beide Becken sind entlang einer Achse getrennt, die eine gedankliche Fortsetzung des Wegs zum Schwimmbad ist. Das große Becken wird von einem eindrucksvollen Tonnengewölbe gekrönt. Ungewöhnlich für heutige Schwimmbäder befinden sich die Holzkabinen rund um die Becken und gewähren direkten Zutritt zu diesen. Seit seinem Bau enthält das Bad ein römisch-irisches Dampfbad, bis 1978 befand sich im Untergeschoss ein Hundebad ebenso wie anfangs 86 Wannenbäder und 22 Brausebäder zur Verfügung standen. Nachdem sich Badewannen und Duschen im 20. Jahrhundert fast flächendeckend in Privathaushalten verbreiteten, legte das Bad diese Anlagen schließlich still, behielt ein ursprüngliches Wannenbad zu Demonstrationszwecken und richtete im Untergeschoss in weit bescheidenerem Umfang neue Wannenbäder ein.

Zu den reichhaltigen barockisierenden Schmuckelementen im Innern gehören breite Treppen, die in die Becken hinabfuhren, Wandmalerei mit marinen Motiven, Stuck, eine Bronzestatue im Hauptbecken, verzierte Eisengitter und Holzbrüstungen ebenso wie aufwändig gestaltete Uhren. Die Gestaltung der Schmuckelemente erfolgte durch Ernst Pfeifer, Hermann Hahn, Josef Floßmann, Ernst Andreas Rauch und andere. In der Decke sind drei Abluftöffnungen, über die zur Gründungszeit bei heißem Wetter kaltes Wasser im Bad zerstäubt wurde, was nach den Worten Hoheneders auch für eine "anmutige Verschönerung durch Bildung von Regenbogenfarben"[1] sorgte. Nach einer Bauzeit von vier Jahren fand die offizielle Eröffnung am 9. Mai 1901 statt. Die bisher umfangreichste Sanierung fand zwischen 1972 und 1999 statt und betraf alle Teile des Bads.

[Bearbeiten] Anmerkungen

  1. Standl/Bachmann S. 25

[Bearbeiten] Literatur

  • Günter Standl und Rupert Bachmann: Müller'sches Volksbad. Rosenheimer Verlagshaus 2001, ISBN 347553164X
  • Barbara Hartmann: Das Müller'sche Volksbad in München. tuduv-Verlagsgesellschaft 1987, ISBN 388073235-3

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Müllersches Volksbad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.132096013811.5883340677Koordinaten: 48° 7′ 56″ N, 11° 35′ 18″ O

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