Niechłód

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Niechłód
Niechłód führt kein Wappen
Niechłód (Polen)
Niechłód
Niechłód
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Großpolen
Landkreis: Leszczyński
Gmina: Święciechowa
Geographische Lage: 51° 51′ N, 16° 24′ O51.85527777777816.396388888889Koordinaten: 51° 51′ 19″ N, 16° 23′ 47″ O
Einwohner: 413 (2010[1])
Postleitzahl: 64-115 (Święciechowa)
Telefonvorwahl: (+48) 65
Kfz-Kennzeichen: PLE
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Osowa Sień-Święciechowa
Schienenweg: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Posen-Ławica
Die hölzerne Allerheiligenkirche aus dem 18. Jahrhundert

Niechłód ist ein Dorf in Polen in der Wojewodschaft Großpolen. Das Schulzendorf ist das älteste Dorf der Gemeinde Święciechowa. Das Dorf ist Teil des Jakobswegs in Polen.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt in Gemeinde Święciechowa im Südwesten der Wojewodschaft Großpolen. Święciechowa befindet sich etwa sieben Kilometer östlich, Wschowa in südwestlicher Richtung in etwa derselben Entfernung.

Geschichte[Bearbeiten]

Als Eigentum des Benediktinerklosters in Lubiń wurde der Ort 1158 erstmals erwähnt. 1570 war Jan Leszczyński, Starost des damaligen Powiat Radziejowski. 1778 bis 1796 war Ewa Zbijewska, geborene Neżychowska Eigentümerin Niechłóds. 1920 wurde Józef Bojanowski als Eigentümer eingetragen und dieser bliebe es bis 1946.[3] 1807 wurde Niechłód Teil des nach dem Frieden von Tilsit neu gegründeten Herzogtums Warschau. Nachdem dieses 1815 aufgelöst wurde, wurde das Dorf wieder Teil Preußens. 1919 wurde der Ort dann Teil des wiederentstandenen Polens.[4] Während des Polenfeldzuges wurde der Ort 1939 von der deutschen Wehrmacht besetzt. Seit 1945 ist der Ort wieder Teil Polens.

1885 lebten 494[4] Menschen in dem Ort, 2010 waren es 413[1].

Im Lauf seiner Geschichte trugt der Ort die Namen Niechlod, Nechlod, Nyechlod, Niechlov, Niechłódź und deutsch Nicheln.[3]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert ist die unter Denkmalschutz stehende[5] hölzerne Allerheiligen-Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Der quadratische Kirchturm wurde 1967/68 restauriert. Im Inneren befindet sich ein barocker Altar mit einem Allerheiligenbild, welches ebenfalls im 18. Jahrhundert entstand. Auf dem Kirchgrundstück befindet sich weiterhin die Gruft der Familie Junosz-Bojanowski aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts oder 20. Jahrhunderts[6] sowie ein Friedhof welcher vom 18. bis 20. Jahrhundert genutzt wurde[7]. Umgeben ist das Kirchgrundstück von einer Ziegelmauer aus dem 19. Jahrhundert.[3]

Das Gutshaus

Die zweite unter Denkmalschutz stehende Sehenswürdigkeit Niechłóds ist die Hofanlage.[8] Zu ihr gehört das Gutshaus welches zwischen 1906 und 1908 vom Baumeister Zygmunt Wilczewski für Maciej Siciński errichtet wurde. In diesem rechteckige neobarocke Gebäude befinden sich heute Wohnungen sowie der Sitz eines Landwirtschaftsunternehmens. Der umgebende Park 3 Hektar große Park wurde im 19./20. Jahrhundert angelegt.[3][7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Niechłód ist Kreuzungspunkt einiger Nebenstraßen. Dies führen im Nordwesten nach Zbarzewo, im Nordosten nach Gołanice, im Osten nach Piotrowice und Święciechowa, im Südosten nach Długie Nowe, im Südwesten nach Dębowa Łęka und nach Osowa Sień. Südlich des Dorfes verläuft die Landesstraße 12.

Die nächste Bahnstation befindet sich im sieben Kilometer südwestlich gelegenen Wschowa.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niechłód – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Główny Urząd Statystyczny, Portret miejscowości statystycznych w gminie Święciechowa (powiat leszczyński, województwo wielkopolskie) w 2010 r. Online-Abfrage.
  2. www.camino.net.pl (Przyjaciele Dróg św. Jakuba w Polsce), Droga Wielkopolska – Przebieg / Mapy / GPS, abgerufen am 27. August 2013.
  3. a b c d Website der Gemeinde Święciechowa, Niechłód, 26. November 2011, abgerufen am 27. August 2013.
  4. a b Landkreis Fraustadt (poln. Wschowa), Landkreis Fraustadt (poln. Wschowa), abgerufen am 27. August 2013.
  5. Registrierung: 821/Wlkp/A vom 17. Juli 1970 und vom 27. Oktober 2010
  6. Die Internetseite der Gemeinde datiert das Grab auf nach dem Ersten Weltkrieg, das Narodowy Instytut Dziedzictwa auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts (PDF-Datei).
  7. a b Narodowy Instytut Dziedzictwa, Zestawienia zabytków nieruchomych – woj. wielkopolskie. PDF, abgerufen am 27. August 2013.
  8. Registrierung: 513/Wlkp/A vom 15. April 1987