Michaeliskirchweih

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Riesenrad auf der Fürther Freiheit

Die Michaeliskirchweih in Fürth (umgangssprachlich Fürther Kärwa bzw. „Färdder Kärwa“) ist eines der ältesten und größten Volksfeste in Franken.

Über die Ursprünge der Kirchweih existieren keine Urkunden. Da jedoch die namensgebende Michaelskirche um 1100 errichtet wurde, wird davon ausgegangen, dass das Fest auch erstmals zu dieser Zeit stattfand und somit seit 900 Jahren durchgeführt wird.

Ursprünglich fand die Kirchweih auf dem Kirchplatz statt. Später weitete sich das Geschehen auf die Gustavstraße, Bereiche der Innenstadt, die Fürther Freiheit und die Bundesstraße 8 aus. Aktuell erstreckt sich die Fürther Kärwa auf einen ca. 42.000 Quadratmeter großen Bereich der Innenstadt. Das Fest beschränkt sich dabei nicht nur auf Fahrgeschäfte und Schankbuden, sondern bietet auch zahlreichen Händlern und Marktschreiern eine Plattform, um Waren wie Haushaltsartikel, Bekleidung, Lebensmittel oder Pflanzen anzubieten. Würde man die ganzen Stände und Buden aneinanderreihen ergäbe dies eine Strecke von ca. 3,5 Kilometer. Eine Besonderheit ist die Sperrung des Teils der B8, welcher durch die Fürther Innenstadt führt.

Üblicherweise beginnt sie am Namenstag des Erzengels Michael (29. September) bzw. am darauf folgenden Samstag und dauert 12 Tage. Höhepunkt ist der am zweiten Kirchweihsonntag stattfindende Erntedankfestzug mit 3.000 Mitwirkenden und 100.000 Zuschauern. Mittlerweile besuchen jährlich circa 1,5 Mio. Besucher die Kirchweih. An beiden Sonntagen ist in der Fürther Innenstadt verkaufsoffener Sonntag.

Die Michaeliskirchweih ist die größte Straßenkirchweih Bayerns.

Weblinks[Bearbeiten]