Mazaios

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Münze des Mazaios aus dessen Zeit als Satrap von Kilikien. (London, British Museum)

Mazaios (altgriechisch: Μαζαῖος; † 328 v. Chr.) war persischer Statthalter (Satrap) in der Spätzeit des Achämenidenreiches.

Mazaios diente zunächst dem Großkönig Artaxerxes III. als Satrap von Kilikien als Amtsnachfolger des Datames. Zusammen mit dem Satrapen von Syrien, Belesys II., war er 351/350 v. Chr. mit der Unterwerfung der aufständischen Phönizier unter dem König Tabnit (Tennes) von Sidon betraut. Beide erlitten jedoch eine Niederlage gegen die griechischen Söldner unter Mentor von Rhodos, die zur Unterstützung Phöniziens aus Ägypten herangezogen waren. Deshalb musste der Großkönig persönlich gegen Sidon ziehen, dass erst 346/345 v. Chr. unterworfen werden konnte. Während Belesys II. aufgrund des Versagens in Ungnade fiel, blieb Mazaios in der Gunst des Großkönigs. Zwar musste er Kilikien an Arsames übergeben, wurde dafür aber zumindest für den Zeitraum von 345 bis 340 v. Chr. zum neuen Satrapen von Syrien.

In dieser Funktion wird er erst wieder im Jahr 331 v. Chr. während des Krieges gegen Alexanders dem Großen genannt. Diodor nannte ihn einen philos (Freund) des Großkönigs Dareios III., von dem er die Weisung erhalten hatte, Alexander den Übergang über den Euphrat zu versperren. Allerdings verfügte Mazaios nicht über genügend Truppen um dies bewerkstelligen zu können, weshalb er bei Thapsakos den Übergang des Alexander hinnehmen musste. Anschließend nahm er an der Schlacht bei Gaugamela als Befehlshaber des rechten persischen Flügels teil, die mit der entscheidenden Niederlage der Perser endete. Mazaios zog sich nach Babylon zurück, dessen Tore er kampflos für den vorrückenden Alexander öffnen ließ. Dieser nahm ihn dafür in sein Gefolge auf und ernannte ihn zum Satrapen von Babylon. Dieses Amt übte Mazaios bis zu seinem Tode 328 v. Chr. aus.

Abgesehen von den literarischen Quellen ist Mazaios auch durch Münzprägungen archäologisch nachweisbar.

Sein Nachfolger in Babylonien war Stamenes.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Wiesehöfer: Mazaios. In: Der Neue Pauly. Band 7, S. 1081–1082.