Namibebahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Namibe–Dongo–Menongue
Streckenlänge: 756 km
Spurweite: 1067 mm (Kapspur)
Kopfbahnhof – Streckenanfang
0 Namibe M
Haltepunkt, Haltestelle
Cambongue
Haltepunkt, Haltestelle
Saco-Mar
Haltepunkt, Haltestelle
Giras
Haltepunkt, Haltestelle
72 Caraculo
Haltepunkt, Haltestelle
Capangombe
Haltepunkt, Haltestelle
Assunção
Haltepunkt, Haltestelle
111,0 Munhino
Haltepunkt, Haltestelle
162 Bibala
Haltepunkt, Haltestelle
Humbia
Haltepunkt, Haltestelle
Quilemba
Bahnhof, Station
246,0 Lubango
Haltepunkt, Haltestelle
Camana
Haltepunkt, Haltestelle
358 Chicócua
Haltepunkt, Haltestelle
373 Quipungo
Haltepunkt, Haltestelle
Gungo
Haltepunkt, Haltestelle
425 Matala
Haltepunkt, Haltestelle
Gunge
Bahnhof, Station
509 Dongo
Haltepunkt, Haltestelle
Colui / Candingo
Bahnhof, Station
579 Kuvango
Haltepunkt, Haltestelle
Liunda
Haltepunkt, Haltestelle
Cuchi
Haltepunkt, Haltestelle
Chengo
Kopfbahnhof – Streckenende
756,0 Menongue

Die Namibebahn, früher Linha de Moçâmedes, heute meist Caminhos de Ferro de Moçâmedes, ist eine Eisenbahnstrecke in Angola. Sie stellt eine Verkehrsverbindung in das Hinterland dar und dient als Transportweg für die dort geförderten Bodenschätze, vor allem Erze.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Strecke führt von der Küstenstadt Namibe (früher Moçâmedes) Richtung Osten. Endpunkt ist die Stadt Menongue (bis 1975 Serpa Pinto). Größter Unterwegsbahnhof ist Lubango (früher Sá da Bandeira).[1]

Mit 756 Kilometer Länge ist sie die zweitlängste Bahnstrecke Angolas.

Alte Loks in den Werkstätten von Sá da Bandeira, 1972

Geschichte[Bearbeiten]

Mit dem Bau der Strecke wurde 1905 unter portugiesischer Kolonialverwaltung begonnen. Nach mehreren Ausbaustufen wurde sie 1963 fertiggestellt.

Große Teile der Strecke wurden im angolanischen Bürgerkrieg (1975-2002) zerstört. Im Zuge des Wiederaufbaus nach Friedensschluss wurde sie durch ein chinesisches Unternehmen wiederaufgebaut. Der Abschluss der Arbeiten wurde für das Jahr 2011 erwartet.[2] Im Juni 2010 wurde bekannt, dass der weitere Wiederaufbau nunmehr in der Hand des indischen Staatsbetriebs RITES lag.[3] Am 23. Dezember 2010 kündigte der angolanische Verkehrsminister Augusto da Silva Tomás die offizielle Wiedereröffnung der Strecke für 2011 an.[4]

Nach der schrittweisen Inbetriebnahme ab 2010 weihte Staatspräsident José Eduardo dos Santos am 25. August 2012, mit der Ankunft der erneuerten Eisenbahnstrecke an ihrem Endpunkt in Menongue, die vollständige Strecke neu ein.[5] Bis 2013 wurden zudem eine Reihe Bahnhöfe der Strecke neu errichtet oder umfassend renoviert.[6]

Verlauf der Bahnstrecken in Angola, unten die Namibebahn

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fahrplan und Beschreibung der Strecke
  2. Wikileaks:Cablegate, REQUEST FOR INFORMATION ON CHINESE ENGAGEMENT IN ANGOLA AND POTENTIAL AREAS FOR COOPERATIONVorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter, (ID:10LUANDA84) Kabel vom 26. Februar 2010, veröffentlicht am 8. Dezember 2010, abgerufen am 19. Dezember.
  3. AngolaHub. 2. Juni 2010. Abgerufen am 19. Dezember 2010.
  4. Angop berichtet über Wiedereröffnung der Strecke (portugiesisch)
  5. Artikel vom 26. August 2012 zur Eröffnung durch den Präsidenten, staatliche Nachrichtenagentur ANGOP, abgerufen am 10. Mai 2014
  6. Artikel vom 2. November 2013 über den Fortschritt des Bahnbauprogramms, staatliche Nachrichtenagentur ANGOP, abgerufen am 10. Mai 2014