MAXXI - Museo nazionale delle arti del XXI secolo

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Das Museo nazionale delle arti del XXI secolo (dt. Nationalmuseum für die Kunst des XXI. Jahrhunderts, kurz auch MAXXI) ist ein Museum für zeitgenössische Kunst in Rom.

Geschichte[Bearbeiten]

1998 fasste das italienische Kulturministerium den Entschluss, in Rom ein Nationalmuseum für zeitgenössische Kunst zu bauen, da Rom eine der wenigen europäischen Hauptstädte ohne eigenes Museum für moderne Kunst war. Aus dem ausgeschriebenen Wettbewerb ging die Architektin Zaha Hadid hervor. Als Standort für das neue Museum wählte man ein altes Kasernenareal des späten 19. Jahrhunderts im Viertel Flaminio aus. Die Baukosten betrugen 150 Millionen Euro.[1] Träger des neuen Museums wurde eine eigens gegründete staatliche Stiftung.

Das Museum wurde im November 2009 mit einer Performance der Choreografin Sasha Waltz eröffnet und wird seit Mai 2010 offiziell genutzt. Erste Direktorinnen wurden Margaret Guccione und Anna Mattirolo.

Architektur[Bearbeiten]

Architektin Zaha Hadid hat den Bau in die bestehenden Strukturen des Viertels eingepasst. Das Museum hat eine L-förmige Grundform und besteht aus mehreren langen Sichtbeton-Gebäudeteilen, die ineinander, über- und untereinander zu fließen scheinen. Im Inneren wird der Bau von großzügigen Galerien, Schrägen, Rampen und Kurven beherrscht, Kunstlicht und natürliches Licht aus großen gläsernen Fronten beleuchten die Galerien, Säle und Kabinette. Die einzelnen Stockwerke sind über freischwebende schwarze Treppen miteinander verbunden.

Konzept[Bearbeiten]

Das Museum versteht sich als kreativen Ort und Labor für zeitgenössische Kunst.[2] Neben dem MAXXI Art, das sich ganz der Kunst widmet, beherbergt es auch das MAXXI Architettura, das sich mit Architektur beschäftigt. Es ist das erste Architekturmuseum in Italien.[3] Zum Programm gehören neben Ausstellungen auch Workshops, Konferenzen, Vorträge und Aufführungen. Außerdem bietet das Museum ein breit gefächertes pädagogisches Programm. Die Sammlung des Museum umfasst neben zeitgenössischer Kunstwerken auch Architekturfotografien und architektonische Entwürfe und ein architektonisches Archiv.

Das Museum verfügt über eine Bibliothek, ein Café, ein Restaurant und eine Buchhandlung.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Roms Neues Nationalmuseum: Ein Sommernachtsraum, Paul Kreiner, Der Tagesspiegel, 15. November 2009
  2. Selbstdarstellung des Museums
  3. MAXXI Architettura

41.9280712.46648Koordinaten: 41° 55′ 41″ N, 12° 27′ 59″ O