Noesis

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Dieser Artikel behandelt den philosophischen Begriff Noesis. Für weitere Bedeutungen siehe Noesis (Begriffsklärung).

Noesis (auch Noese, griech. νόησις – zu νοεῖν, denken) ist in der Husserlschen Phänomenologie die Bezeichnung für den einzelnen Denkakt, der zu einer bestimmten Zeit stattfindet (das „intentionale Erlebnis“) – im Unterschied zu dem in ihm „vermeinten“ Sinngehalt, dem Noema, der als derselbe auch das Korrelat anderer Akte, evtl. auch der Akte anderer Subjekte, sein kann.[1] Noesis und Noema stehen in strenger Korrelation zueinander. So entspricht jedem Urteilsakt ein Urteil als dessen Noema. Aber dasselbe Urteil kann auch in einem anderen Urteilsakt gefällt und von anderen Subjekten verstanden werden.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Edmund Husserl: Ideen zu einer reinen Phänomenologie … Bd. I, § 85 (Husserliana III/1), S. 194; § 87f., S. 200ff.