Michael Edwardes

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Sir Michael Owen Edwardes (* 11. Oktober 1930 in Südafrika) ist ein aus Südafrika stammender britischer ehemaliger Wirtschaftsmanager, der Vorstandsvorsitzender von Unternehmen wie Chloride Group, Leyland Motors und International Computers Limited war.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Besuch des St. Andrew’s College in Grahamstown begann Edwardes 1947 ein Studium an der Rhodes-Universität in derselben Stadt. 1951 wurde er in Afrika Mitarbeiter der 1891 gegründeten und in London ansässigen Chloride Group, Großbritanniens größtem Zulieferer mit unterbrechungsfreier Stromversorgung für Krankenhäusern und anderen öffentlichen Gebäuden. 1966 übernahm er innerhalb der Chloride Group seine erste Beschäftigung in Großbritannien auf, als er zunächst Kaufmännischer Direktor und später Geschäftsführer von Alkaline Batteries wurde, der kleinsten Tochtergesellschaft der Unternehmensgruppe. Dabei erwies er sich als vorausschauender Manager des schwächelnden Unternehmens durch die Benennung moderater Geschäftsziele und den Aufbau eines enthusiastischen Managementteams, um diese Unternehmensziele zu erreichen. Dies führte dazu, dass er 1974 zum Vorstandsvorsitzenden der Chloride Group berufen wurde.

1977 wurde Edwardes gebeten, den nach massiven wirtschaftlichen Problemen 1975 verstaatlichten Motorenhersteller Leyland Motors zu sanieren, was aufgrund der unternehmerischen Fehlentwicklungen der vorangegangenen Jahre als nahezu unmöglich galt. Als Vorstandsvorsitzender gelang es ihm, durch straffe Unternehmungsführung und Durchsetzung hoher Erwartungen das Unternehmen zu sanieren, so dass es innerhalb der folgenden fünf Jahre zu einer von der britischen Regierung unter Premierministerin Margaret Thatcher unterstützten Reprivatisierung der Automobilindustrie kam. Dabei reduzierte er nicht nur den Vorstand von 13 auf 7 Vorstandsmitglieder, sondern ließ auch einen Großteil der Fabriken des Unternehmens schließen sowie den überwiegenden Teil der Belegschaft freistellen.

Für seine Verdienste wurde er 1979 zum Knight Bachelor erhoben und führte fortan den Namenszusatz „Sir“. Seine Erfahrungen während der Sanierung von Leyland Motors veröffentlichte er in dem Buch Back from the Brink (1983).

Nach seinem Ausscheiden bei Leyland Motors wurde er 1984 Vorstandsvorsitzender von International Computers Limited (ICL), trat von diesem Posten jedoch bereits sechs Monate später zurück, nachdem das Unternehmen von Standard Telephones and Cables (STC) übernommen worden war.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks und Quellen[Bearbeiten]