Nicolás Avellaneda

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Nicolás Avellaneda

Nicolás Remigio Aurelio Avellaneda Silva (* 3. Oktober 1837 in San Miguel de Tucumán; † 25. November 1885 auf hoher See zwischen Frankreich und Argentinien) war Präsident von Argentinien zwischen 1874 und 1880.

Als er vier Jahre alt war, wurde sein Vater Marco Avellaneda von Truppen des Diktators Juan Manuel de Rosas exekutiert. Seine Mutter floh daher mit Familie nach Bolivien, wo er bis 1850 lebte. Er kehrte in diesem Jahr zurück, um an der Universität von Córdoba Recht zu studieren. Er unterbrach kurz vor Abschluss sein Studium, um mit seiner Familie in Tucumán zu leben; schloss aber sein Studium später in Buenos Aires ab. Er arbeitete in Tucumán und in Buenos Aires als Journalist und Rechtsanwalt. 1862 wurde er Abgeordneter in der Provinz Buenos Aires. 1866 wurde Avellaneda Minister unter Gouverneur Adolfo Alsina und unter Präsident Sarmiento.

Am 6. August 1874 wurde er zum Präsident von Argentinien gewählt und er trat sein Amt inmitten einer Revolution (la mitrista) an, durch die versucht werden sollte Bartolomé Mitre zum Präsidenten zu machen. Am 17. Dezember des gleichen Jahres, etwa drei Monate nach seinem Amtsantritt, war der Aufstand zu Ende.

Avellaneda war ein Präsident, der vor allem versuchte, tausende von Emigranten und politisch Verfolgten wieder in das Leben der argentinischen Nation einzugliedern.

Auch das Ende seiner Präsidentschaft ist von einem Aufstand, dem Tejedor-Aufstand, gekennzeichnet. Dieser Aufstand, der sich gegen die Erhebung Buenos Aires' zur Bundesstadt (Distrito Federal) richtete, wurde erfolgreich niedergeschlagen und so wurde die Erhebung am 21. September 1880 durch den Kongress beschlossen.

Nach seiner Präsidentschaft war er Rektor der Universität von Buenos Aires und Senator.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Domingo Faustino Sarmiento Präsident von Argentinien
18741880
Julio Argentino Roca