Mexikozeisig

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Mexikozeisig
Carduelis psaltria.jpg

Mexikozeisig (Carduelis psaltria)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Finken (Fringillidae)
Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
Gattung: Zeisige (Carduelis)
Art: Mexikozeisig
Wissenschaftlicher Name
Carduelis psaltria
Say, 1823
Weibchen des Mexikozeisig

Der Mexikozeisig (Carduelis psaltria), auch Mexikanerzeisig oder Mexikanischer Zeisig genannt, ist eine Vogelart aus der Unterfamilie der Stieglitzartigen. Er kommt in mehreren Unterarten vor. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Nord- bis Südamerika.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Der Mexikozeisig erreicht eine Körperlänge von elf bis zwölf Zentimeter.[1] Es besteht ein Geschlechtsdimorphismus und die Gefiederfärbung variiert je nach Unterart. Bei der Nominatform ist der Oberkopf sowie die Gesichtsseiten und die gesamte Körperoberseite schwarz. Bei einigen Unterarten beschränken sich die schwarzen Partien auf Stirn und Oberkopf. Nacken, Rücken, Bürzel, Flügeldecken, Schwingen und Schwanz sind bei diesen Unterarten eher olivgrün. Bei allen Unterarten ist die Körperunterseite des Männchen lebhaft gelb. Der Schnabel ist hornfarben, die Augen sind dunkelbraun und die Füße sind fleischfarben.

Das Weibchen ist insgesamt unauffälliger gefärbt. Die Körperunterseite ist matter und blasser, die Körperoberseite ist matt olivbraun.

Verbreitungsgebiet und Lebensraum[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet des Mexikozeisigs reicht vom Nordwesten der Vereinigten Staaten, wo er bis in den extremen Südwesten des US-amerikanischen Bundesstaates Washington vorkommt, bis nach Venezuela und Peru. In den kälteren Regionen seines Verbreitungsgebietes ist er ein Zugvogel. Seine Höhenverbreitung reicht im Gebirge bis in 2.500 Höhenmeter.

Der Mexikozeisig ist eine sehr anpassungsfähige Art, die in einer Vielzahl von Habitaten vorkommt. Er bewohnt halb offenes Gelände, mit Bäumen und Büschen durchsetztes Kulturland, kommt an den Rändern von Wäldern, Straßen sowie an den Ufern von Flüssen vor und wird auch in Parks und Gärten häufig beobachtet. Er fehlt dagegen in dichten Wäldern. Dort wo Vögel gefüttert werden, finden sich häufig kleine Trupps mit bis zu sechs Vögeln ein.

Lebensweise[Bearbeiten]

Die Nahrung des Mexikozeisigs besteht in erster Linie aus verschiedenen Sämereien von Wildkräutern. Während der Aufzuchtzeit der Jungen frisst er auch Insekten. Das Fressen von Erde ist bei dieser Art gleichfalls beobachtet worden.[2].

Die Fortpflanzungszeit ist je nach geografischer Verbreitung unterschiedlich. In den gemäßigten Klimazonen brütet er nur im Sommer. In den klimatisch begünstigteren Zonen werden ganzjährig Gelege beobachtet.[3] Das Nest ist napfförmig und wird aus Gräsern, Wurzelfasern, Moosen, Haaren und Federchen gebaut. Es befindet sich in Büschen oder in mittlerer Höhe in Bäumen. Das Gelege besteht aus vier bis fünf Eiern. Die Brutdauer beträgt dreizehn Tage, die Jungvögel sind nach 19 bis 21 Tagen flügge. Sie werden überwiegend vom männlichen Elternvogel noch weitere zwei Wochen gefüttert.

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bielfeld, S. 89
  2. Delgado-V. (2006)
  3. Cisneros-Heredia (2006)

Literatur[Bearbeiten]

  • Horst Bielfeld: Zeisige, Girlitze, Gimpel und Kernbeißer, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2003. ISBN 3-8001-3675-9
  • Cisneros-Heredia, Diego F. (2006): Notes on breeding, behaviour and distribution of some birds in Ecuador. , Bulletin of the British Ornithologists' Club 126(2): 153-164. PDF fulltext
  • Delgado-V., Carlos A. (2006): Observación de geofagia por el Jiguero Aliblanco Carduelis psaltria (Fringillidae). ["Report of geophagy in the Lesser Goldfinch C. psaltria (Fringillidae)"]. Boletín de la Sociedad Antioqueña de Ornitología 16(2): 31-34. [Spanisch mit englischsprachiger Zusammenfassung] PDF fulltext

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mexikozeisig (Carduelis psaltria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Carduelis psaltria in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2012. Abgerufen am 2. Januar 2014