Myxödem

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Myxödem an Händen und Unterschenkeln

Das klinische Bild des Myxödem kann sich im Verlauf einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), aber auch einer Hyperthyreose im Rahmen eines Morbus Basedow als prätibiales Myxödem bei rund 10 % der Patienten entwickeln. Die Haut (plus Unterhaut und Fettgewebe) ist hierbei typischerweise teigig geschwollen, kühl, trocken und rau, vor allem an den Extremitäten und im Gesicht. Die Patienten sehen aufgeschwemmt aus. Die schwerste Verlaufsform ist das Myxödemkoma.

Ein lokalisiertes prätibiales Myxödem kann auch bei einer immunogenen Hyperthyreose, das heißt bei einem Morbus Basedow auftreten.

Es handelt sich um eine generalisierte Ablagerung von Glykosaminoglykanen (auch Mukopolysaccharide genannt) im Interzellulärraum infolge verminderten Abbaus. Im Gegensatz zu anderen ödematösen Veränderungen der Haut bleiben beim Myxödem nach Druck keine Dellen zurück (wichtiges Indiz für Differentialdiagnose bei Ödemen).

Beim Gesunden sind hohe Konzentrationen von Glykosaminoglykanen besonders im Knorpel festzustellen. Diese Moleküle sind negativ polarisiert und binden dadurch Wassermoleküle, was dem Knorpel seine Elastizität und Druckbelastbarkeit einbringt.

Der Ausdruck „Myxödem“ (amerikanisch „myxedema“, britisch „myxoedema“) geht auf den schottischen Arzt William Miller Ord (1834–1902) zurück, der 1877 als erster bei Autopsien von Patienten eine Fibrose des Schilddrüsengewebes feststellte und diese mit den typischen Symptomen der nach ihm benannten Ord-Thyreoiditis (heute besser unter dem Begriff Hashimoto-Thyreoiditis bekannt) beziehungsweise der dadurch bedingten Schilddrüsenunterfunktion in Verbindung brachte.