Mokřiny (Aš)

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Mokřiny
Mokřiny führt kein Wappen
Mokřiny (Aš) (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Karlovarský kraj
Bezirk: Cheb
Gemeinde:
Geographische Lage: 50° 12′ N, 12° 13′ O50.20638888888912.208611111111640Koordinaten: 50° 12′ 23″ N, 12° 12′ 31″ O
Höhe: 640 m n.m.
Einwohner: 530 (1. März 2001)
Postleitzahl: 352 01
Kfz-Kennzeichen: K
Verkehr
Straße: - Hazlov

Mokřiny (deutsch Nassengrub) ist ein Ortsteil der tschechischen Stadt im Okres Cheb.

Geographie[Bearbeiten]

Mokřiny befindet sich drei Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von am südlichen Fuße des Skřivánčí vrch (Lerchenberg, 736 m).

Nachbarorte sind Vernéřov und Dolní Paseky im Nordosten, Hohendorf und Sorge im Osten, Nebesa im Südosten, Nový Žďár im Süden, Mühlbach und Neuenbrand im Südwesten, Wildenau und Lauterbach im Westen sowie im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1413 erstmals urkundlich erwähnt, als ihn die Familie von Neuberg der Familie von Zedtwitz verkaufte.

Nach der Schlacht bei Himmelreich am 8. Mai 1759 im Siebenjährigen Krieg wurden in Nassengrub Soldatengräber ausgehoben, die nach dem Winter des nächsten Jahres eine Epidemie auslösten.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Nassengrub ab 1850 einen Ortsteil der Gemeinde Wernersreuth im Gerichtsbezirk Asch bzw. Bezirk Asch. Am 22. März 1874 löste sich Nassengrub los und wurde eine eigene Gemeinde. Der Ort hatte zu dieser Zeit etwa 400 Einwohner. Danach profitierte die Gemeinde vom industriellen Aufschwung der Stadt Asch und wandelte sich zu einem Vorort von Asch, der im Jahre 1900 etwa 800 Einwohner hatte. Zehn Jahre später lebten in dem zur Arbeitersiedlung angewachsenen Nassengrub bereits 1287 Menschen. Im Jahre 1930 hatte Nassengrub 1727 Einwohner. 1939 waren es 1816. Zwischen 1938 und 1945 war die Gemeinde Teil des deutschen Landkreis Asch[1]. 1948 erfolgte die Eingemeindung von Neuenbrand und im selben Jahre die Umbenennung in Mokřiny[2]. Nach der Aufhebung des Okres Aš kam die Gemeinde Ende 1960 zum Okres Cheb. Mit Beginn des Jahres 1976 wurde Mokřiny nach Aš eingemeindet. 1991 lebten in Mokřiny 479 Personen, beim Zensus von 2001 wurden 155 Wohnhäuser und 530 Einwohner gezählt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Evangelische Kirche, erbaut 1913–1914 als Kaiser-Franz-Josef-Jubiläumskirche nach Plänen des Architekten Otto Bartning, seit der Zerstörung der Dreifaltigkeitskirche in Aš durch einen Brand im Jahre 1960 dient sie als evangelische Stadtkirche
  • Katholische Karl-Borromäus-Kirche, errichtet 1912 vom Warnsdorfer Baumeister Anton Möller im Sezessionsstil
  • Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges vor der evangelischen Kirche, errichtet 1924

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Verwaltungsgeschichte Sudetenland, Kreis Asch
  2. http://www.zakonyprolidi.cz/cs/1949-22