Nader Naderpour

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Nader Naderpour (* 6. Juni 1929 in Teheran; † 18. Februar 2000 in Los Angeles) war ein iranischer Schriftsteller und Lyriker. Er heiratete 1957 Shahla Hirbod. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor. Das Paar trennte sich 1961. 1984 heiratete er Jaleh Bassiri, der er seinen letzten Gedichtband widmete.

Leben[Bearbeiten]

Geboren in eine künstlerisch und kulturell aktive Familie wurde Nader 1950 nach seiner Schulausbildung im Iran zum Literaturstudium nach Frankreich an die Sorbonne in Paris gesandt.

Nach seiner Rückkehr in den Iran arbeitete Nader Naderpour im Ministerium für Kunst und Kultur und wurde Herausgeber der Monatszeitschrift “Honar va Mardom“ (Kunst fürs Volk).

1964 ging Nader Naderpour zum Studium der italienischen Literatur nach Rom. Als sich 1968 die Schriftsteller Irans in einem Berufsverband organisierten, gehörte Nader Naderpour zu den Gründungsmitgliedern. Nach seiner Rückkehr in den Iran im Jahr 1971 leitete Nader Naderpour die Abteilung für zeitgenössische Literatur (Goroohe Adabe Emrooz) des staatlichen Hörfunk und Fernsehens neben seiner Herausgebertätigkeit bei der Zeitschrift „Namayesh“ (Theater).

Aus Honar va Mardom (Kunst fürs Volk) war inzwischen ein Kulturprogramm geworden, in dessen Rahmen wöchentliche Livekonzerte in den Parks von Teheran vom Radio und Fernsehen organisiert und landesweit übertragen wurden.

Seit 1940 veröffentlichte Nader Naderpour Gedichte. Auch während seiner Tätigkeit beim Ministerium für Kunst und Kultur und beim staatlichen Rundfunk schrieb und publizierte er weiter Gedichte.

Nach der Islamischen Revolution floh Nader Naderpour 1980 nach Frankreich. 1987 siedelte er nach Kalifornien in die USA über. Dort lehrte er an der UCLA und der UC Berkeley.

Nader Naderpour starb am 18. Februar 2000. Er ist auf dem Westwood Village Memorial Park Cemetery in Los Angeles bestattet. Nach seinem Tod gründete seine Witwe die Naderpour-Stiftung zu seinem Angedenken.

Rezeption[Bearbeiten]

Nader Naderpour gilt als klassischer iranischer Dichter der Moderne. Er veröffentlichte insgesamt neun Gedichtbände, die in Auszügen ins englische, französische, deutsche und italienische übersetzt wurden. Seine Sprache ist bildhaft und tief mit der Textur der iranischen Literatur verwoben.

Werke[Bearbeiten]

  • Eyes and Hands. 1954.
  • Daughter of the Cup. 1955.
  • The Grape Poem. 1958.
  • Collyrium of the Sun. 1960.
  • Not Plant and Stone, But Fire. 1978.
  • From the Sublime to the Ridiculous. 1978.
  • The Last Supper. 1978.
  • False Dawn. University of Texas, Austin, Tx. 1982.
  • Blood and Ash. 1989.
  • Earth and Time. 1996.

Literatur[Bearbeiten]

  • Farhad Mafie: Nader Naderpour (1929–2000). Iranian poet, thinker, patriot. Mellen, Lewiston, N.Y. 2003, ISBN 0-7734-68404.

Weblinks[Bearbeiten]