Monel

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Monel, (Werkstoffnummer 2.4360, UNS N 04400, Alloy 400, Nicorros) auch Monelmetall genannt, nach Ambrose Monell († 1921), ist eine Nickel-Kupfer-Legierung.

Zusammensetzung[Bearbeiten]

Monel besteht aus ungefähr 65 % Nickel, 33 % Kupfer und 2 % Eisen mit hoher Zugfestigkeit. Es verhält sich sehr beständig gegenüber atmosphärischer Korrosion, Meerwasser und einer Vielzahl von Säuren und alkalischen Lösungen. Die Bezeichnung Monel ist ein geschützter Markenname der Firma Special Metals Corporation, Huntington (West Virginia), USA. Das Material gilt als ein Vorläufer des rostfreien Stahls und ist heute noch in Gebrauch.

Anwendung[Bearbeiten]

Monel wird in der Schiffstechnik, für den Turbinenbau, für Ausrüstungen in der Chemie- und Kohlenwasserstoffindustrie, für Ventile, Pumpen und Wärmeübertrager verwendet. Es ist bemerkenswert stabil gegenüber dem aggressiven Fluor F2 (Passivierung der Moneloberfläche durch Fluorierung) und wird deshalb als Material für F2-Aufbewahrungsgefäße (Druckgasflaschen) verwendet.

Monel zeichnet sich durch den hohen Nickelgehalt ebenfalls durch eine hervorragende elektromagnetische Abschirmwirkung aus. Daher wird es in der EMV-Technik häufig in Form von Gewebeschläuchen als Schirmmaterial für elektrische Leitungen eingesetzt. Häufige Verwendung findet Monel auch in Reaktoren, Rohrleitungen und Ventilen der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Alternativen im Chemieanlagenbau bieten neben anderen Nickelbasislegierungen auch GFK-Bauteile die mit einer chemisch beständigen Auskleidung z.B. aus Perfluoralkoxylalkan(PFA), ausgekleidet sind. Da sich Monel außerdem sehr gut löten lässt, werden mitunter die Wechsel der Perinet-Ventile („Monel-Ventile“) für Blechblasinstrumente daraus gefertigt.

Vermehrt Verwendung findet das Material auf Grund seiner Resistenz gegen Hautschweiß

K-Monel[Bearbeiten]

Neben dem klassischen Monel gibt es noch den aushärtbaren K-Monel ( Werkstoff.-Nr. 2.4375/(2.4374 - Aerospace applications only),UNS N 05500, Alloy K-500, Nicorros Al). Diesem Werkstoff wird Aluminium zugefügt. Durch eine spezielle Wärmebehandlung kann der Werkstoff ausgehärtet werden. Durch das Ausscheidungshärten kann eine erhebliche Festigkeitssteigerung erreicht werden. Diese Legierung wird beispielsweise als Pumpenwelle in Ölpumpen verwendet.

Weblinks[Bearbeiten]