Natriumwolframat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
2 Natriumion Orthowolframation
Allgemeines
Name Natriumwolframat
Andere Namen
  • Dinatriumwolframat
  • Natriumorthowolframat
Summenformel Na2WO4
CAS-Nummer
  • 13472-45-2
  • 10213-10-2 (Dihydrat)
PubChem 150191
Kurzbeschreibung

weiße, geruchlose Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 293,82 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte
  • 4,18 g·cm−3 (wasserfrei)[2]
  • 3,23 g·cm−3 (Dihydrat)[3]
Schmelzpunkt

698 °C[1]

Löslichkeit

gut in Wasser (730 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319
P: 305+351+338 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22
S: 22
Toxikologische Daten

1190 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Natriumwolframat (genauer Natriumorthowolframat) ist ein weißes, kristallines, gut wasserlösliches Salz aus der Gruppe der Wolframate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Natriumwolframat ist ein wichtiges Zwischenprodukt bei der Herstellung von Wolfram aus Scheelit (CaWO4) und Wolframit (Fe,MnWO4) und wird durch Reaktion der Minerale mit NaOH oder Na2CO3 erhalten.

\mathrm{WO_3 + 2 \ NaOH \rightarrow Na_2WO_4 + H_2O}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Natriumwolframat kommt auch als Dihydrat Na2WO4·2 H2O vor, welches bei über 100 °C sein Kristallwasser abgibt. Wässrige Lösungen von Natriumwolframat reagieren alkalisch (pH-Wert 9−11,5 bei einer Messtemperatur von 20 °C und einer Konzentration von 100 g/l).

Bei Beigabe einer Säure polymerisiert Natriumwolframat und nimmt dabei eine gelbliche Farbe an.

Verwendung[Bearbeiten]

Natriumwolframat dient ähnlich wie Ammoniumwolframat als Katalysator in der organischen Chemie.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Eintrag zu CAS-Nr. 13472-45-2 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 4. Mai 2009 (JavaScript erforderlich).
  2. Natriumwolframat. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 14. Juni 2014.
  3. a b Datenblatt Natriumwolframat (PDF) bei Merck, abgerufen am 23. Februar 2010..
  4. a b Datenblatt Tungsten atomic spectroscopy standard concentrate 1.00 g W bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 14. April 2011 (PDF).
  5. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  6. z.B. Patent-de: Katalysatoren für die Herstellung von Olefinen durch oxidative Dehydrierung