Massai-Giraffe

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Massai-Giraffe
Maasai-Giraffe in Hell's Gate National Park, Kenia

Maasai-Giraffe in Hell's Gate National Park, Kenia

Systematik
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Giraffenartige (Giraffidae)
Gattung: Giraffa
Art: Giraffe (Giraffa camelopardalis)
Unterart: Massai-Giraffe
Wissenschaftlicher Name
Giraffa camelopardalis tippelskirchi
Matschie, 1898

Die Massai-Giraffe (Giraffa camelopardalis tippelskirchi) ist eine Unterart der Giraffe.

Merkmale[Bearbeiten]

Männchen werden bis zu 6 Meter hoch und erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 3,5 Meter. Die Weibchen sind in der Regel etwas kleiner und leichter. Das Muster des Haarkleids besteht aus dunklen Flecken, die sich von der helleren Grundfarbe abheben. Die Flecken dienen der Hitzeabgabe. Im Unterhautgewebe verläuft um jeden Flecken eine ringförmige Arterie, die Äste in den Flecken hinein aussendet. Über eine stärkere Durchblutung kann die Giraffe so mehr Hitze abgeben und ist nicht auf Schatten angewiesen.

Bei den Massai- und Netzgiraffen hat jedes Individuum seine ganz charakteristische Fellzeichnung, durch die es sich von allen anderen Artgenossen unterscheidet. Die Massai-Giraffe weist besonders weit auseinander liegende und ausgefranste Sternflecken auf. Die Flecken haben stark zerteilte Ränder. Die gekerbte Felderung erinnert teilweise an Weinblätter[1] (die Giraffe wird deshalb auch Weinblatt-Giraffe genannt). Die Farbe der Flecken reicht von hellbraun bis fast schwarz.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Art ist im Südosten Afrikas in den Grassteppen und Buschsavannen im südlichen Kenia und Tansania beheimatet.

Ernährung[Bearbeiten]

Die Giraffen ernähren sich von Blättern, Knospen, Trieben und Gräser sowie von salz- und mineralhaltiger Erde.[2] Sie beweiden bevorzugt Baumkronen. Dabei greifen die Tiere einen Zweig mit ihrer Zunge, ziehen ihn ins Maul und streifen durch Zurückziehen des Kopfes die Blätter ab.

Zoohaltung[Bearbeiten]

Die Massai-Giraffe war bis Mitte des 20. Jahrhunderts die dominierende Unterart in Zoos im deutschsprachigen Raum. 1969 wurde sie in Basel, Berlin-Zoo, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Leipzig und München gehalten. [3] Dies hat sich in den letzten 50 Jahren geändert. Ende 2009 wurden in Europa nur noch im Zoo Basel Massai-Giraffen gehalten.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere, Ullmann/Tandem, 2003, ISBN 3833110066
  • Wolfgang Puschmann: Zootierhaltung - Säugetiere, 4. Auflage, 2004, Verlag Harri Deutsch, ISBN 3817116209

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Giraffa camelopardalis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Puschmann: Zootierhaltung - Säugetiere, Massaigiraffe, S. 687
  2. Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. - Haltung und Vorführung von Giraffen (PDF)
  3. Zoodirektoren.de - Giraffe abgerufen am 2. Januar 2010