Obliquus (Kasus)

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Als Obliquus [oˈbliːkvʊs] (eigentlich lat.: casus obliquus „schiefer Kasus", „schiefer Fall“) wird in der griechischen Grammatiktradition der Stoa jeder Kasus bezeichnet, der üblicherweise nicht in der Subjekt-Position eines Satzes auftritt. Oblique Kasus [oˈbliːkvə ˈkaːzuːs] sind in jener Denktradition im Deutschen demnach der Genitiv, Dativ und Akkusativ. Die Bezeichnung Obliquus für den schiefen Fall ist in der generativen Grammatik nicht gebräuchlich.

Das komplementäre Gegenstück des Obliquus ist der Rektus (oder casus rectus).

In den romanischen Sprachen haben sich aus dem auf den lateinischen Akkusativ zurückgehenden Obliquus die heutigen Nominativformen entwickelt.

Obliquer Kasus in der Generativen Grammatik[Bearbeiten]

In der Kasustheorie der Generativen Grammatik wird hingegen eine davon abweichende Unterscheidung getroffen:

  • Struktureller Kasus wird anhand der grammatischen Funktion zugewiesen. Im Deutschen
  • Der oblque Fall (oder inhärente) Fall wird nicht anhand der grammatischen Funktion zugewiesen, sondern aufgrund lexikalischer Eigenheiten oder anhand thematischer Rollen. Im Deutschen sind dies die Fälle Genitiv, Dativ und Akkusativ.
Siehe auch: Verbvalenz

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: obliquer Kasus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen