Niijima

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu der 2013 neu entstandenen Insel siehe Niijima (Ogasawara). Zum gleichnamigen japanischen Astronomen siehe Tsuneo Niijima.
Niijima
Landsat-Aufnahme von Niijima
Landsat-Aufnahme von Niijima
Gewässer Pazifischer Ozean
Inselgruppe Izu-Inseln
Geographische Lage 34° 22′ 0″ N, 139° 16′ 0″ O34.366666666667139.26666666667432Koordinaten: 34° 22′ 0″ N, 139° 16′ 0″ O
Niijima (Japan)
Niijima
Fläche 23,22 km²
Höchste Erhebung Miyatsuka
432 m
Einwohner 2400
103 Einw./km²
Hauptort Niijima
Der Hafen von Niijima
Der Hafen von Niijima

Niijima (jap. 新島, dt. „neue Insel“) ist eine vulkanisch geprägte Insel in Japan. Die Fläche beträgt 23,22 km²[1] und die Einwohnerzahl liegt bei 2400. Sie gehört als eine der Izu-Inseln administrativ zur Präfektur Tokio.

Südwestlich befindet sich die Insel Shikine-jima, 1000 m westlich Jinai-tō (地内島) und 300 m südlich Hanshima[2] (早島; gelegentlich als Hayashima fehlgelesen). Mit diesen kleineren Inseln bildet Niijima das Dorf Niijima (新島村, -mura), wobei nur Niijima und Shikine-jima bewohnt sind.

Die höchste Erhebung ist der Lavadom Miyatsuka (宮塚山, -yama) mit 432 m. Andere Lavadome im Süden und Norden der Insel zeugen von den letzten Vulkanausbrüchen im 9. Jahrhundert.

Niijima ist ein beliebtes Ausflugsziel für Tages- und Wochenendtouristen aus dem Ballungsraum Tokio. Die Ostseite der Insel ist ein Revier für Taucher, die Westseite, der Habushi-Strand, zieht viele Surfer an. Die Haupturlaubszeit ist in der Obon-Woche im August. Auf der Insel befinden sich drei heiße Quellen (Onsen), aus denen salziges Meerwasser sprudelt.

Lokale Spezialität der Insel ist getrockneter Fisch (kusaya), Milch-Senbei und Ashitaba. Ashitaba (明日葉, wissenschaftlicher Name: Angelica keiskei) ist eine Pflanze, die ihren Namen (Morgen-Blatt) daher bekommen hat, dass ein abgerissenes Blatt am nächsten Morgen nachgewachsen ist. Ashitaba wächst nur auf den Izu-Inseln. Es wird verwendet, um Soba-Nudeln grün zu färben und als Tempura fritiert.

Als weitere Touristenattraktion bietet die Insel eine Werkstatt mit Museum für Glaskunst, in dem ein koga genanntes Gestein zu grünem Glas verarbeitet wird.

Auf der Insel befindet sich auch ein Forschungszentrum der Selbstverteidigungsstreitkräfte mit einem Startplatz für Versuchsraketen und Höhenforschungsraketen.

Von Tokio aus ist die Insel mit der Fähre in sieben Stunden, mit dem Tragflügelboot in 2½ Stunden, mit dem Flugzeug vom Flughafen Chofu in 45 Minuten und mit dem Hubschrauber erreichbar.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 島面積. Kokudo Chiriin, 1. Oktober 2011, abgerufen am 8. November 2012 (PDF; 32 kB, japanisch).
  2. zur Lesung vgl.  Akira Yasuda, Ichiyo Isobe: 伊豆新島南東部における大海食崖の後退について ―空中写真を用いた火砕丘の侵食量の測定―. In: Bull. Geol. Surv. Japan. Vol. 46, Nr. 9, 1995, S. 457–475 (http://www.gsj.jp/Pub/Bull/vol_46/46-09_02.pdf).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niijima – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien