Maxine Hong Kingston

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Maxine Hong Kingston in New York City im September 2006.

Maxine Hong Kingston (chinesisch: 湯婷婷, Tāng Tíng Tíng; * 27. Oktober 1940 in Stockton, Kalifornien) ist eine chinesisch-amerikanische Schriftstellerin und emeritierte Professorin (Literaturwissenschaftlerin) der University of California, Berkeley.

Kingston ist eine bedeutende Autorin der chinesisch-amerikanischen Literatur. Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen meist die Erfahrungen chinesischer Einwanderer in den Vereinigten Staaten. Mit Werken wie The Woman Warrior, in denen sie sich mit Fragen der sexuellen und der ethnischen Identität auseinandersetzt, hat sie überdies Beiträge zum Feminismus geleistet. Charakteristisch für Kingstons Schreiben ist eine Synthese aus fiktionalen und nicht-fiktionalen Elementen, die als kreative Nonfiction beschrieben worden ist.[1] Sie wurde wiederholt mit bedeutenden Literaturpreisen geehrt.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Kingston ist die Tochter chinesischer Einwanderer. Ihr Vater, Tom Hong, ein Gelehrter, kam 1924 in die USA und betrieb dort eine Wäscherei. Ihre Mutter, Ying Lan Hong, eine Hebamme, konnte ihrem Mann erst 1939 nach Amerika folgen und arbeitete dort als traditionelle chinesische Heilerin. Kingston ist das dritte von acht Kindern und das älteste der sechs, die in den Vereinigten Staaten geboren sind.[2]

Kingston studierte in Berkeley Englisch, erwarb 1962 ihren Bachelorgrad und arbeitete von 1965 an zunächst als Highschool-Lehrerin. 1967 ging sie nach Hawaii und begann dort zu schreiben. In den 1980er Jahren begann sie, an der UC Berkeley Schreiben zu lehren. Am 8. März 2003 wurde Kingston in Washington D.C. während einer Demonstration gegen den Irak-Krieg verhaftet, weil sie eine Polizeiabsperrung durchbrochen hatte.[3]

Kingston ist seit 1962 mit dem Schauspieler Earl Kingston verheiratet und hat mit ihm einen Sohn.[2] Sie lebt in Oakland, Kalifornien.

Veröffentlichungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1975 – No Name Woman (Essay)
  • 1976 – The Woman Warrior: Memoirs of a Girlhood Among Ghosts (Autobiografie)
National Book Critics Circle Award, General Nonfiction Award[4]
  • 1980 – China Men
National Book Award for General Nonfiction
  • 1987 – Hawai'i One Summer (Essaysammlung)
  • 1987 – Through the Black Curtain
  • 1989 – Tripmaster Monkey: His Fake Book (Roman)
PEN West Award in fiction
  • 2002 – To Be The Poet
  • 2003 – The Fifth Book of Peace
  • 2006 – Veterans of War, Veterans of Peace (Anthologie; Herausgeberin)
California Book Award Special Award

Weitere Auszeichnungen:

  • 1978 – Anisfield-Wolf Race Relations Award[5]
  • 1982 – National Endowment for the Arts Writers Award
  • 1997 – National Humanities Medal
  • 2002 – Local Leaders in Philanthropy (Asian Pacific Fund)[6]
  • 2008 – Medal for Distinguished Contribution to American Letters (National Book Foundation)[7]

Dokumentarfilm über Maxine Hong Kingston[Bearbeiten]

  • Maxine Hong Kingston: Talking Story (1990)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. “Perhapsing”: The use of Speculation in Creative Nonfiction; Bruce Dobler’s Creative Nonfiction Compendium
  2. a b Maxine Hong Kingston
  3. Maxine Hong Kingston; Alice Walker, Maxine Hong Kingston, and other Notable Women Arrested Protesting Against the War with Iraq
  4. Past National Book Critics Circle Award Winners and Finalists
  5. Maxine Hong Kingston Anisfield-Wolf Book Awards
  6. Maxine Hong Kingston Asian Pacific Fund
  7. Distinguished Contribution to American Letters, 2008 National Book Foundation