Laibung

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Schematische Darstellung eines Bogens. 1. Schlussstein, 2. Keilstein, 3. Bogenrücken, 4. Kämpfer, 5. Bogenlaibung, 6. Stichhöhe, 7. Spannweite, 8. Stützmauerwerk
Palucca-Schule Dresden:
profilierte Türlaibung aus der Nachkriegsperiode, ausgeführt in Cottaer Sandstein

Die Laibung oder Leibung ist die senkrechte Schnittfläche in einem Mauerwerk, die an Fenster- und Türöffnungen die innere, der Öffnung zugewandte Mauerfläche bildet. Im Gegensatz zu der rechtwinklig zur Fassade geschnittenen Laibung, bei der die seitlichen Begrenzungen der Öffnung Parallelen bilden, verläuft die Schnittfläche des Gewändes schräg durch das Mauerwerk.[1] Die obere, waagerechte Begrenzung einer Tür- oder Fensterumrahmung ist der Sturz.

Da heutzutage Laibungen verputzt werden, sind die Ecken meist im Innenausbau durch metallene Eckwinkel verstärkt. Wenn die Fassade nicht verputzt werden kann (siehe Hinterlüftete Fassade), wird die Laibung oftmals mit Aluminium, den Fassadenplatten an sich oder mit Leibungssystemen aus Kunststoff verkleidet. Ist die Umrandung der Fenster in der Fassade niedriger ausgeführt bzw. fluchtet sie nicht mit dieser, spricht man von Fensterfaschung.

Bei Bögen und Gewölben ist die Laibung die gekrümmte, über dem Kämpfer befindliche innere Bogen- bzw. Gewölbefläche, im Gegensatz zur äußeren, die Bogen- oder Gewölberücken genannt wird.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Vgl. Wilfried Koch, S. 411 und 430
  2. Vgl. Wilfried Koch, S. 400