Mondrille
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Als Rillen werden in der Geologie und Planetologie längliche trogartige Vertiefungen auf dem Erdtrabanten, dem Mond bezeichnet. Auf der Erde würde man ähnliche Formationen als Gräben oder Rinnen bezeichnen, doch für den Mond hat sich die Bezeichnung Rima (pl.:Rimae) etabliert.[1] Es werden drei Arten von Rillen unterschieden:
- Langgestreckte Rillen sind durch geologische Störungen entstanden. Sie sind meistens mehrere 1000 Meter breit und hunderte von Kilometern lang. Ihre Tiefe beträgt bis zu 400 Meter.
- Gewundenen Rillen sind mäandernd und lassen bei der Entstehung an Lavaströme oder Flussbette denken. An den Enden dieser mehrere 100 Kilometer langen Rillen finden sich oft kraterähnliche Löcher.[2]
- Bogenförmige Rillen, deren Entstehung erkalteten Lavaströmen zugeschrieben wird. Hier ist sich die Forschung noch unsicher.
Die bekanntesten Mondrillen sind
- die Hyginus-Rille mit dem kleinen Krater Hyginus am Knickpunkt der Rille
- die verzweigten Triesnecker-Rillen,
- die Rima Hadley am Fuß der Montes Apenninus, in deren Nähe Apollo 15 landete
- die breite Ariadaeus-Rille.[3]
Ausführlich siehe: Liste der Rillenstrukturen des Erdmondes