Maskenbrecher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Maskenbrecher sind vor allem im Ersten Weltkrieg eingesetzte Nasen- und Rachenkampfstoffe, die beim gleichzeitigen Einsatz chemischer Kampfstoffe durch eine starke Reizwirkung auf die Atemwege dazu führen, dass die betroffenen Personen die Gasmaske abnehmen und dadurch der Einwirkung der eigentlichen Kampfstoffe ausgesetzt sind. Es kamen dafür Stoffe (Adamsit, Diphenylarsinchlorid, Diphenylarsincyanid, Diphenylaminarsincyanid und Pyridin) zum Einsatz, die von den üblichen Schutzmaskenfiltern nicht zurückgehalten werden konnten. Moderne ABC-Schutzmaskenfilter halten die früher üblichen Stoffe zurück.

Ein Einsatz von Schwebstofffiltern, die insbesondere nur kleinste feste Partikel bzw. Feinstäube zurückhalten, nützt nicht gegen gasförmige Maskenbrecherkampfstoffe.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • R. Haas: Blaukreuzkampfstoffe. Chemisches Verhalten und humantoxikologische Bedeutung von Diphenylarsinverbindungen Chemische Reaktionen und Humantoxikologische Bedeutung; Umweltmed Forsch Prax 1 (1996)