Neocuproin

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Strukturformel
Struktur von Neocuproin
Allgemeines
Name Neocuproin
Andere Namen

2,9-Dimethyl-1,10-phenanthrolin

Summenformel C14H12N2
CAS-Nummer
  • 484-11-7
  • 34302-69-7 (Hemihydrat)
  • 654054-57-6 (Hydrat)
  • 7296-20-0 (Hydrochlorid)
  • 332360-00-6 (Hydrochlorid-Hydrat)
  • 303136-82-5 (Hydrochlorid-Monohydrat)
PubChem 65237
Kurzbeschreibung

farbloses Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 208,26 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

161–163 °C[1]

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Neocuproin ist ein methyliertes Derivat von Phenanthrolin. Es ist ein Chelatkomplexbildner, der speziell Kupfer(I)-ionen komplexieren kann.

Neocuproin dient zur Maskierung von Kupfer bei der titrimetrischen Bestimmung von Eisen im Blutserum mit Ferrozin als Komplexbildner für Fe2+. Da diese Reaktion im Mikrobereich abläuft, würden Spurenelemente wie Kupfer (das auch im Blutserum enthalten ist) das Messergebnis verfälschen. [4]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Eintrag zu Neocuproin bei TCI Europe, abgerufen am 25. Juni 2011.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Neocuproin (PDF) bei Merck, abgerufen am 2. April 2010.
  2. a b c Datenblatt Neocuproine bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. Juni 2011 (PDF).
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. Daniel C. Harris: Lehrbuch der Quantitativen Analyse, 1998.