Miguel Riveros

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Miguel Riveros (eigentlich Miguel Edgardo Riveros Silva sowie unter dem Pseudonym Millus bekannt; * 22. November 1976 in Santiago de Chile) ist ein chilenischer Comiczeichner sowie Illustrator und lebt in Köln.

Werdegang[Bearbeiten]

1981 emigrierte Riveros zusammen mit seiner Mutter, auf der Flucht vor der chilenischen Junta, ins rheinische Köln. Sein Vater, der chilenische Kleinkünstler Hugo Riveros Gomez, hatte sich während der 1970er Jahre im damals autokratisch regierten Chile für mehr Menschenrechte eingesetzt und war in der Folge vom Geheimdienst Augusto Pinochets, kurz nachdem er von der Bundesrepublik Deutschland politisches Asyl erhalten hatte, verschleppt und ermordet worden.

Schon im Alter von 15 Jahren hatte Riveros seine erste Einzelausstellung in der Kölner Stadtbücherei. Daraufhin folgten zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen. Seit dem Abschluss einer Ausbildung zum Animationsdesigner an der privaten Hamburger Schule für Animation, bei Künstlern wie Harald Siepermann und Alexander Mitta, arbeitet Riveros hauptberuflich als Illustrator sowie Grafikdesigner an verschiedenen künstlerischen und kommerziellen Projekten mit. Einige seiner ersten Arbeiten wurden im Kölner Fanzine Cosmix veröffentlicht. Bekannteste Auftraggeber im Bereich Illustration und Animation waren für Riveros bisher Unternehmen wie RTL, Endemol, Wacom, Sony, Bayer, die Internetportale spickmich.de und juuuport.de sowie das Musiklabel Pelham Power Productions für Sabrina Setlur oder die Zeitschrift Unicum.

Seit einigen Jahren betätigt sich Riveros als Herausgeber und Mitorganisator kleinerer Comicproduktionen und Kunstprojekte mit Kreativen, wie Alexander Fechner, Christoph Kotowski, Andreas Dietz oder Eduardo Gallego Segura. So veröffentlichte er zwischen 2004 und 2010 mehrere Beiträge für Anthologien, wie Jazam, Undergroundcomix, SOS Comics oder Panik Elektro des Hamburger Comiczeichners Thomas Wittke. 2006 erschien erstmals sein eigenes Comicmagazin Unheimlich mit Horrorgeschichten, basierend auf dem Werk des Autors Howard Phillips Lovecraft, das mittlerweile von Axel Mende fortgeführt wird.

2013 war Riveros in der Sendung Kawaii des Fernsehsenders Animax zu sehen. Im selben Jahr wurde er nach dem Austritt der gesamten ursprünglichen Redaktion zusammen mit Daniela Winkler Moderator der Internetreihe J-Mag des Internetportals myvideo.de, gab die Tätigkeit 2014 jedoch wieder auf.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Yang: Das Buch des Kriegers, BOD, Norderstedt 2014
  • Der Innovationsspion, Wacom, Krefeld 2013
  • Unheimlich: Die Toten, Edition 52, Wuppertal 2009
  • Unheimlich: Die Hexe und das Schwert, Edition 52, Wuppertal 2008
  • Unheimlich: Das Loch, Edition 52, Wuppertal 2006
  • Dunkles Kind: Lilianne, Edition 52, Wuppertal 2005
  • The Truth, Comicline, Luxemburg 2004
  • Dunkles Kind, Edition 52, Wuppertal 1998
  • Die Zaubergeschichten vom Zauberer Mirabellum und der Hexe Schlapperspeck, Palabros de Cologne, Köln 1998
  • G'schichtles für Kinder und mit Kindern, Palabros de Cologne, Köln 1996

Weblinks[Bearbeiten]